Die Bilder Woche Luft nach oben
Farbe gegen Panzer: Ein Palästinenser bewirft einen Bulldozer der israelischen Armee mit einer mit Farbe gefüllten Flasche. Er war nicht der einzige, der in der Stadt Kfar Qaddum im besetzten Westjordanland gegen die israelische Expansionspolitik protestierte. Dort kam es zu erneuten Ausschreitungen.
Opfer des Krieges: Ein verwundetes Mädchen blickt in Douma, östlich der syrischen Hauptstadt Damaskus, direkt in die Kamera. Dort haben Rebellen ein provisorisches Krankenhaus eingerichtet. Bei einem Luftangriff des syrischen Militärs wurden nach Angaben einer Beobachtungsstelle mindestens 20 Menschen verletzt. Erst sechs Tage zuvor waren bei einem Angriff des Regimes mehr als 100 Menschen getötet worden - der Militärschlag wurde international verurteilt.
Von beiden Seiten: Ein mazedonischer Soldat und ein Flüchtling ziehen an der Jacke eines verwundeten Jungen. An der Grenze zwischen Mazedonien und Griechenland war es zu Tumulten gekommen, nachdem Mazedonien den Übergang geschlossen hatte. Als die meist aus Syrien stammenden Flüchtlinge die Grenze durchbrachen, feuerten die Sicherheitskräfte Blendgranaten ab. Tausende Flüchtlinge gelangten dennoch auf ihren Weg weiter nach Serbien.
Geschafft I: Ein Geflüchteter zeigt am Strand von Lesbos, Griechenland, mit beiden Händen stolz das Victory-Zeichen. Die Sicherheitsweste hat er noch umgeschnallt - wie Tausende andere kam er in einem Schlauchboot über das Meer nach Griechenland.
Was diese junge Familie wohl erwartet? Eine Frau ist mit ihren Kindern in einen Bus gestiegen. Sie sind - endlich - auf dem griechischen Festland gelandet. Vom Hafen von Piräus aus geht die ungewisse Reise der Flüchtlinge weiter.
Einfach nur erledigt: Eine Mutter schläft mit ihrem kleinen Kind auf der Erde vor der Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber in Berlin. Täglich kommen Tausende Flüchtlinge in der Bundesrepublik an. Ihre Registrierung, Verteilung und Unterbringung stellt die Behörden vor eine gewaltige Aufgabe. Immer wieder bitten vor allem die Länder um mehr Mittel, Personal, Unterstützung.
Bei den Menschen sein: Während in Heidenau und anderswo Ausländerfeinde gegen Flüchtlinge pöbeln (oder Schlimmeres), versuchen die Spitzenpolitiker des Landes demonstrativ, Präsenz zu zeigen. Hier besucht Bundespräsident Joachim Gauck eine Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Rathaus in Berlin-Wilmersdorf.
Zurück in die Heimat: Eine afghanische Frau hält in Quetta ihr Kind auf dem Arm. Rund 1,5 Millionen Flüchtlinge halten sich derzeit in Pakistan auf, die meisten stammen aus Afghanistan. Viele von ihnen kehren nun zurück. Allerdings nicht, weil sich die Lage in ihrem Herkunftsland so entscheidend verbessert hätte. Vielmehr drängen sie die pakistanischen Behörden zur Ausreise.
Geschafft II: Drei Studentinnen posieren während der Abschlussfeier der Technischen Hochschule Palästina für ein Selfie. Die Feier findet im Flüchtlingscamp Al-Aroub (nahe Hebron) im Westjordanland statt.
Zähne zeigen: Der US-Amerikaner Omar Craddock posiert in der Dreisprung-Qualifikation bei der Leichtathletik-WM in Peking. Trotz eindrucksvoller Verzierungen an den Zähnen reichte es nicht für das Podest, im Finale belegte er Platz vier.
Unwetter: Blitze durchzuckten während eines abendlichen Unwetters den Himmel über Port-au-Prince, der Hauptstadt Haitis. Derartige Ereignisse sind für die Bewohner des Inselstaats nicht ungewöhnlich - das Klima in Haiti ist tropisch. Immer wieder treffen auch Wirbelstürme das Land zwischen Karibischen Meer und Atlantik.
Zeigt her eure Füße! Dru Collie, Direktor der Nichtregierungsorganisation "Sole Hope", sitzt in einem Kreis von Kindern in Uganda. Sie haben gerade neue Schuhe bekommen, denn die Organisation arbeitet daran, Erkrankungen durch Sandflöhe zu behandeln und vorzubeugen - Schuhe tragen ist eine der Maßnahmen. Die wenigsten der Betroffenen können sich feste Schuhe leisten.
Banger Blick nach Asien: Wenn Börsenhändler auf Monitore starren, brechen meist irgendwo die Kurse ein. Zu Wochenbeginn war es Chinas nachlassendes Wachstum, das auch US-Börsen wie die New York Stock Exchange auf Talfahrt schickte. Im Wochenverlauf stabilisierten sich die Finanzmärkte wieder, doch die Sorge um China bleibt.
Anspannung vor dem harten Urteil: Der ukrainische Filmemacher Oleg Sentsow (l.) und Aktivist Alexander Kolchenko warten in einem Glaskäfig auf den Spruch des Richters. Sie müssen sich in Rostow am Don wegen angeblich terroristischer Umtriebe verantworten, die im Wesentlichen in Kritik an der russischen Annexion der Krim bestanden. Trotz internationaler Missbilligung endete der Schauprozess mit empfindlichen Strafen. Sentsow muss 20 Jahre in Haft, Kolchenko halb so lange.
