Die größten Elfmeter-Helden der WM-Geschichte - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Von Schumacher bis Krul Die größten Elfmeter-Helden der WM-Geschichte

Mit zwei gehaltenen Elfmetern wurde Tim Krul zu Hollands Held im Viertelfinale gegen Costa Rica. In der WM-Geschichte gibt es viele weitere Torhüter, die in einem Elfmeterschießen gleich zweimal parierten - ein Keeper wehrte sogar drei Versuche ab.
1 / 14

Deutschland vs. Frankreich, WM 1982, Halbfinale: Es war das erste Elfmeterschießen in der Geschichte von Fußball-Weltmeisterschaften - und es war ein dramatisches. Uli Stielike hatte für Deutschland vergeben, doch Harald "Toni" Schumacher hielt unmittelbar danach gegen Didier Six. Nach jeweils fünf Schützen stand es 4:4, dann parierte Schumacher auch noch den Elfmeter von Maxime Bossis. Horst Hrubesch schoss die DFB-Elf schließlich ins Finale, das Italien 3:1 gewann.

Foto: AFP
2 / 14

Argentinien vs. Jugoslawien, WM 1990, Viertelfinale: Eigentlich war Sergio Goycochea nur als argentinischer Ersatztorwart zur WM nach Italien gefahren. Doch dann verletzte sich Stammkeeper Nery Pumpido im Gruppenspiel gegen die UdSSR, Goycochea wurde die Nummer eins und im Viertelfinale zu Helden. Er parierte die Elfmeter von Dragoljub Brnovic und Faruk Hadzibegic. Halbfinale - und dort gab es die nächste Goycochea-Show.

Foto: Karl-Heinz Kreifelts/ AP
3 / 14

Argentinien vs. Italien, WM 1990, Halbfinale: Nach sechs Schützen stand es zwischen Argentinien und Italien 3:3, dann trat für die Gastgeber Roberto Donadoni an - und scheiterte an Goycochea. Maradona traf anschließend für Argentinien, Goycochea hielt auch noch gegen Aldo Serena (Foto) und sicherte seinem Team den Finaleinzug. Im Endspiel verlor Argentinien gegen Deutschland aber 0:1, Andreas Brehme konnte Goycochea bezwingen - per Elfmeter.

Foto: Karl-Heinz Kreifelts/ AP
4 / 14

Bulgarien vs. Mexiko, WM 1994, Achtelfinale: Bulgarien? WM 1994? Da war doch was? Richtig, gegen das Land schied Deutschland im Viertelfinale aus. Dass es überhaupt zu diesem Duell kommen konnte, hatten die Bulgaren ihrem Torwart Borislaw Michajlow, hier gegen Schwedens Henrik Larsson, zu verdanken. Im Achtelfinale gegen Mexiko hielt er die Elfmeter von Marcelino Bernal und Jorge Rodríguez.

Foto: Daniel Garcia / AFP
5 / 14

Schweden vs. Rumänien, WM 1994, Viertelfinale: Die Weltmeisterschaft 1994 in den USA war die WM der Außenseiter. Neben Bulgarien erreichte auch Schweden das Halbfinale - dank Torwart Thomas Ravelli. Der parierte im Elfmeterschießen erst gegen Dan Petrescu und schließlich gegen Miodrag Belodedici.

Foto: REUTERS
6 / 14

Argentinien vs. England, WM 1998, Achtelfinale: Über England und Elfmeterschießen ließe sich ja ein ganzes Buch schreiben. Ein Kapitel wäre dann das WM-Aus 1998, als der argentinische Torwart Carlos Roa erst gegen Paul Ince und dann gegen David Batty parierte. Englands Keeper David Seaman hielt auch einen Elfmeter, den von Hernan Crespo, doch das reichte nicht.

Foto: PATRICK KOVARIK/ AFP
7 / 14

Brasilien vs. Niederlande, WM 1998, Halbfinale: Ronaldo, Frank de Boer, Rivaldo, Dennis Bergkamp, Emerson - die ersten fünf Schützen hatten allesamt verwandelt, dann trat Phillip Cocu an. Der Niederländer scheiterte an Claudio Taffarel, der anschließend auch noch den Elfmeter von Ronald de Boer hielt (Foto) und Brasilien ins Finale brachte. Dort scheiterten die Südamerikaner allerdings an Gastgeber Frankreich (0:3).

