Cash-Reserven Die Milliardenschätze der IT-Riesen
Finanziell gehört Facebook zwar noch nicht zu den ganz großen Technologiekonzernen der USA. Dennoch verfügt Facebook-Chef Mark Zuckerberg schon jetzt über gut zehn Milliarden Dollar an Barbeständen und kurzfristig verfügbarem Anlagekapital.
Knapp davor liegt derzeit noch der Chiphersteller Intel, der seinen Bestand an Barmitteln und kurzfristigen Finanzanlagen zuletzt mit rund 10,5 Milliarden Dollar (7,8 Milliarden Euro) bezifferte. Damit verfügt Intel-Boss Paul Otellini über eine ähnliche Reserve wie...
...der Chef von IBM, Sam Palmisano. Das Urgestein unter den US-Techgiganten hatte zuletzt 12,8 Milliarden Dollar (9,5 Milliarden Euro) auf der hohen Kante.
Trotz der Probleme im PC-Geschäft und anstehendem De-Listing von der New Yorker Börse gehört auch der von Michael Dell gegründete Computerversandpionier Dell mit 18,2 Milliarden Dollar (13,5 Milliarden Euro) Reserven zu den Cash-Silos der US-Technologiekonzerne.
Im Vergleich zum Softwarekonzern Oracle sind diese Beträge aber noch klein. Ende 2012 verfügte Oracle-Gründer Larry Ellison über einen Barmittel- und Finanzanlagenbestand von rund 33,6 Milliarden Dollar (25 Milliarden Euro) - obwohl Oracle sein Wachstum zum großen Teil über eine aggressive Expansion und die Übernahme zahlreicher Firmen antreibt.
Eher im Hintergrund tätig, doch eine Cash-Cow par excellence ist der US- Netzwerkausrüster Cisco. Barmittel und kurzfristige Finanzanlagen von rund 45 Milliarden Dollar (33,5 Milliarden Euro) sind ein ordentliches Polster. Auch hier spekulieren Anleger auf eine mögliche Ausschüttung: Der Aktienkurs von Cisco ist zuletzt stark gestiegen.
Noch mehr Geld auf der hohen Kante hat inzwischen der Suchmaschinenkonzern Google. Die Kalifornier brachten es zum 31. Dezember 2012 auf 48 Milliarden Dollar (35,7 Milliarden Euro) an Barmitteln und Finanzanlagen. Tendenz eindeutig steignend.
Ob dies auch für Micosoft gilt, wird maßgeblich vom Erfolg des neuen Betriebssystems Windows 8 abhängen. Die bisherigen Produkte ließen das Festgeldkonto des größten Softwarekonzerns der Welt zumindest anschwellen. Rund 68 Milliarden hat Microsoft auf der hohen Kante.
Über allem schwebt derzeit der iPhone-Konzern Apple. Werden kurzfristige Bargeldbestände und längerfristige Einlagen zusammengerechnet, ergeben sich Reserven in Höhe von 137 Milliarden Dollar (102 Milliarden Euro). Dies weckt Begehrlichkeiten, allen voran beim Großaktionär David Einhorn ...
Der streitbare US-Hedgefonds-Manager Einhorn will Apple mit einer Klage sowie massivem öffentlichen Druck dazu bewegen, einen größeren Anteil seines Reichtums an die Aktionäre abzutreten. Einhorn startete seinen Vorstoß am Donnerstag mit Auftritten bei US-Fernsehsendern sowie einem Brief an die anderen Anteilseigner. "Es ist euer Geld", schrieb er. Parallel dazu reichte er seine Klage beim Bezirksgericht in Manhattan ein.