Kanarische Insel La Graciosa Weiße Strände, raue Vulkanlandschaften
Lanzarotes Schwester: La Graciosa ist die kleinste bewohnte Insel der zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln im Atlantischen Ozean. La Graciosa bedeutet: die Anmutige.
Morgens um zehn Uhr im Hafen von La Graciosa: Noch ist es friedlich auf der Insel, die kaum jemand kennt. Auf den Bänken vor dem Fährbüro sitzen ein paar alte Männer mit traditionellen Strohhüten und plaudern.
20 Minuten später legt die Fähre von Orzola auf Lanzarote an und an die hundert Touristen strömen von Bord. Die ersten peilen schnurstracks Immas Fahrradverleih an.
Die meisten Besucher sind Tagesgäste und schaukeln abends über die Meerenge mit dem kleinen Schiff zurück auf die berühmtere Nachbarinsel Lanzarote.
Unterhalb des 157 Meter hohen Vulkanbergs Bermeja liegt die lange Playa de las Conchas. 600 Meter Puderzuckersand, türkisblaues Meer, das mit weißen Schaumkronen auf den Wellen an den Strand schwappt - und gerade mal eine Handvoll Badelustiger.
Wandern lässt es sich gut auf der Insel La Graciosa: etwa vorbei an zwei Vulkanen. Nachdem man den Vulkan Montaña Bermeja südlich umgangen hat, trifft man einige Kilometer weiter auf eine verlassene und relativ weite Dünenlandschaft.
Caleta de Sebo ist der größte Ort auf La Graciosa: Er ist auch der einzig bewohnte Ort auf dem 27 Quadratkilometer großen Inselchen. Sonst gibt es nur noch das einstige Fischerdorf Pedro Barba.
Die Hafenpromenade ist der Catwalk von Caleta: Die Einheimischen sitzen auf dem Mäuerchen zum täglichen Tratsch.
Chillen und Grillen: Im Dorf kann man bei einem eisgekühlten Tinto de Verrano (Rotwein mit Fanta) wie die Insulaner fühlen, für die Eile und Stress Fremdwörter sind.
Weiße Häuser sind typisch in Spanien: Diese Straße könnte von der Architektur her auch auf Lanzarote, Ibiza oder dem spanischen Festland liegen. Doch dort wären die Straßen nicht so leer.