Die Bilder der Woche Feuer und Eis
Brennender Baum: Starker Wind facht die Glut in einer brennenden Eiche im kalifornischen Windsor an. Seit Tagen brennt es in dem US-Bundesstaat. Rund 180.000 Menschen mussten wegen des sogenannten Kincade-Feuers ihre Häuser verlassen, mehr als 140 Gebäude wurden zerstört.
Herbstlich vernebelt: Über dem Taunus liegt eine dichte Nebeldecke und dahinter, am Horizont, zeigt sich die leuchtende Skyline von Frankfurt. Zu sehen sind Fernsehturm, Commerzbank Zentrale und Messeturm.
Puschel-Power: Auch wenn Wrestlingkämpfe wie dieser beim "Lucha Vavoom Fiesta Fantasma!" in Los Angeles abgesprochen und choreografiert werden - ein Tritt mit einem Puschel-Bein kann trotzdem gefährlich werden.
Jetzt ist die Zeit, um für den Winter vorzusorgen. Dieses Eichhörnchen klettert in einem britischen Eichhörnchen-Reservat in North Yorkshire über einen Pfahl, während es nach Nahrung für die kalten Monate sucht. Die Population der Eichhörnchen auf der Insel nimmt Forschern zufolge immer weiter ab.
Inkognito: Ein Mann läuft mit einem improvisierten Halloween-Kostüm durch Hongkong - es soll eine sogenannte "Lennon Wall" darstellen, an denen Menschen mit Klebezetteln Botschaften hinterlassen können. Ein Symbol der Meinungsfreiheit. In der Stadt kam es erneut zu Konflikten zwischen Regierungskritikern und Polizisten. Viele Demonstranten sehen die Vermummung als Schutz vor einer Feststellung ihrer Personalien, vor Tränengas und Pfefferspray.
Düstere Aussichten: Über dem Strand Ondarreta in San Sebastian ballen sich dunkle Wolken, ein Mann in Badehose strebt dennoch auf den Atlantik zu. Auch im Norden Spaniens macht sich nun der Herbst bemerkbar, angekündigt sind Regen und ein Temperatursturz.
Funkenflug: Saif Abu Adira schmiedet Klingen. Der Palästinenser hat auf dem Dach seines Hauses im Gazastreifen eine kleine Werkstatt eingerichtet, um seine Familie zu ernähren. Dabei ist er eigentlich studierter Elektroingenieur.
Tanz auf dem "Ei": Das verlassene Kinogebäude in der libanesischen Hauptstadt Beirut dient inzwischen nur noch als Aussichtspunkt. Und der Blick ist nicht schlecht, wie die Al-Amin-Moschee im Hintergrund zeigt.
Mit Feuer und Galle: Dieser 10 Meter große Drache treibt gerade im französischen Calais sein Unwesen. Natürlich ist das Fabelwesen nicht aus dem Meer gekrochen - wie das Theaterstück behauptet, dessen Hauptrolle er spielt sondern ist aus Stahl und Holz gefertigt worden. Drei Tage soll er mit der Straßentheater-Kompanie La Machine durch die Straßen ziehen, danach soll er in der Stadt verharren um Touristen zu erschrecken?
Geköpft, nicht geknallt: Model Kate Peck setzt das Schwert bei einer exklusiven Eröffnung vor dem Melbourne Cup Carnival an. Der Melbourne Cup ist das höchstdotierte Langstrecken-Pferderennen der Welt.
Halloween mit Sinn: (Kunst-)Blut spielt eine große Rolle bei vielen Verkleidungen anlässlich Halloweens - schließlich wollen viele Partygänger möglichst gruselig wirken. Doch bei dieser Veranstaltung in Bangkok geht es um etwas anderes: Ein buddhistischer Mönch spendet Blut im National Blood Center. Das Personal ist während der Aktion in Thailands Hauptstadt gruselig verkleidet - zum Beispiel als "Horror Nonne".
Ross ohne Reiter? Wallach Prince of Arran grast während einer Rennpause im internationalen Pferdezentrum Werribee bei Melbourne.
Regenbogen sind etwas Schönes; wenn sie sich über den Himmel erstrecken. Hier versucht jedoch ein Demonstrant in Chiles Hauptstadt Santiago, sich gegen Tränengas und einen Wasserwerfer zu schützen, der die bunten Farben erzeugt. In Chile kommt es seit Tagen zu Protesten gegen die Regierung, die deshalb die Ausrichtung des Weltklimagipfels absagte.
Die indische Hauptstadt Neu-Delhi ist für ihre miese Luftqualität bekannt. In dieser Hinsicht unrühmlicher Höhepunkt ist in jedem Jahr das hinduistische Lichterfest Diwali, das am vergangenen Sonntag gefeiert wurde. Dann gibt es zusätzlich zum normalen Smog der Autos und Industrieanlagen noch den Rauch der gezündeten Böller. Eine sogenannte Inversionswetterlage sorgt außerdem oft dafür, dass die schlechte Luft wie unter einer Käseglocke gefangen bleibt.