Umarmung, die Erste: Am 24. August feiert die Ukraine ihren Unabhängigkeitstag, da wird natürlich in Kiew kräftig marschiert. Vor der großen Show in der Hauptstadt herzt dieser Soldat noch rasch seine Freundin. Der Termin war in diesem Jahr überschattet von den Spannungen mit Russland. Trotz einer Waffenruhe gibt es im Osten des Landes immer wieder Gefechte mit Toten und Verletzten.
Umarmung, die Zweite: Frankreichs Präsident François Hollande ehrt einen der Männer, die in einem Thalys-Schnellzug vermutlich ein Blutbad verhindert haben. Ein mutmaßlicher Attentäter hatte den Zug, der auf dem Weg von Paris nach Amsterdam war, schwer bewaffnet betreten. Er wurde jedoch von einer Gruppe US-Soldaten überwältigt, bevor er ein Attentat verüben konnte.
Handshake der Erzfeinde: Hohe Vertreter von Nord- und Südkorea haben sich auf einen Versuch der Entspannung zwischen beiden Ländern verständigt. Zuletzt war der Dauerkonflikt wieder hochgekocht, dabei ging es auch um Lautsprecherdurchsagen an der gemeinsamen Grenze. Zuerst hatte der Süden die Propaganda-Beschallung wieder aufgenommen, drehte das Regime in Pjöngjang ebenfalls die Boxen auf.
Feuer und Flamme: Diese Inthronisation findet auf der Red Head Convention in Crosshaven, Irland, statt. Die Königin der Rotschöpfe aus dem vergangenen Jahr krönt den König des Jahres 2015. Neben der Wahl des Königspaars finden bei diesem Treffen auch ein Wettbewerb im Karottenwerfen und die Wahl des schönsten roten Hundes statt.
Schön still halten: Ein Junge transportiert seine Schafe auf einem Floß über das Wasser im Morigaon-Bezirk im indischen Bundesstaat Assam. Dort sind mehr als 300.000 Menschen von Überschwemmungen betroffen, die durch heftigen Regen ausgelöst wurden.
Luft nach oben: Der Blick aus der Sprunggrube in den Himmel über Peking. Bei der Leichtathletik-WM meistert gerade Benjamin Compaoré die Qualifikation im Dreisprung. Im Finale war die Konkurrenz besser, der Franzose landete nur auf dem zwölften Platz.
Was ist hier los? Ein Hund beobachtet von einem Fenster aus eine Polizeipatrouille. Die Beamten waren unterwegs, nachdem zwei Gruppen im indischen Ahmedabad aneinandergeraten waren. Zu dem Vorfall kam es, nachdem Zehntausende Mitglieder der Händler- und Landbesitzerkaste der Patel aus einem ungewöhnlichen Grund protestierten: Sie wollen offiziell als "rückständig" anerkannt werden, um begehrte Posten und Studienplätze zu bekommen.
Wenn die Inder demonstrieren, dann richtig: Zehntausende sind in Ahmadabad, im Westen des Landes, auf die Straße gegangen. Sie fordern staatliche Förderung unter anderem im Bildungssektor und für den Arbeitsmarkt.
Ein junger Mann rutscht in Kuwait auf einer Wasserrutsche, die mit ihrer Strahlenform an die Sonne erinnert.
Beten für den jungen Verstorbenen: Dorfbewohner von Khandipora gedenken Javed Ahmed Dar. Der junge Mann war am 25. August in seinem Haus von Unbekannten erschossen worden. Der Ort liegt in der Kaschmir-Region. Das Gebiet wird von Indien, China und Pakistan gleichermaßen beansprucht. Der Konflikt schwelt schon seit vielen Jahren, immer wieder kommt es zu gewaltsamen Zwischenfällen.
Grenzerfahrung: Kolumbianer überqueren mit ihrem Hab und Gut den Tachira-Grenzfluss. Für die meisten von ihnen ist es nicht das erste Mal, dass sie diesen Weg gehen. Sie kommen aus Venezuela, wo viele von ihnen über Jahre illegal gelebt haben. Doch nun hat der dortige Präsident Nicola Maduro den Migranten den Kampf angesagt. Grenzübergänge wurden geschlossen, zahlreiche Behelfsbrücken über den Fluss abgerissen. Maduros Offensive hat zu deutlichen diplomatischen Spannungen zwischen beiden Ländern geführt.
Schafsköpfe: In diesem Fall möchte keines der drei Tiere zurückstecken und den Fensterplatz freigeben. Die Schafe sind in einem Auto in der nordindischen Stadt Srinagar unterwegs.
Loch in der Straße: Dieser große Erdrutsch in Baguio auf den Philippinen ist eine Folge des Wirbelsturms Goni. Der Taifun hat fast tausend Häuser zerstört.
Heiliges Nass: Ein Hindu badet im Godavari Fluss in Nasik, Indien. Dieses Ritual ist Teil der traditionellen Waschung zum Kumbh Mela Fest, einem der größten religiösen Feste des Hinduismus. Millionen von Besuchern werden zu der Veranstaltung erwartet, die bereits Mitte Juli begonnen hat und bis Ende September geht.
Höhenflug: Ein iranischer Junge springt in einen Pool in der Stadt Shahre-Ray. Bei Temperaturen von mehr als vierzig Grad strömen die Iraner zu diesem Becken, um sich in dem Wasser abzukühlen, das von einer nahgelegenen Quelle kommt.
Erosionsgefahr: Ein Lastwagen durchfährt die Feuchtbiotope von Plaquemines Parish, einem Distrikt im US-Bundesstaat Louisiana. Im Übergang von trockenen zu feuchten Ökosystemen bieten derartige Zonen Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen. Während Hurrikan Katrina 2005 eine Sturmflut in die Region brachte, wirkten die Feuchtgebiete wie ein Puffer. Zehn Jahre nach der Katastrophe kämpft das Land gegen den Schwund der wertvollen Flächen.