Die schönsten botanischen Gärten Europas - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Botanische Gärten Mehr als nur Pflanzenschau

Bunte Mohnblumen mitten in Paris, riesige Magnolien im Tessin oder Zitronen in London: Botanische Gärten sind meist mehr als nur eine Pflanzenschau. Es sind Orte der Überraschungen, der Ruhe und der Ästhetik.
1 / 14

Mohnblumen wie ein Gemälde - der Jardin des Plantes in Paris
In einer schier unendlich langen Rabatte erstrecken sich im Jardin des Plantes im Herzen von Paris bunte Mohnblumen. Die zarten Blütenblätter erinnern an Tupfen auf impressionistischen Gemälden.

Foto: Daniela David/dpa-tmn
2 / 14

Touristen fotografieren sich unter den rosa blühenden, japanischen Kirschbäumen. Und auch das Seine-Ufer liegt ganz in der Nähe dieses botanischen Gartens, der zum Museum für Naturgeschichte gehört.
Informationen: www.jardindesplantesdeparis.fr/fr 

Foto: Daniela David/dpa-tmn
3 / 14

Farbige Geometrie im Jardim Botânico da Madeira
Eine Seilbahn führt von der Altstadt Funchals zu dem 300 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Jardim Botânico da Madeira. Der botanische Garten der portugiesischen Insel Madeira entstand erst 1960 auf dem ehemaligen Anwesen einer Hoteliersfamilie.

Der meist fotografierte Teil des Gartens ist das Parterre. Dort bilden auf einem ebenen Plateau Pflanzen in kontrastreichen Farben geometrische Muster - mit dem Ozean im Hintergrund.

Foto: Daniela David/dpa-tmn
4 / 14

"Bei uns gedeihen exotische Pflanzen", sagt die Fremdenführerin Amélia Carvalho und zeigt auf Strelitzien, einen Drachenbaum und tropische Palmfarne (Cycadales). Diese Urzeitpflanzen sehen aus wie Palmen mit Farnblättern.
Es gibt aber auch einheimische Gewächse in dem Garten zu sehen. "Typisch für unsere Insel sind der Madeira-Storchschnabel, das Zuckerrohr und der spezielle Madeira-Lorbeer."

Informationen: https://ifcn.madeira.gov.pt 

Foto: Daniela David/dpa-tmn
5 / 14

Royale Gärten mit Weltruhm - die Kew Gardens in London
Ein Muss, nicht nur für Pflanzenliebhaber: Der Kew Garden im Londoner Stadtteil Richmond ist mit seinen weitläufigen 80 Hektar Fläche einer der bedeutendsten botanischen Gärten überhaupt - mit Pflanzenarten aus der ganzen Welt.

Foto: Daniela David/dpa-tmn
6 / 14

In der Forschung haben die royalen botanischen Gärten mit ihrer riesigen Pflanzensamenbank Weltruhm erlangt. "Viele unserer Pflanzen sind bereits vom Aussterben bedroht", sagt Scott Taylor, Leiter des Gartenbaus. "Deshalb versuchen wir, die Samen von so vielen Arten wie möglich zu sichern."
Informationen: www.kew.org/kew-gardens 

Foto: Daniela David/dpa-tmn
7 / 14

Kunst zwischen Blätterwerk - der Real Jardín Botánico in Madrid
Ein schmiedeeiserner Zaun umfasst den Real Jardín Botánico, den königlichen botanischen Garten, in Madrid. Er liegt gleich neben dem berühmten Prado-Museum.

Rot wie Feuer leuchten die Blüten des Granatapfels aus Asien und die weichen zylinderförmigen Quasten des Pfeifenputzerstrauchs.

