Die Opfer der Sekte Colonia Dignidad - DER SPIEGEL
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Opfer der Colonia Dignidad Folter und Mord in der "Kolonie der Würde"

Nach außen ein deutsches Siedlungsidyll, innen ein Ort des Grauens: In Chiles Einöde errichtete Paul Schäfer 1973 den Mini-Terrorstaat Colonia Dignidad. Viele der Sekten-Verbrecher leben bis heute unbehelligt.
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Zweifache Flucht: Wie ausgeprägt die psychologischen Abhängigkeiten zwischen Opfern und Tätern waren, lernte Regisseur Florian Gallenberger, als er für seinen Kinofilm "Colonia Dignidad - es gibt kein Zurück" mit Zeitzeugen sprach. Einer verliebte sich demnach in der Sekte und traf sich heimlich mit seiner Freundin. Als sie schwanger war, flohen die beiden, doch Sektenchef Schäfer konnte sie überreden zurückzukehren. "Kaum war das Tor zu, wurde die Frau förmlich auseinandergerissen und das Kind abgetrieben", sagt Gallenberger. Noch einmal gelang den beiden die Flucht, wieder wurde die Frau schwanger - und wollte ihr Kind ausgerechnet in der Klinik der Sekte zur Welt bringen. Diesmal handelte sie mit Polizei und Rechtsanwälten aber schriftlich aus, dass sie die Klinik sofort nach der Geburt wieder verlassen dürfe - was tatsächlich geschah.

Foto: © Ivan Alvarado / Reuters/ REUTERS
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Vermisst: Eine Frau hängt Bilder von verschwundenen Regimegegnern am Zaun der Colonia Dignidad auf (undatiertes Foto). Schon ab Ende der Sechzigerjahre gab es Berichte über Verbrechen in der Kolonie, auch Amnesty International warnte. Die Regierung in Bonn aber handelte nicht, und deutsche Geschäftsleute und Politiker der CSU blieben Sektenchef Schäfer weiter wohlgesonnen.

Foto: © Reuters Photographer / Reuter
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Erste Begegnung: Szene aus dem Kinofilm von Florian Gallenberger ("Colonia Dignidad - es gibt kein Zurück"), der am 18. Februar 2016 anläuft. Hier trifft Lena, gespielt von Emma Watson, zum ersten Mal auf Sektenchef Paul Schäfer (Michael Nyqvist), der die Wahrhaftigkeit ihres Glaubens prüfen will. Tatsächlich ist Lena nur in die Sekte gegangen, um ihren verschleppten Freund Daniel (Daniel Brühl) zu befreien. Auch wenn die Handlung fiktiv ist, ist der harte Alltag in der Sekte realistisch dargestellt - vieles basiert auf Gesprächen des Regisseurs mit Zeitzeugen.

Foto: ddp images/Screen Media Films
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Deutsche Volkstracht in Chile: Gerade wenn hohe Politiker oder Geschäftsleute aus Deutschland in der Colonia Dignidad erwartet wurden, setzte Sektenführer Schäfer auf eine Fassade aus Harmonie und Harmlosigkeit."Die Gäste wurden in einem Mercedes gebracht, die ganze Gemeinde stand fähnchenschwingend Spalier", erinnert sich Zeitzeuge Georg Laube. "Das Blasorchester trat an, und die Bayernhymne wurde gesungen. Wir haben die heile Welt spielen müssen."

Foto: AFP/ picture-alliance / dpa
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Paul Schäfer:Kinderschänder Paul Schäfer geißelte jegliche Sexualität als Sünde. Männer und Frauen wurden strikt getrennt; sie sahen sich meist nur aus der Ferne. Seine jeweils aktuellen Lieblingsjungen nannte er "Sprinter". Offiziell waren sie seine Laufburschen und putzten ihm die Schuhe, in Wahrheit mussten sie mit ihm ins Bett. Einige junge Frauen wurden mit elektrischen Viehtreibern zwangssterilisiert, heimliche Affären drakonisch bestraft. Pubertierende Jungs schickte man ins Krankenhaus und ließ sie auch im Schlaf beobachten: Wer eine Erektion bekam, erhielt Elektroschocks.