Luftsprung: Benigna Munsi freut sich über die Wahl zum Nürnberger Christkind. In dieser Rolle wird sie traditionell den Christkindlesmarkt eröffnen. Die 17-Jährige wurde von einer Jury ausgewählt. Der AfD-Kreisverband München-Land kommentierte ihre Wahl mit einem rassistischen Facebook-Post, der inzwischen wieder gelöscht ist. Zahlreiche Nutzer hatten Munsi verteidigt.
Sicherheitskette: Die Polizisten im Bild sind eigentlich nicht die Hauptakteure der Szene: Hinter ihnen, angelehnt an das Gitter vor dem Völkerbundpalast in Genf, sitzen Mitglieder der kurdischen Gemeinschaft. Sie hatten sich aus Protest gegen die türkische Invasion in Nordsyrien angekettet und wurden von den Beamten losgemacht.
Feuerrot: Das sogenannte Kincade-Feuer erleuchtet den Nachthimmel im kalifornischen Weinanbaugebiet Knights Valley. Mittlerweile macht die Feuerwehr Fortschritte bei der Bekämpfung der Brände, die sich auf eine Fläche von mehr als 310 Quadratkilometern ausgebreitet hatten.
Spitze mit Schnee: Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erfreuten Rodler auf der Zugspitze. Sogar Schneefräsen kamen auf Deutschlands höchstem Berg zum Einsatz. Dabei war der Oktober nach Ansicht der Meteorologen im Durchschnitt zu warm und zu nass.
Schattenspiel: Eine Drone hat diese Kicker am Strand von Leme entdeckt. Dabei hatten die Temperaturen in Rio de Janeiro an diesem Oktobertag ein Rekordhoch von 38 Grad erreicht.
Rasselbande: Auch in vielen Zoos wird mittlerweile Halloween gefeiert. So haben die Pfleger im Zoo von Kiew die Waschbären mit einem geschnitzten Kürbis versorgt - darüber freuen sich die Besucher möglicherweise mehr als die Tiere.
In diesem Bild ist das wichtig, was nicht zu sehen ist. Helfer schirmen beim Digital-Gipfel in Dortmund die Sicht zur Bühne ab, nachdem dort Wirtschaftsminister Peter Altmaier schwer gestürzt war. Der CDU-Politiker kam vergleichsweise glimpflich davon und nahm den Unfall später mit Humor: "Ich bin schwarz und grün im Gesicht, als hätte mich Muhammad Ali verprügelt. Dennoch ist mein Gesicht nicht unbedingt ein politisches Statement."
Leuchtende Blüten: Bei Kathmandu in Nepal hat eine Frau einen Korb voller Tagetes gepflückt und sich selbst damit geschmückt. Die Blumen werden als Opfergabe und zur Herstellung von Girlanden anlässlich des hinduistischen Lichterfestes Diwali dort Tihar genannt benutzt.
Gartendeko einmal anders: Robert Sedlar kaufte dieses stillgelegte Flugzeug bei einer Auktion und ließ es auf sein Grundstück am Rande von Zagreb bringen. Die Idee dahinter: Es soll für Kindergeburtstage, Partys und andere Veranstaltungen gemietet werden können.
Farbenfroh: Eine Brücke über den Fluss Garry bei Pitlochry im schottischen Hochland führt mitten durch einen herbstlich bunten Wald bestaunt von Wanderern. Allein etwas Sonne fehlt hier, damit das Laub in all seiner Pracht aufleuchtet.
Bedrohliche Flammen: Feuerwehrleute kämpfen gegen einen Brand, der die Ronald Reagan Presidential Library im Simi Valley bedrohte - schließlich gelang es ihnen die Bibliothek zu retten. Auf dem Gelände sind der ehemalige US-Präsident Ronald Reagan und seine Frau Nancy begraben.
Abgesackt: Ein Bus rutschte in der US-Stadt Pittsburgh in ein Loch. Die Straße war abgesackt. Der einzige Passagier des Fahrzeugs wurde leicht verletzt. Die Behörden untersuchen den Vorfall.
Versunkene Stadt: Der Kirchturm von Alt-Graun ragt aus dem Reschensee in Südtirol. Der "versunkene Turm" gilt als Wahrzeichen des Vinschgaus. Das Dorf wurde 1950 im Rahmen eines Staudammprojekts vollständig überflutet.
Die Eisberge in der Gletscherlagune Jökulsarlon sind ein beliebtes Ziel für Touristen im Süden Islands. Auf der Insel hat sich die Zahl der Touristen innerhalb von acht Jahren verfünffacht. Die Regierung will in Zukunft auch bisher weniger besuchte Regionen des Landes gezielt bewerben, damit sich die Gäste nicht nur an wenigen Hotspots wie diesem ballen.
Vom Diwali-Fest war vorhin schon einmal die Rede, als es um den Smog in Neu Delhi ging. Dieses Bild, es ist eine Langzeitbelichtung, zeigt einen startendes Flugzeug am Himmel über der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu: Auch dort wird das Fest gefeiert, allerdings unter dem Namen Tihar.