Guter Klang Die besten Kopfhörer im Test
Kopfhörer von Beats Electronics: Ihr typischer Look - weiße Farbe, rotes Logo - ist längst zum Markenzeichnen von Hipstern geworden.
Verlorene Liebe: Der Handy-Hersteller HTC hatte sich vor Jahren bei Beats eingekauft, wollte sich mit dem Image der Marke schmücken, seine Popularität steigern. 2013 endete die Beziehung.
Edles Schwarz statt poppiges Weiß: Das 300 Euro teure Modell Beats Studio hat mit Studiokopfhörern nicht viel gemein. Es klingt zu wenig detailliert und betont Bässe zu stark. Und es gibt reichlich Konkurrenz.
Zum Beispiel Bose: Auch Bose ist für einen deutlich eingefärbten Klang bekannt. Allerdings ist der weniger auf Hip-Hop ausgerichtet. Zudem dürfte das Unternehmen kaum übernahmebereit sein.
Spezialisten: Bose hat sich vor Jahren auf Kopfhörer spezialisiert, die Außengeräusche elektronisch unterdrücken. Weil sie dafür bekannt und darin anerkannt gut sind, sieht man auf Langstreckenflügen immer einige Passagiere mit einem Quietcomfort 15 (l.) oder 20.
Beyerdynamic Custom Pro: Einen neuen Ansatz versuchte Beyerdynamic mit diesem Modell. Sowohl das Aussehen als auch der Klang lassen sich vom Anwender an seinen Geschmack anpassen.
Bowers & Wilkins P5: Von einem neutralen Klangbild sind diese Kopfhörer weit entfernt. Sie betonen Bässe und Höhen, ohne sie aufdringlich in den Vordergrund zu schieben.
Logitech UE 9000: Er kann sehr kräftige Bässe produzieren, die tiefe Trommeln regelrecht gegen die Ohren hämmern lassen. Dabei wird der Kopfhörer aber nicht schwammig, sondern bleibt auch im Mitten- und Hochtonbereich transparent.
Audéo PFE 232: Mit austauschbaren Filtern lässt sich der Klang mitten-, bass- oder höhenbetont formen. Das Klangbild bleibt dabei immer transparent und warm.
Shure SE530: Drei Mikro-Lautsprecher pro Seite sorgen für einen klaren, unverfälschten Klang, der sich auch bei hohen Lautstärken nicht verändert oder gar verzerrt. Sie sind quasi das Gegenteil von Beats-Headsets, geben den Klang weitgehend unverändert wieder.
Bang & Olufsen Earphones: Konstruktionsbedingt fehlt es diesem Sport-Headset an Bässen, was sich mit Lautstärke ausgleichen lässt. Das aufwendige Aluminium-Design passt perfekt zu Apple.
Sennheiser MM400: Wer keine Kabel tragen will, kann sich mit Bluetooth-Kopfhörern wie diesem behelfen, die auch noch gut klingen, aber nicht so auffällig und modisch sind wie Beats.
AKG 3003: Dieses extrem teure Modell sollte zeigen, was sein Hersteller kann. 1200 Euro verlangte AKG für ein Paar dieser Edel-Kopfhörer. Neben aufwendiger Verarbeitung liefern sie einen vielschichtigen und dynamischen Klang.
Maßanfertigung: Eine gute Möglichkeit, Klang und Komfort zu verbessern, sind maßgefertigte Ohrpassstücke vom Hörgeräteakustiker. Die kosten zwar rund hundert Euro, sorgen aber für ein ungeschlagen angenehmes Tragegefühl und sperren Außengeräusche effektiv akustisch aus.
Elektronischer Nachbrenner: Externe Kopfhörerverstärker wie der A 200 p von Beyerdynamics können ebenfalls helfen, den Klang eines Kopfhörers zu verbessern. Mit 300 Euro ist das allerdings keine billiges Vergnügen. Als günstige Alternative könnte man das DJ-Interface Traktor Audio 2 nehmen, das nur ein Drittel davon kostet.