Foto: LA TERCERA/ AP
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Demo für den Kinderschänder: "Angelo, jeder weiß, dass die Polizei dich misshandelt und zu Lügen zwingt", steht auf einem der Schilder, das Kinder in der Colonia Dignidad hochhielten. Angelo war einer der Jungen, die von Schäfer missbraucht worden waren - und dessen Aussagen dazu führten, dass der Sektenchef 1996 untertauchte. Viele der Kinder dieser inszenierten Demo dürften selbst zu Schäfers Opfern gehört haben.

Foto: STR/ REUTERS
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Leben an einem belasteten Ort: Eine Frau mit zwei Kindern in der ehemaligen Colonia Dignidad, Aufnahme von 2005. Viele der einstigen Sektenmitglieder leben heute noch hier, manche aus Uneinsichtigkeit, sehr viele aber aus wirtschaftlicher Not. Für ihre Arbeit auf den Feldern und in den Werkstätten haben sie nie Löhne bekommen und so kein Kapital angespart. Weder die chilenische Regierung noch Deutschland hat den Opfern der Sekte eine finanzielle Entschädigung gezahlt. Und so bleiben die meisten dort, wo sie einst gequält und missbraucht wurden.

Foto: DB Jan Ronneburger/ picture-alliance/ dpa/dpaweb
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Hurra, ein Hotel! Als ob es ein ganz normaler Ort wäre, wird auf dem Gelände der einstigen Colonia Dignidad im Jahr 2012 ein Hotel eröffnet. Ausgerechnet Kinder werden hier zum Jubeln vorgeschickt. "Im Saal, in dem heute das Restaurant ist, hat Schäfer uns durchgeprügelt und ich mich vor Angst zugepinkelt", erinnert sich Zeitzeuge Georg Laube aufgebracht. "Nebenan hat er Kinder vergewaltigt. Und dort finden jetzt Hochzeiten statt!"

Foto: © Ivan Alvarado / Reuters/ REUTERS
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Entführt: So ein Krankenwagen der Colonia Dignidad spielt auch in dem Kinofilm "Colonia Dignidad - es gibt kein Zurück" eine wichtige Rolle. Denn darin wurden nach dem Pinochet-Putsch 1973 Regimegegner zur Sekte verschleppt, im Film aus dem Nationalstadion. Das ist keineswegs abwegig, weil das Stadion tatsächlich als Gefangenenlager diente und es - wie im Film - einen geheimnisvollen mit einer Kapuze verhüllten Mann gab, der nach Regimegegnern unter den Gefangenen suchte. Er trug den Spitznamen "Molli" und hatte nachweislich Verbindungen zur Colonia Dignidad.

Foto: LUIS HIDALGO/ AFP
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Einträgliche Partnerschaft: 2005 entdeckten Ermittler auf dem Gelände der Colonia Dignidad nicht nur vergrabene Autowracks von Vermissten, sondern auch das größte private Waffenarsenal Chiles mit Tausenden Maschinengewehren, Raketenwerfern, Minen und Infrarotsystemen für Panzer. Denn als Pinochets Chile mit einem UN-Waffenembargo belegt worden war, half die Sekte dem Diktator aus. Schäfer nutzte seine guten Kontakte zur CSU und skrupellosen Waffenhändlern wie Gerhard Mertins, einem ehemaligen SS-Offizier. Mertins sollte später aussagen, die Siedlung habe auf ihn stets einen tadellosen Eindruck gemacht, einen Kindesmissbrauch könne er sich nicht vorstellen.

Foto: STR/ AP
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Suche in Schäfers Geheimwelt: Ermittler fanden unter all den in der Colonia Dignidad gelagerten Waffen auch so seltsame Utensilien wie schießfähige Spazierstöcke oder ein Teleobjektiv für Giftpfeile.

Foto: Mauro Moreno / AFP
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Blockflöten und Folter: Auch wenn die Kolonie die Fassade einer kinderlieben Gemeinde pflegte, erlebten die Heranwachsenden Schreckliches. Monatelang, so erinnert sich Zeitzeuge Georg Laube, habe er jede Nacht Schreie aus der Folterzelle unter seinem Schlafraum gehört. Das Bild zeigt eine Szene aus der Dokumentation "Colonia Dignidad: Die wahre Geschichte", die am 15. Februar 2016 auf Sky ausgestrahlt wird.

