Die Arbeitsrechts-Urteile der Woche - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Arbeitsrechts-Urteile Abgemahnt, gefeuert, geklagt

Wenn Chef und Mitarbeiter streiten, haben oft Richter das letzte Wort. Darf man Kunden bei Facebook als "Penner" beschimpfen? Ist ein Ausrutscher an der Salatbar ein Arbeitsunfall, und wer wird beim Griff in die Ladenkasse fristlos gefeuert? Ein Überblick über neue Urteile.
1 / 35

Ausrutscher an der Salatbar: In der Werkskantine brachte eine Soßenpfütze einen Arbeitnehmer zu Fall. Für ihn eine klare Sache: Arbeitsunfall. Oder ist der Kantinenbesuch etwa Privatsache? mehr ...

Foto: Arno Burgi/ dpa
2 / 35

Frustventil Facebook: "Boah kotzen die mich an, solche Penner...", schrieb die Angestellte eines Sicherheitsunternehmen auf ihrer privaten Seite. Dumm nur, dass die Firma, über die sie schimpfte, zu den wichtigsten Kunden ihres Arbeitgebers zählt. Prompt folgte die Kündigung, obwohl die Mitarbeiterin schwanger ist. War der Rauswurf rechtens? mehr ...

Foto: ROBERT GALBRAITH/ REUTERS
3 / 35

Risikoreicher Job: Dachdecker können nicht nur aus großer Höhe stürzen, sie sind auch der Witterung ausgesetzt. Sonnenstrahlung über Jahrzehnte kann zu Hautkrebs führen. Einwandfrei eine Berufskrankheit? mehr ...

Foto: Jan Woitas/ picture alliance / dpa
4 / 35

Immer Ärger mit der Pendlerpauschale: Einfacher Weg, kürzeste Strecke, nur eine Fahrt pro Tag - das erkennt das Finanzamt für die Entfernungspauschale an. Ein Musiker wollte steuerlich mehr absetzen, wegen der Pausen zwischen Proben und Auftritten im Theater. Was Finanzrichter dazu sagten: hier. mehr ...

Foto: DDP
5 / 35

Kirche kündigt Kindergärtnerin, Kommune kündigt Kirche: Dienst ist Dienst, privat ist privat - das gilt nicht für Angestellte konfessioneller Träger. Die Kirchen haben spezielle Moralvorstellungen und als Arbeitgeber auch spezielle Rechte. In Königswinter wurde die Kindergartenleiterin Bernadette Knecht wegen Ehebruchs gekündigt. Der Fall nahm jedoch eine außerwöhnliche Wendung. mehr ...

Foto: privat
6 / 35

Ausrutscher im Bayern-Stadion: "Wir würden nie zum FC Bayern München gehen", grölten einst die Toten Hosen. Hätte ein Busfahrer sich dran gehalten und seine Pause nicht in der Arena verbracht, wäre ein Muskelfaserriss ihm erspart geblieben. Ist das nun ein Arbeitsunfall? Das Landessozialgericht musste entscheiden. mehr ...

Foto: Allianz Arena/ picture-alliance/ dpa/dpaweb
7 / 35

Schweißer bei der Arbeit: Per Aushang am Schwarzen Brett hatte ein Chef pauschal Überstunden angeordnet. Ein Schweißer zog nicht mit und kassierte darum zwei Abmahnungen, gegen die er klagte. Alle mal früher anfangen - wann kann ein Betrieb das verlangen? mehr ...

Foto: DAVID MOIR/ REUTERS
8 / 35

"Die Fahrscheine, bitte!": Manche Mitarbeiter von Nahverkehrsunternehmen sitzen an der Quelle und können Tickets illegal selbst herstellen. Natürlich riskieren sie dann ihre Entlassung. Aber reicht schon ein starker Verdacht, oder muss die Tat bewiesen sein? mehr ...

Foto: dapd
9 / 35

Immer Ärger mit der Pendlerpauschale: Nicht jeder Berufspendler nimmt den kürzesten Weg zur Arbeit, denn manchmal ist die längere Strecke schneller, je nach Ampelschaltung, Baustellen, Staus. Darf man so einen zeitsparenden Umweg von der Steuer absetzen? In zwei Fällen hat der Bundesfinanzhof klärende Worte gesprochen. mehr ...

Foto: Achim Scheidemann/ picture-alliance/ dpa
10 / 35

Anpirschen per SMS: Es muss ein schwerer Fall von Hormonsausen gewesen sein - ein Banker verguckte sich in eine Kundin, fischte ihre Handy-Nummer aus der Datenbank, baggerte nach Kräften. Was er als Flirt sah, empfand sie als schmierige Anmache. Reicht das für eine Kündigung? Mainzer Richter mussten entscheiden. mehr ...