Foto: Lutz Bongarts/ Bongarts/Getty Images
8 / 14

Spanien vs. Irland, WM 2002, Achtelfinale: Als gerade mal 21-Jähriger bewahrte Iker Casillas Spanien vor dem Achtelfinal-Aus. Gegen Irland parierte "San Iker" die Elfmeter von David Connolly und Kevin Kilbane. Der Jubel bei den Spaniern währte aber nur kurz: Im Viertelfinale gegen Gastgeber Südkorea kam es erneut zum Elfmeterschießen, diesmal hatte Casillas kein Glück, Südkorea setzte sich durch.

Foto: Mike Stobe / AFP
9 / 14

Ukraine vs. Schweiz, WM 2006, Achtelfinale: Bei der WM in Deutschland lieferten die Ukraine und die Schweiz ein besonders erinnerungswürdiges Elfmeterschießen: Von den sieben Profis, die vom Punkt antraten, verwandelten nur drei. Das lag auch an Olexandr Schowkowskyj. Der Keeper hielt gegen Marco Streller und Ricardo Cabanas. Zudem vergaben Tranquillo Barnetta (Schweiz) und Andrej Schewtschenko (Ukraine). Endstand: 0:3 aus Sicht der Schweizer.

Foto: Martin Rose/ Bongarts/Getty Images
10 / 14

Deutschland vs. Argentinien, WM 2006, Viertelfinale: Es war das Elfmeterschießen von Jens Lehmann und seinem berühmten Zettel. Im Berliner Olympiastadion parierte der deutsche Torwart erst gegen Roberto Ayala und dann gegen Esteban Cambiasso. Unvergessen auch der Sprint von David Odonkor nach dem entscheidenden Elfmeter, als er gefühlt 30 Meter vor seinen Teamkollegen bei Lehmann war.

Foto: Martin Rose/ Bongarts/Getty Images
11 / 14

Portugal vs. England, WM 2006, Viertelfinale: Portugals Ricardo schaffte, was bislang keinem anderen WM-Torwart gelungen ist - er hielt im Elfmeterschießen dreimal. Nacheinander verzweifelten Frank Lampard, Steven Gerrard und Jamie Carragher (Bild) an dem damals 30-Jährigen. Im Halbfinale scheiterte sein Team an Frankreich, im Spiel um Platz drei patzte Ricardo dann bei einem Treffer Bastian Schweinsteigers.

Foto: ODD ANDERSEN/ AFP
12 / 14

Uruguay vs. Ghana, WM 2010, Viertelfinale: Es war ein Skandalspiel: Nur weil Luis Suárez einen Ball auf der Torlinie mit der Hand abwehrte und Asamoah Gyan den fälligen Strafstoß an die Latte setzte, konnte sich Uruguay gegen Ghana ins Elfmeterschießen retten. Dort wurde Fernando Muslera zum Helden: Erst parierte er einen schwachen Versuch von John Mensah, dann hielt er den Schuss von Dominic Adiyiah - jenem Ghanaer, dessen sicheren Kopfballtreffer Suárez zuvor so unfair verhindert hatte.

Foto: Fernando Vergara/ AP
13 / 14

Brasilien vs. Chile, WM 2014, Achtelfinale: Er hielt Brasiliens Traum vom WM-Titel im eigenen Land am Leben. Júlio César, 34, verhinderte mit Paraden gegen Chiles Mauricio Pinilla und Alexis Sánchez das frühe Aus des Top-Favoriten. Anschließend feierten ihn seine Mitspieler und Millionen Brasilianer, vor TV-Kameras brach César in Tränen aus.

Foto: Jose Coelho/ dpa
14 / 14

Niederlande vs. Costa Rica, WM 2014, Viertelfinale: Eigentlich gilt Tim Krul nicht als "Elfmeterkiller". 20 Mal war der Niederländer in seiner Karriere angetreten, um einen Treffer vom Punkt zu verhindern, nur zweimal gelang es ihm. Trotzdem brachte ihn Trainer Louis van Gaal gegen Costa Rica eigens für das Elfmeterschießen für Stammkeeper Jasper Cillessen - und machte damit alles richtig. Krul parierte gegen Bryan Ruiz und Michael Umaña, die Niederlande treffen nun im Halbfinale auf Argentinien.

Foto: MARCOS BRINDICCI/ REUTERS
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?