Guter Klang Die besten Kopfhörer im Test
Kopfhörer von Beats Electronics: Ihr typischer Look - weiße Farbe, rotes Logo - ist längst zum Markenzeichnen von Hipstern geworden. Besonders günstig sind sie allerdings nicht. In-Ohr-Modelle kosten laut Liste ab 100 Euro, Auf-dem-Ohr-Modelle ab 200 Euro.
Edles Schwarz statt poppiges Weiß: Das 300 Euro teure Modell Beats Studio ist ein Klassiker, hat mit Studiokopfhörern aber nicht viel gemein. Es klingt zu wenig detailliert und betont Bässe zu stark. Und es gibt reichlich Konkurrenz.
Zum Beispiel Bose: Auch Bose ist für einen deutlich eingefärbten Klang bekannt. Allerdings ist der weniger auf Hip Hop ausgerichtet. Firmengründer Amar Bose ist erklärter Klassik-Liebhaber. Die abgebildeten Quietcomfort 20 mit aktiver Geräuschunterdrückung kosten 300 Euro.
Spezialisten: Bose hat sich vor Jahren auf Kopfhörer spezialisiert, die Außengeräusche elektronisch unterdrücken. Ursprünglich war die Technik nur für Piloten gedacht. Heuite sieht man auf jedem Langstreckenflug Passagiere, die Bose tragen. Oft das links abgebildete Modell Quietcomfort 15. Listenpreis: 300 Euro.
Beyerdynamic Custom One Pro: Einen neuen Ansatz versuchte Beyerdynamic mit diesem Modell. Sowohl das Aussehen als auch der Klang lassen sich vom Anwender an seinen Geschmack anpassen. So kann man ihm sowohl fette Bässe als auch einen halbwegs neutralen Klang entlocken. Preis: 160 Euro.
Bowers & Wilkins P5: Von einem neutralen Klangbild sind diese Kopfhörer weit entfernt. Sie betonen Bässe und Höhen, ohne sie aufdringlich in den Vordergrund zu schieben. Leder und Aluminium bestimmen den Edel-Look. Preis: 220 Euro.
Logitech UE 9000: Ob mit Kabel oder per Bluetooth, dieser Kopfhörer kann Außengeräusche elektronisch unterdrücken. Er produziert sehr kräftige Bässe, die tiefe Trommeln regelrecht gegen die Ohren hämmern lassen. Dabei wird er nicht schwammig, sondern bleibt auch im Mitten- und Hochtonbereich transparent. Der Straßenpreis liegt bei 300 Euro.
Audéo PFE 232: Mit austauschbaren Filtern lässt sich der Klang mitten-, bass- oder höhenbetont formen. Das Klangbild bleibt dabei immer transparent und warm. Das kann man aber auch erwarten, denn der Listenpreis lag zum Testzeitpunkt 2012 bei 500 Euro.
Shure SE530: Drei Mikro-Lautsprecher pro Seite sorgen für einen klaren, unverfälschten Klang, der sich auch bei hohen Lautstärken nicht verändert oder gar verzerrt. Sie sind quasi das Gegenteil von Beats-Headsets, geben den Klang weitgehend unverändert wieder. Zum Testzeitpunkt 2009 kosteten sie 450 Euro. Mittlerweile gibt es ein gleich teures Nachfolgemodell mit der Bezeichnung SE535.
Bang & Olufsen Earphones: Konstruktionsbedingt fehlt es diesem Sport-Headset an Bässen, was sich mit Lautstärke ausgleichen lässt. Das aufwendige Aluminium-Design passt perfekt zu Apple und ermöglicht es außerdem, die Ohrhörer gut an den Ohre zu fixieren, so dass sie beim Sport fest sitzen. Ihr Preis liegt bei 170 Euro.
Sennheiser MM400: Wer keine Kabel tragen will, kann sich mit Bluetooth-Kopfhörern wie diesem behelfen, die auch noch gut klingen, aber nicht so auffällig sind wie Beats. Mittlerweile gibt es ein Nachfolgemodell mit der Bezeichnung MM400X, zum Preis von rund 140 Euro.
AKG 3003: Dieses extrem teure Modell sollte zeigen, was sein Hersteller kann. 1200 Euro verlangte AKG für ein Paar dieser Edel-Kopfhörer. Neben aufwendiger Verarbeitung liefern sie einen vielschichtigen und dynamischen Klang.
Maßanfertigung: Eine gute Möglichkeit, Klang und Komfort zu verbessern, sind maßgefertigte Ohrpassstücke vom Hörgeräteakustiker. Die kosten zwar rund 100 Euro, sorgen aber für eine ungeschlagen angenehmes Tragegefühl und sperren Außengeräusche effektiv akustisch aus.
Elektronischer Nachbrenner: Externe Kopfhörerverstärker wie der A 200 p von Beyerdynamics können ebenfalls helfen, den Klang eines Kopfhörers zu verbessern. Mit 300 Euro ist das allerdings keine billiges Vergnügen. Als günstige Alternative könnte man das DJ-Interface Traktor Audio 2 nehmen, das nur ein Drittel davon kostet.