Foto: SPIEGEL TV
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Jahrelange Suche: Mit dem Ende der Pinochet-Diktatur verlor die Colonia Dignidad ihren mächtigsten Schutzherren. 1996 musste Paul Schäfer fliehen. Obwohl es schon weit früher Berichte über seine Verbrechen gab, wurde der Sektenchef erst jetzt zu einem Thema der Weltöffentlichkeit. Nach acht Jahren Flucht wurde er Anfang 2005 in Argentinien verhaftet und später zu 33 Jahren Haft verurteilt.

Foto: Cris Bouroncle / AFP
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Willkommen in der Hölle: Schneebedeckte Gipfel, ein paar freundliche Glocken - hinter der idyllischen Aufmachung verbarg sich die gefährlichste Geheimorganisation, die Chile je hatte: Die Colonia Dignidad mordete, folterte, und stellte sogar Giftgas her. Sie ließ kaum jemanden aus dem mit Elektrozaun, Bewegungsmeldern und Stolperdrähten gesicherten Areal entkommen.

Foto: © STR New / Reuters
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Wohnen wie der Sektenarzt: In diesem Raum hat einst Sektenarzt Hartmut Hopp gelebt, einer der engsten Mitarbeiter von Paul Schäfer, der in Chile wegen Beihilfe zu sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde - aber nach Deutschland floh. Auch Schäfers ehemaliges Zimmer wurde 2012 umgebaut; seitdem können Hotelgäste der "Villa Baviera" darin übernachten.

Foto: © Ivan Alvarado / Reuters/ REUTERS
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Als wäre die Zeit stehengeblieben: Nach Schäfers Flucht 1996 wurde die Sekte autoritär von seinen Vertrauten weitergeführt, auch wenn es nicht mehr zu sexuellem Kindesmissbrauch kam. Es fehlte aber eine Führerfigur, die dieselbe religiöse Autorität ausstrahlte wie Schäfer, sodass sich einige Mitglieder langsam aus der Sekte lösten. Diese Aufnahme von 2004 zeigt eine deutschstämmige Siedlerin in traditioneller Kleidung auf dem Weg durch die Kolonie.

Foto: LUIS HIDALGO/ AFP
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Gehütete Geheimnisse: Noch längst dürfte nicht jeder Bunker, jedes Versteck und jeder Geheimgang der Colonia Dignidad aufgedeckt sein. Viele Bewohner der heutigen Siedlung haben daran auch kein Interesse. Dieser unterirdische Raum dient heute schlicht als Vorratskammer.

Foto: Claudio Reyes/ AFP
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Mittellos: Waltraud Bohnau, Archivfoto von 2005, lebt seit 1962 in der berüchtigten früheren Siedlung "Colonia Dignidad". Um ihre Rente von umgerechnet nur 35 Euro pro Monat aufzubessern, hat sie zusammen mit Freundinnen einen kleinen Laden eröffnet. Ihr Angebot reicht von Kaugummis über Klebstoff bis zu selbstgemachter Himbeermarmelade.

Foto: DB Jan Ronneburger/ picture-alliance/ dpa/dpaweb
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Weite Felder: Als Paul Schäfer 1961 vor den Ermittlungen der deutschen Staatsanwaltschaft nach Chile floh, kaufte er in einer möglichst entlegenen Gegend 400 Kilometer von der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile 3000 Hektar Land. Mit der Zeit baute er den Erwerb auf mehr als 15.000 Hektar aus. Lange galt die deutsche Kolonie als landwirtschaftlich erfolgreiches Vorzeigeprojekt. Diese Aufnahme von 2016 zeigt ein Mädchen auf dem ehemaligen Gebiet der Sekte, das heute "Villa Baviera" heißt.

Foto: Claudio Reyes/ AFP
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Wiederholungstäter: Schon in seiner Zeit als evangelischer Jugendpfleger war Paul Schäfer wegen sexueller Übergriffe an Kindern aufgefallen und hatte seine Posten verloren. Als Laienprediger gründete er daraufhin 1956 im westfälischen Siegburg die "Private Soziale Mission" - der Kern der späteren Sekte Colonia Dignidad.

