Neuner, Disl und Co. Die besten deutschen Biathletinnen der Geschichte
Katrin Apel: Ihre Erfolge hat sie vor allem mit deutschen Staffeln gefeiert. Zweimal Gold (1998, 2002) und einmal Silber (2006) gewann Katrin Apel bei Olympischen Winterspielen mit ihren Kolleginnen. Dazu kommen viermal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze mit dem Team bei Weltmeisterschaften. Aber auch allein schaffte sie es aufs Treppchen: Zweimal WM-Silber und einmal Olympia-Bronze holte Apel 1998. Im März 2007 beendete sie ihre Karriere.
Martina Beck: Sie gewann alles, was man im Biathlon gewinnen kann - allein die Goldmedaille bei Olympischen Winterspielen blieb Martina Beck, früher Glagow, in ihrer Karriere versagt. 2006 in Turin holte sie dreimal Olympia-Silber, 2010 in Vancouver zudem Bronze. Außerdem in ihrem Medaillenschrank: dreimal WM-Gold, fünfmal WM-Silber und viermal WM-Bronze. Zudem holte Beck 2003 den Gesamt-Weltcup. Mit Ende der Saison 2009/2010 zog Beck einen Schlussstrich unter den aktiven Leistungssport.
Petra Behle: Dass Biathlon Anfang der neunziger Jahre in Deutschland so populär wurde, ist zu großen Teilen ihr Verdienst. Petra Behle, Biathlon-Fans besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Schaaf, holte zwischen 1988 und 1997 neun Weltmeistertitel - mehr als jede andere deutsche Athletin. Dazu kommen jeweils zweimal WM-Silber und -Bronze. Bei Olympischen Winterspielen blieb Behle ein Einzeltitel versagt, sie gewann ihre drei Medaillen mit der Staffel: 1988 in Calgary holte sie Gold, 1994 in Lillehammer und 1998 in Nagano jeweils Silber.
Verena Bentele: Mit fünf Goldmedaillen war sie die überragende Athletin der Paralympischen Winterspiele 2010 in Vancouver. Zwei davon gewann die blinde Verena Bentele im Biathlon, insgesamt gewann sie in dieser Sportart bei Paralympics fünfmal Gold und einmal Bronze. Dazu kommen zweimal Gold und einmal Silber bei Biathlon-Weltmeisterschaften für Behinderte.
Uschi Disl: Zweimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze bei Olympischen Winterspielen, achtmal Gold, achtmal Silber und dreimal Bronze bei Weltmeisterschaften - Uschi Disls Bilanz als Aktive ist beeindruckend. Einziger Makel: Viele ihrer Medaillen, unter anderem die beiden goldenen bei Winterspielen, gewann sie in der Staffel. Disl war in der Loipe häufig nicht zu schlagen, vergab Siege in Einzelrennen aber nicht selten am Schießstand. 2006 beendete sie ihre erfolgreiche Karriere.
Andrea Henkel: Wenn sie bei einer Veranstaltung Gold gewinnt, dann meist gleich mehrfach. Bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City holte Andrea Henkel den ersten Platz im Einzel und in der Staffel. 2007 bei der WM in Antholz waren es wieder zwei Goldmedaillen, bei der WM 2008 in Östersund gleich drei. Dazu kommen Olympia-Silber und -Bronze sowie sechsmal WM-Silber und zweimal WM Bronze. Zudem holte Henkel Gold bei den Weltmeisterschaften 2005 in Hochfilzen, 2011 in Chanty-Mansijsk und 2012 in Ruhpolding.
Magdalena Neuner: "Gold-Lena" wird sie seit den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver genannt, weil sie in Kanada zwei Goldmedaillen holte, dazu eine silberne. Außerdem gewann sie zwölfmal Gold, viermal Silber und einmal Bronze bei Weltmeisterschaften. Nach der Saison 2011/2012, die sie mit ihrem dritten Gesamt-Weltcup-Titel krönte, trat sie vom Biathlon-Sport zurück.
Kati Wilhem: Was Vancouver 2010 für Magdalena Neuner war, war Salt Lake City 2002 für Kati Wilhelm. Zweimal Gold und einmal Silber holte die damals 25-Jährige bei ihren ersten Olympischen Spielen. 2006 in Turin folgten noch einmal Gold und zweimal Silber, in Vancouver gab es zudem Bronze. Bei Weltmeisterschaften holte Wilhelm, deren Markenzeichen die roten Haare waren, fünfmal Gold sowie jeweils viermal Silber und Bronze, zudem gewann sie 2006 den Gesamt-Weltcup. Nach den Spielen in Vancouver beendete Wilhelm ihre Karriere.
Martina Zellner: Sie hatte ihre große Zeit Ende der neunziger Jahre, mit Mitte 20. 1998 holte sie bei den Olympischen Winterspielen in Nagano Gold mit der Staffel. Dazu kommen zwischen 1998 und 2000 zweimal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze bei Weltmeisterschaften. Zudem wurde Zellner, die heute Seidl heißt, 1998 Dritte im Gesamt-Weltcup.