Foto: dapd
11 / 35

Verfahren zwischen Daimler und Ex-Terrorhelfer: Zu einem Sabbat-Jahr gehört, dass man nach der Auszeit ins Unternehmen zurückkehrt. Aber auch, wenn ein Mitarbeiter in der Zwischenzeit als Terrorhelfer verurteilt wurde? Das ist der Fall eines Daimler-Lackierers, den der Autokonzern unbedingt auf Abstand halten will. mehr ...

Foto: Bernd Weissbrod/ dpa
12 / 35

Vertrauen Sie mir, ich bin Arzt: Ausgerechnet eine Anwaltskanzlei kam auf die verwegene Idee, eine Rechtsanwaltsgehilfin im Krankheitsfall nur zu einem bestimmten Arzt zu schicken - und den sollte sie auch noch von der Schweigepflicht entbinden. Kann eine Firma die freie Arztwahl so aushebeln? Eines der Arbeitsrechts-Urteile der Woche. mehr ...

Foto: George Marks/ Getty Images
13 / 35

Fette Beute: Als ein Verkäufer gerade mit einem Kunden sprach, wurde aus dem Lager hinter dem Laden ein dutzend teurer Handys gestohlen. Den Schaden sollte der Angestellte tragen, verlangte der Chef. Was das Arbeitsgericht davon hielt, lesen Sie hier. mehr ...

Foto: SPIEGEL ONLINE
14 / 35

Baby an Bord: Auf Teilzeitarbeit gibt es einen Rechtsanspruch, den vor allem Frauen mit Kindern nutzen. Einen Teilzeit-Wunsch kann ein Unternehmen nicht einfach aus Prinzip ablehnen - dafür braucht es schon sehr gute Gründe. mehr ...

15 / 35

Riskanter Sport: Wenn jemand sich bei einem Skirennen verletzt, das der Arbeitgeber organisiert hat - ist das dann ein Arbeitsunfall? Augsburger Richter entschieden, dass Betriebssport nicht immer unter dem Schutz der Unfallversicherung steht. mehr ...

Foto: A3542 Karl-Josef Hildenbrand/ dpa
16 / 35

Wie schnell muss ein Attest vorliegen? Viele Unternehmen wollen nach dem dritten Tag den "gelben Zettel" sehen, manche Arbeitgeber auch schon früher, vor allem, wenn sie Mitarbeitern nicht trauen. Wann das zulässig ist, mussten Kölner Richter entscheiden - eines der Arbeitsrechts-Urteile der Woche. mehr ...

Foto: DDP
17 / 35

Vorsicht, wildes Tier: Apropos Arbeitsunfähigkeit - von einer Kuh wurde ein Tierarzt arbeitsunfähig getreten, lange laborierte er an einem Kreuzbandriss. Dafür verlangte er Schadensersatz und Schmerzensgeld: 26.000 sollte der Bauer blechen. Ob der Veterinär das Geld bekommen hat? mehr ...

Foto: dapd
18 / 35

Arbeitnehmer in Rage: Im Streit mit dem Chef besser die Luft anhalten, denken, bis zehn zählen...denn ein Wutausbruch kann üble Folgen haben. "Herr B., Sie haben gar nichts mehr zu sagen, Ihre Zeit ist abgelaufen" - so eine Ansage ist keine gute Idee. mehr ...

19 / 35

Stempel drauf: Eine hohe Lohnnachzahlung ist an sich eine feine Sache, aber dann werden auch mehr Steuern fällig. Diesen "Progressionsschaden" wollte ein Angestellter von seinem Arbeitgeber erstattet bekommen. Pech gehabt, urteilten jedoch Mainzer Richter. mehr ...

Foto: dapd
20 / 35

Immer auf Achse: Leiharbeiter verdienen meist deutlich weniger als fest angestellte Kollegen, haben unsichere Arbeitsplätze und auch sonst viele Nachteile. Aber bei den Fahrtkosten, da schneiden sie fortan besser ab: volle Fahrtkosten statt 30 Cent pro einfache Fahrt. mehr ...

Foto: DDP
21 / 35

Für wen gibt's Weihnachtsgeld? Arbeitnehmer planen es fest ein als Teil ihres Einkommens, während Arbeitgeber es als freiwillige Leistung verstehen, auch als eine Art Treuebonus. Wenn man ein halbes Jahr für eine Firma gearbeitet hat, bekommt man dann auch das halbe Weihnachtsgeld? Mainzer Richter mussten entscheiden - eines der Arbeitsrecht-Urteile der Woche. mehr ...

Foto: Caroline Seidel/ dpa
22 / 35

Fristlos gekündigt: Ein Mitarbeiter einer Düsseldorfer Bank war bereits freigestellt, als der Arbeitgeber entdeckte, dass er sich fast hundert E-Mails mit geheimen Daten nach Hause geschickt hatte. Es folgte die sofortige Entlassung - ist das zulässig trotz der Beurlaubung? mehr ...