Foto: Associated Press
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Deutsche Ordnung: Diese Aufnahme zeigt eine Schule auf dem ehemaligen Gelände der Colonia Dignidad. Nach außen wirkte sie vorbildlich, geführt wurde sie aber wie ein kleiner Terrorstaat - mit einem System der gegenseitigen Bespitzelung, brutaler Bestrafung, Folter und Mord.

Foto: Juan Romo / AFP
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Perfekte Tarnung: Ein idyllischer See auf dem Territorium der ehemaligen Colonia Dignidad. Hier erschuf Paul Schäfer weitgehend unbemerkt eine unterirdische Parallelwelt aus versenkbaren Garagen, geheimen Telefonzentralen, modernen Abhöranlagen und Folterzellen. Die chilenische Geheimpolizei Dina nutzte sie, um Gegner des Diktators Augusto Pinochet zu quälen. Dina-Chef Manuel Contreras traf sich regelmäßig mit Schäfer in der Kolonie. Mindestens 30 Folteropfer wurden hier ermordet.

Foto: Claudio Reyes/ AFP
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Zeitzeuge: Georg Laube, Spitzname Aki, auf einer aktuellen Aufnahme mit seinem Sohn. Im Februar 1962 kam er als Baby aus Deutschland in die Sekte, 2009 verließ er sie endgültig. Heute lebt der 54-Jährige im Süden Chiles und arbeitet in einem landwirtschaftlichen Betrieb als Verwalter. Der Neuanfang war schwierig: Löhne hat er in der Colonia Dignidad für seine Arbeit auf den Feldern nicht bekommen, eine Entschädigung wurde den Opfern bisher nicht gezahlt.

Foto: privat
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Bayerisches Dorf: Wie ein Grabstein wirkt dieser Fels mit dem Namenszug "Villa Baviera", Bayerisches Dorf, Aufnahme von 2016. Ursprünglich hatte Schäfer den Ort "Sociedad Benefactora y Educacional Dignidad" getauft - "Gesellschaft für Wohltätigkeit und Erziehungsanstalt der Würde". Der Kürze wegen nannten die meisten ihn "Colonia Dignidad", Kolonie der Würde. Später wurde sie in "Villa Baviera" umbenannt, was noch ein wenig harmloser klang.

Foto: CLAUDIO REYES/ AFP
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Relikte: Wie viele unterirdische Gänge und Geheimkammern der Colonia Dignidad bis heute unentdeckt geblieben sind, ist kaum abzuschätzen. Szene aus der Dokumentation "Colonia Dignidad: Die wahre Geschichte" von 2016.

Foto: SPIEGEL TV
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Ahnentafel: Aufnahmen der ersten deutschen Siedler in der ehemaligen Colonia Dignidad. Wer war Mitläufer, wer war Opfer, wer Günstling, wer hatte keine andere Wahl, als sich mitschuldig zu machen? Bis heute sind die Verbrechen der Sekte kaum juristisch aufgearbeitet.

Foto: Claudio Reyes / AFP
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Autark: Eine Tankstelle in der ehemaligen Colonia Dignidad. Hier beackerten Schäfers Anhänger ab den Sechzigerjahren die Felder und arbeiteten in der Schlosserei, der Nähstube, der Tischlerei, der Goldmine oder dem technisch modernsten Krankenhaus der Region. Chilenische Kinder aus der Region wurden hier kostenlos behandelt. Um Nachwuchs für die Colonia Dignidad zu rekrutieren, wurden manche von der Sekte "adoptiert", wie der Kinderraub zynisch hieß.

Foto: Claudio Reyes/ AFP
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Deutsche Siedlerin: "Wer von uns geht, hat nie zu uns gehört", sagte Schäfer laut dem Zeitzeugen Georg Laube über die wenigen, denen eine Flucht gelang. Und wer es schaffte, war nicht unbedingt glücklich. Die Aussteiger beschlich nicht selten ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, das Schäfer ihnen vermittelt hatte: versagt zu haben und den schwierigen religiösen und körperlichen Aufgaben nicht gewachsen gewesen zu sein.

Foto: Claudio Reyes/ AFP
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