Rennfahrer Glock Königsklasse adé, DTM olé
Start in die erste komplette Formel-1-Saison: 2008 bildeten Timo Glock, Jarno Trulli und Testfahrer Kamui Kobayashi (v.l.) das Gespann bei Toyota. Glock war bereits in der Saison 2004 in der Formel 1 am Start, als er zeitweise im Jordan-Cockpit saß und vier Rennen absolvierte.
Im Toyota gelang Glock der Durchbruch. Schon in seiner ersten Saison bei den Japanern zeigte der Deutsche sehr gute Leistungen und fuhr beim Großen Preis von Ungarn sogar aufs Podest, als er Zweiter wurde.
Dieses Kunststück wiederholte er eine Saison später, als er beim Großen Preis von Singapur Zweiter hinter Renault-Pilot Fernando Alonso wurde. Sowohl 2008 als auch 2009 wurde Glock im WM-Klassement Zehnter.
Ab der Saison 2010 ging Glock für den Rennstall Virgin Racing an den Start. Am Ende landete der Deutsche in der Gesamtwertung auf dem 23. Rang. 2011 reichte es für Glock dann nur noch zu Platz 25.
Auch 2012 hielt Glock Virgin die Treue. Das Team änderte allerdings den Namen und ging ab sofort als Marussia F1 auf die Strecke. Sein bestes Saisonergebnis erzielte Glock mit dem 12. Platz beim Großen Preis von Singapur. In der Endabrechnung reichte es aber nur zu Platz 20. Anfang 2013 kam es dann zur Trennung: Glock und Marussia gaben die einvernehmliche Vertragsauflösung des Deutschen bekannt. Der Rennstall brauchte einen Fahrer, der zahlungskräftige Sponsoren mitbringt, um seine finanziellen Probleme zu lösen, Glock bekam eine Abfindung.
Trotz des Formel-1-Aus' bleibt Glock dem Motorsport erhalten. Für die Saison 2013 untersschrieb er einen Vertrag bei BMW für die DTM.
Glock ist nicht der erste ehemalige Formel-1-Pilot, der sich nach seiner Karriere in der "Königsklasse" des Motorsports in der DTM versucht. Vor ihm probierte es bereits Heinz-Harald Frentzen. Der Mönchengladbacher fuhr für Opel (2004-2005) und Audi (2006). Einen Sieg konnte Frenzen in den drei Jahren allerdings nie feiern - viermal schaffte er es zumindest aufs Podest.
Auch der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen (1998, 1999) versuchte sein Glück in der DTM. Von 2005 bis 2007 holte der Finne in 31 Rennen drei Siege für Mercedes.
Weniger erfolgreich verlief das Engagement von David Coulthard. Der Formel-1-Vizeweltmeister von 2001 schaffte es in 31 Rennen für Mercedes nicht einmal aufs Podium (2010-2012) in der DTM.
Nicht viel besser als Coulthard erging es Ralf Schumacher. Nach seiner Zeit in der Formel 1 gelang dem Deutschen zwischen 2008 und 2012 nicht ein einziger Sieg in der DTM. Vor dem Saisonauftakt 2013 gab Schumacher sein Karriereende als aktiver Rennfahrer bekannt - nun arbeitet er bei den Mercedes-DTM-Teams als Fahrer-Coach.