70 Jahre Stalingrad Kesselschlacht ohne Gnade
Angriff der Rotarmisten: Im Dezember 1942 brechen sowjetische Soldaten in eine Siedlung nordwestlich von Stalingrad durch. Der Kampf um die Stadt war eine der grausamsten Schlachten des Zweiten Weltkriegs. Rote Armee wie die Wehrmacht mit ihren Verbündeten zählen Hunderttausende Tote. Nun jährt sich die Niederlage der Wehrmacht zum 70. Mal.
Offensive einer russischen Einheit bei Stalingrad (undatiertes Foto): Im November gelingt es der Roten Armee, die deutschen Linien im Norden und Süden zu durchbrechen, die Wehrmacht ist eingekesselt. Rund 250.000 deutsche Soldaten sitzen in der Falle.
Die Luftaufnahme aus dem Jahr 1942 zeigt die Zerstörung der ersten Angriffe eines Kampfgeschwaders auf einen der zentralen Bahnhöfe von Stalingrad. Die Bahnhöfe waren die Brennpunkte der ersten Angriffe.
Wehrmachtssoldaten nehmen eine zerstörte Fabrik ein: Der Vormarsch der Deutschen hat zunächst Erfolg. Unter hohen Verlusten gelingt es der 6. Armee, im Herbst Stalingrad zu 90 Prozent zu erobern. Danach wendet sich das Blatt zugunsten der Roten Armee.
Trümmerlandschaft: Eine Aufnahme vom Dezember 1942 zeigt die Ruinen Stalingrads.
Friedrich Paulus ist Oberbefehlshaber der 6. Armee. Im Spätsommer stehen seine Männer vor den Toren Stalingrads. Hitler will die Stadt erobern, weil sie ein wichtiger Industriestandort ist. Daraus wird nichts. Paulus ergibt sich am 31. Januar 1943 mit seinen Truppen im Südkessel - und setzt sich damit viel zu spät über Hitler hinweg, der ein Durchhalten um jeden Preis befohlen hat. Zwei Tage später ergeben sich auch die letzten Soldaten im Nordkessel.
Der Gegenspieler: Der sowjetische General Georgij Konstantinowitsch Schukow in einer zeitgenössischen Darstellung (undatiert). Schukow stoppte 1941 den deutschen Vormarsch auf Moskau, koordinierte die sowjetischen Truppen in der Schlacht um Stalingrad und befreite mit der Roten Armee 1945 Berlin.
Sowjetische Soldaten im Straßenkampf vor Stalingrad: Mit einer Zangenbewegung kesseln die Sowjets die Deutschen ein. Frische Truppen und der heftige Winter kommen ihnen zugute.
Januar 1943: Ein Soldat der Wehrmacht zieht eine Hakenkreuzflagge an einem Gebäude auf - kurz darauf müssen sich die Deutschen den einmarschierenden Rotarmisten ergeben.
Ein Wehrmachtssoldat humpelt über die Trümmer Stalingrads: Die Rote Armee kesselt die 6. Armee nach kurzer Zeit im November 1942 großräumig ein.
Deutsche Soldaten beim Artillerieduell mit Soldaten der Roten Armee. Die Russen ziehen den Ring um die belagerte Stadt im Winter immer enger. Ende Januar können die eingeschlossenen Deutschen auch nicht mehr aus der Luft versorgt werden.
Deutsche Infanteristen bei den Straßenkämpfen: Die Gegenoffensive der Sowjets lässt sich nicht mehr zurückdrängen, am 31. Januar 1943 ergeben sich die deutschen Truppen.
Zwei deutsche Soldaten ergeben sich Ende Januar: Stalingrad war für die deutsche Wehrmacht 1943 die erste vernichtende Niederlage im Krieg gegen die Sowjetunion und wurde zum Wendepunkt an der Ostfront.
Deutsche und Verbündete werden im Februar 1943 von der Roten Armee in Gefangenschaft genommen. Von den rund 250.000 Männern, die die Wehrmacht nach Stalingrad führte, gerieten rund 100.000 in Gefangenschaft.
Gefangen im Schützengraben: Ein deutscher Soldat Anfang Januar 1943 im Vormarsch der Roten Armee.
Undatierte Aufnahme erfrorener Wehrmachtssoldaten bei Stalingrad: Die deutschen Truppen waren nur unzureichend mit Nachschub versorgt und mit Winterkleidung ausgerüstet - viele erfrieren. Insgesamt sterben 150.000 Deutsche bei der Schlacht.