23 / 35

Arbeitsvertrag: Auch mündliche Verträge sind gültig, nicht nur schriftliche. Das haben jetzt Heilbronner Richter klargestellt. mehr ...

Foto: Jens Schierenbeck/ dpa
24 / 35

Und weg ist der Lappen: Bei Trunkenheit oder anderen schweren Verkehrsverstößen droht ein Fahrverbot. Bei Berufskraftfahrern geht es dann gleich um den Job. Gerichte mussten sich jetzt mit zwei Fällen von Profi-Fahrern beschäftigen. mehr ...

Foto: Oliver Berg/ picture alliance / dpa
25 / 35

Versprochen gebrochen: Mitarbeiter eines Krankenhauses hatten sich ihr Weihnachtsgeld mit dem Versprechen eines Kündigungsverzichts abkaufen lassen. Bald darauf gab es trotzdem Massenentlassungen. Düsseldorfer Richter mussten entscheiden - eines der Arbeitsrechts-Urteile der Woche. mehr ...

26 / 35

Privatgespräche vom Diensthandy: Wenn der Arbeitgeber private Telefonate untersagt und Angestellte sich daran nicht halten, kann es für sie teuer werden - und damit riskiert man sogar den Job. mehr ...

27 / 35

Parken nahe am Arbeitsplatz: Wer darf hier parken - Frauen, Behinderte, Ferrari-Fahrer? Arbeitgeber legen oft eine Rangfolge für die Vergabe von Parkplätzen fest. Ein Behinderter wehrte sich gegen das Kriterium "Frauen vor Männern". Darf ein Unternehmen "Ladies first" anordnen? mehr ...

Foto: Peter Kneffel/ dpa
28 / 35

Pssst! Betriebsgeheimnisse heißen so, weil sie geheim sind. Wer Vertrauliches aus dem Betrieb weitergibt, muss mit Entlassung rechnen. Daran ließ das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz keinen Zweifel. mehr ...

29 / 35

Feierabend? Später vielleicht. Mit einer 40-Stunden-Woche glänzt in manchen Branchen niemand. Wenn aber Firmen Angestellte üppig entlohnen, sind Überstunden inklusive. Statt 40.000 Euro Nachschlag von einer Großkanzlei erhält ein Rechtsanwalt: nichts. mehr ...

Foto: Frank Rumpenhorst/ picture-alliance/ dpa
30 / 35

Vielflieger in der Familie: Fluggesellschaften gewähren ihren Mitarbeitern oft großzügig verbilligte oder sogar kostenlose Flüge. Davon profitieren auch die Angehörigen. Frankfurter Richter mussten klären, wie exzessiv sie diese Möglichkeit nutzen dürfen. mehr ...

31 / 35

Jetzt besser nicht pöbeln: Und ist ein Mitarbeiter auch noch so zornig, im Umgang mit Vorgesetzten sollte er seine Worte wägen. Keine gute Idee ist es zum Beispiel, ihnen ein "beschissenes Wochenende" zu wünschen. mehr ...

32 / 35

Mach ich selbst, macht ja sonst keiner: Über den Urlaub entscheidet der Chef, nicht der Angestellte. Wer sich darüber hinwegsetzt, muss mit Konsequenzen rechnen, bis zur fristlosen Kündigung. Aber was, wenn der Resturlaub zu verfallen droht, weil die Firma den Urlaub verweigert? mehr ...

Foto: StepStone
33 / 35

Weihnachtsüberraschung: In vielen Unternehmen ist das Weihnachtsgeld offiziell eine freiwillige Leistung, wird aber schon seit vielen Jahren oder Jahrzehnten gezahlt. Kann die Firma das Extra zum Gehalt dann einfach streichen? mehr ...

Foto: Angelika Warmuth/ dpa
34 / 35

Bitte recht freundlich: Kellner haben oft lange, harte, anstrengende Arbeitstage - und verdienen nicht viel. Da sind sie aufs Trinkgeld angewiesen. Zum Streit kann es in Kneipen oder Restaurants kommen, wenn alle Angestellten von den Trinkgeldern in einer Gemeinschaftskasse profitieren sollen, nicht nur die, die im Service bei Gästen kassieren gehen. Kann der Chef das anordnen? mehr ...

Foto: Andreas Gebert/ picture alliance / dpa
35 / 35

Big Boss is watching you: Kein Arbeitgeber möchte betrogen werden. Und ohne große Skrupel filmen manche Unternehmen alles Mögliche. Manchmal erwischen sie dann auch Mitarbeiter auf Abwegen. Ist eine heimliche Videoaufnahme vor Gericht verwertbar? mehr ...

Foto: Jens Büttner/ picture alliance / dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?