Die Linke Hoffen aufs Programm
Klaus Ernst: Der Chef der Linken beklagte sich zuletzt über interne Querelen: "Von einer geschlossenen Partei sind wir himmelweit entfernt." Von dem Grundsatzprogramm, das auf dem Parteitag in Erfurt verabschiedet werden soll, erhoffen sich die Genossen eine Versöhnung der verfeindeten Lager - aber manche Passagen des Papiers sind zwischen reformorientierten Sozialisten und Vertretern des orthodoxen Flügels umstritten.
Linke-Co-Chefin Gesine Lötzsch: Die Berlinerin sorgte mit einer Kommunismusdebatte für Ärger in der Partei.
Ex-Linke-Chef Oskar Lafontaine: Beim Parteitag in Erfurt wird eine Rede des Saarländers erwartet. Zuletzt hatten sich Vertreter des fundamentalistischen Flügels für eine Rückkehr des 68-Jährigen auf die bundespolitische Bühne stark gemacht. Lafontaine hatte sich nach einer Krebserkrankung von seinen Ämtern als Partei- und Fraktionschef zurückgezogen - fühlt sich nach einer Operation nach eigenen Angaben aber wieder fit.
Parteivize Sahra Wagenknecht: Die Vertreterin des Linksaußen-Flügels wird inzwischen für höhere Aufgaben gehandelt. So brachte sie etwa Bodo Ramelow, Fraktionschef der Linken in Thüringen, als Teil einer künftigen Doppelspitze für die Partei ins Gespräch.