Foto: Daniela David/dpa-tmn
8 / 14

Und auch zwischen dem Blätterwerk ist Kunst zu sehen, hier ragen mannshohe Statuen spanischer Botaniker heraus.
Informationen: www.rjb.csic.es  

Foto: Daniela David/dpa-tmn
9 / 14

Asiatischer Flair im ältesten botanischen Garten der Niederlande
Seit mehr als 400 Jahren gibt es den botanischen Garten in Leiden, das zwischen Den Haag und Amsterdam gelegen ist. "Er wurde bereits im Jahr 1590 als akademischer Garten der Universität angelegt", sagt Paul Keßler, der deutsche Direktor des Hortus Botanicus. Die holländische Ostindien-Kompanie brachte seltene Pflanzen aus den Tropen mit nach Hause.

Exotik pur im Gewächshaus: Die Wedel des Riesenfarns können mehr als fünf Meter lang werden. Auch die Riesenseerose Victoria amazonica aus Südamerika, die nur nachts blüht, ist ihrer Bewunderer sicher, ebenso die fleischfressenden Kannenpflanzen.
Information: www.hortusleiden.nl/ 

Foto: Daniela David/dpa-tmn
10 / 14

Lindenvielfalt in den Jardins de Coursiana
Im Südwesten Frankreichs, weit weg von der Hauptstadt, liegt ein privater Garten, der wegen seiner Sammlung außergewöhnlicher Pflanzen als "Park von botanischem Interesse klassifiziert ist" - die Jardins de Coursiana in La Romieu in der Provinz Gascogne. "Wir betonen es gar nicht, dass wir ein botanischer Garten sind", sagt die Besitzerin des Parks, Véronique Delannoy. "Sonst denken die Leute vielleicht, bei uns sei es langweilig."

Foto: Daniela David/dpa-tmn
11 / 14

Ihr Garten entpuppt sich als wohlgestaltete Fülle aus Blüten und Blättern. Die Gärtnerin liebt Blumen. Aber auch das Arboretum ist etwas Besonderes. 700 seltene Bäume und Gehölze aus fünf Kontinenten, darunter 60 verschiedene Arten von Linden. Informationen: www.jardinsdecoursiana.com  

Foto: Daniela David/dpa-tmn
12 / 14

Versteckt im Wohnviertel - der Chelsea Physic Garden in London
Versteckt zwischen Wohnhäusern liegt der älteste botanische Garten Londons im feinen Stadtteil Chelsea. Die Gilde der Apotheker hat ihn im Jahr 1673 für den Anbau von Heilpflanzen anlegen lassen.

Arzneimittelpflanzen stehen immer noch im Mittelpunkt: "Unsere Sammlung an medizinischen Pflanzen ist eine der führenden im ganzen Land", sagt die Chefgärtnerin, Nell Jones.

Wegen seiner Nähe zur Themse und der schützenden Mauern herrscht im Chelsea Physic Garden ein mildes Mikroklima - eine gute Voraussetzung für Zitrusgewächse aus südlicheren Gefilden wie Grapefruit, Zitrone und Bergamotte.
Informationen:www.chelseaphysicgarden.co.uk 

Foto: Daniela David/dpa-tmn
13 / 14

Wo die Magnolien wachsen - der Parco Botanico Eisenhut im Tessin
Der Botanische Garten Eisenhut am Monte Gambarogno mit Blick auf den Lago Maggiore ist vor allem für eine Pflanze bekannt: die Magnolie. "Mit 600 Arten gilt unsere Magnoliensammlung als größte der Welt", sagt der Eigentümer Rito Eisenhut.

Im sonnenverwöhnten Kanton Tessin auf der Südseite der Schweizer Alpen ist es warm genug für die Ziergehölze mit den beeindruckenden Blütenblättern. Einige der Magnolien messen mehr als zehn Meter Höhe.

Foto: Daniela David/dpa-tmn
14 / 14

Wer sich auf die schmalen Wege durch den urwaldartigen, 17.000 Quadratmeter großen Park in Hanglage begibt, spaziert durch ein duftendes Blütenmeer aus unterschiedlichsten Kamelien-, Zitrus- und Rhododendron-Sorten. Informationen: www.eisenhut.ch  

Foto: Daniela David/dpa-tmn
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?