Knochensplitter Großes Dino-Kino
Gestatten, Pteranodon: Da graut es den Fachmann, doch das Publikum gruselt sich wohlig. Im Film von 1933 legte sich King Kong nicht nur mit Doppeldecker-Flugzeugen an, sondern auch mit Flugsauriern, einem T-Rex und einem Stegosaurus.
Unmögliche Begegnungen: In "Brute Force" treffen Höhlenbewohner auf Saurier - welcher Art auch immer. Schlabbert da ein veganer Raubsaurier, oder eher ein martialisch auftretendes Iguanodon? Man weiß es nicht, es kommt aber auch nicht drauf an: Der gemeine Saurier an sich soll nicht mehr, als Schrecken erregen. Das schafft er schon in seinem ersten Film-Auftritt von 1913.
Knuddelige Konkurrenz: "Gertie" von 1914 stilisierte erstmals einen Saurier als süßes, nur arg groß geratenes Haustierchen. Mit Gertie hatte sich Filmmacher Winsor McCay genau die richtige Art dafür ausgesucht: Aus unerfindlichen Gründen sind es bis heute vor allem die langhalsigen Sauropoden, die zu Stofftieren und Kinderfilmhelden verarbeitet werden.
Godzilla: Auf die Größe kommt es an, fanden 1954 Ishirō Honda und Tomoyuki Tanaka, als sie ihren verstrahlten T-Rex auf Wolkenkratzer-Höhe aufpumpten. Stimmt in dem Fall - es erleichtert die Planierung von Großstädten. Für Cineasten eine Allegorie auf Atomkraft und Katstrophen, für den Rest ein Heidenspaß.
Auf die Größe kommt es an, nur anders als bisher gedacht: In Jurassic Parl lernten wir, dass kleine, intelligente Raptoren viel beägstigender sind als ein großer tumber T-Rex. Das machte das Bild vom Raubdino realistischer - wenn man davon absieht, dass Spielbergs Velociraptoren den falschen Kopf trugen und keine Federn. Das will er leider auch in Teil Vier wohl so beibehalten.