Die größten Akteure im Kalimarkt - DER SPIEGEL
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Milliardenspiel Die größten Akteure im Kalimarkt

Jahrelang versprach Kali den wenigen Herstellern des Düngemittels sichere Gewinne. Jetzt ist der Markt im Umbruch. Ein Überblick über die größten Akteure.
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K+S ist der einzige Rohstoffkonzern im Dax und der einzige große Kalilieferant aus Westeuropa. Wegen vergleichsweise hoher Produktionskosten gilt das Unternehmen aus Kassel aber als besonders anfällig, sollten die Kalipreise spürbar fallen. Das hat ...

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa
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Uralkali aus Russland angekündigt, mit einer Produktion von 9,1 Millionen Tonnen 2012 Weltmarktführer und fast doppelt so groß wie K+S. Uralkali will seine Produktion schon im kommenden Jahr auf 13 Millionen Tonnen steigern. Größtes Plus ist die direkte Bahnverbindung nach China. Konzernchef Wladislaw Baumgertner erklärt den Abschied von der bisherigen Strategie, dem Preis Vorrang vor der Absatzmenge zu geben. Kali dürfte bis Jahresende nach seiner Prognose um ein Viertel billiger werden. Hintergrund ist ein Zerwürfnis mit ...

Foto: SERGEI KARPUKHIN/ REUTERS
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...Belaruskali. Das weißrussische Staatsunternehmen, nach produzierter Menge die globale Nummer zwei, bildete bislang mit Uralkali das Exportbündnis BPC. Zusammen mit dem kanadischen Kartell Canpotex waren 80 Prozent des weltweiten Kaliexports in diesem Duopol versammelt, was für stabile (hohe) Preise und hohe Margen sorgte. Die Russen geben die Schuld für das Platzen des Bündnisses den Weißrussen, deren...

Foto: VASILY FEDOSENKO / REUTERS
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...Präsident Alexander Lukaschenko noch kurz zuvor von einem bevorstehenden Abkommen mit Russland gesprochen hatte. Zwischen den Zeilen der Mitteilung stand jedoch, dass der klamme Staat vor allem auf größere Absatzmengen setzt. Weißrussland hat sich mit einem katarischen Chemikalienhändler zusammengeschlossen und sucht zudem sein Glück in Brasilien. Lukaschenkos Zorn über das Ende der Allianz...

Foto: Tatyana Zenkovich/ picture alliance / dpa
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Nicht erfreut dürfte auch Uralkali-Großaktionär Sulejman Kerimow sein. Seine Aktien verloren drastisch an Wert. Der von Kerimow gesponserte Fußballverein Anshi Machatschkala musste zuletzt seine Strategie von teuren Zukäufen auf lokale Talente ändern.

Foto: Yuri Kochetkov/ picture alliance / dpa
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Auch andere russische Oligarchen hängen am Kalimarkt. Andrej Melnitschenko (im Bild seine Yacht "A" in Singapur) war lange Großaktionär von K+S, das Dax-Unternehmen half ihm aber nicht beim Eintritt in den Kalimarkt. So versucht sein Düngemittelhersteller Eurochem jetzt im Alleingang, mit zwei neuen Bergwerken in den Markt vorzudringen, der höhere Profite als die anderen Düngemittel Phosphat und Stickstoff verspricht.

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K+S versucht derweil sein Glück in Kanadas Prärie, wo sich bereits andere Branchengrößen tummeln. Marktführer Potash Corp. of Saskatchewan besitzt nach eigenen Angaben die weltgrößte Kapazität - mit einem angekündigten Wachstum auf 17 Millionen Tonnen bis 2015, das bereits zu 90 Prozent bezahlt sei.

Foto: HO/ AFP
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Der US-Konzern Mosaic (Jahresproduktion 2012: 7,1 Millionen Tonnen) ist ebenso wie der eher auf Stickstoff und Phosphat fokussierte Hersteller Agrium Teil des Exportkartells Canpotex.

Foto: DAVID STOBBE/ Reuters
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Zu den etablierten Kalilieferanten zählt auch Israel Chemicals, das aus dem Toten Meer Kali gewinnt, aber auch kleine Bergwerke in England und Spanien besitzt. Eine Übernahme durch Potash verbot die israelische Regierung.

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Bislang eher unbedeutend (rund 500.000 Tonnen) ist die Kaliproduktion des brasilianischen Eisenerzriesen Vale. Die Brasilianer planen aber Investitionen von zehn Milliarden Dollar, um in der Heimat und in Argentinien große Kalilager zu erschließen. In Südamerika werden wegen die weltweit höchsten Kalipreise erzielt. Auch andere Bergbaukonzerne spielen mit dem Markteintritt. BHP Billiton prüft, für 14 Milliarden Dollar das weltgrößte Kalibergwerk in Kanada zu errichten. Vorübergehend sinkende Preise stören angeblich nicht das Kalkül.

Foto: ALEXANDRE MOTA/ AFP
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