Gefährliche Schulwege "Lauf, lauf, schneller"
Bus, Fahrrad, Bahn? Pah! Carlito und Micaela reiten zur Schule. Die Geschwister wohnen in Patagonien, Argentinien. 18 Kilometer ist ihr Schulweg lang. Die beiden werden - neben anderen Kindern aus unterschiedlichen Ländern- in dem Dokumentarfilm "Auf dem Weg zur Schule" porträtiert. mehr...
Jackson und Salome aus Laikipia in Kenia müssen sich ihren Schulweg vorbei an Elefanten- und Giraffenherden bahnen. Jährlich werden Schulkinder hier von Elefanten getötet. Deshalb schaut der Lehrer jeden Morgen, ob jemand fehlt.
Für den 11-jährigen Jackson beginnt der Weg zur Schule mit aufwändigen Vorbereitungen: Am Tag zuvor gräbt er ein Loch in den Savannenboden und schöpft Wasser. Mit einem Teil des Wassers wäscht er seine Schuluniform, den anderen füllt er für sich und seine Schwester Salome in Kanister, damit sie für den langen Tag versorgt sind.
Pascal Plisson mit Jackson und Salome: Der französische Dokumentarfilmer hat auf seinen Reisen durch die Welt immer wieder Kinder am Straßenrand, in der Savanne oder in den Wäldern getroffen. Er habe aber lange nicht erkannt, was sie für Anstrengungen unternehmen, um zur Schule gehen zu dürfen, sagt er. "Das zu sehen, machte mich nachdenklich. Vielleicht, weil ich selber früh die Schule verlassen habe, um die Welt zu sehen und auch nie studiert habe. Vielleicht, weil meine Töchter schon stöhnen, wenn sie morgens überhaupt aufstehen müssen."
22 Kilometer Fußmarsch durch das marokkanische Gebirge: Zahira (links) und ihre Freundinnen laufen jeden Montagmorgen über Bergpässe zur Schule und am Freitag wieder zurück. Im Winter ist dieser Weg besonders hart.
Schulbesuch gegen alle Widrigkeiten: Gabriel und Emmanuel aus Indien schieben ihren Bruder Samuel jeden Tag in seinem Rollstuhl zur Schule, eine Stunde dauert der Weg.
Samuel in der Schule. "Diese drei Kinder haben eine unglaubliche Macht: Sie haben Humor und sind den ganzen Tag über fröhlich. Das ist gelebte Solidarität. Es ist eine Hymne an das Leben", sagt Regisseur Plisson.