Jubiläum der Schuldenuhr Sie tickt und mahnt und tickt
Beliebtes Motiv: Wenn es um die deutschen Staatsfinanzen geht, zeigen Medien regelmäßig die Schuldenuhr in Berlin - hier im Jahr 2010. Der Bund der Steuerzahler stellte sie am 12. Juni 1995 vor, damals allerdings noch nicht in der Hauptstadt.
Die erste Schuldenuhr 1999 am früheren Verbandssitz in Wiesbaden: Damals berechnete man die Verbindlichkeiten noch in D-Mark.
Auf Tour: Mit einem sogenannten Schuldenmobil wurde die Botschaft von der stetig wachsenden Verschuldung bald in den Rest der Republik getragen. Hier mahnt man 1996 Passanten in einer Hamburger Einkaufsstraße.
Immer gut: Mahnende Gesten, um die Botschaft von den hohen Schulden zu unterstreichen. 2002 fasst sich der damalige Chef des Steuerzahlerbundes, Karl Heinz Däke, für die Fotografen an den Kopf. Andere...
...kratzten sich am Kopf oder...
...wählten wie der baden-württembergische Landeschef Wilfried Krahwinkel 2013 den mahnenden Zeigefinger. Durch die Schuldenkrise vieler Euroländer bekam die Botschaft des Steuerzahlerbundes zu diesem Zeitpunkt mehr Aufmerksamkeit als früher.
Auch im hoch verschuldeten Bremen gibt es eine mahnende Uhr. Sie hängt an der Geschäftsstelle der örtlichen FDP - was Kritiker des Steuerzahlerbundes nicht überraschen dürfte. Diese werfen dem Verband übergroße Nähe zu den Liberalen und noch dazu Sozialstaatsfeindlichkeit vor.
Die Schuldenuhr 2011: Seit diesem Jahr gelten mit der sogenannten Schuldenbremse verbindliche Vorgaben zur Reduzierung der Verbindlichkeiten von Bund und Ländern. Zum 20-jährigen Jubiläum feiert der Steuerzahlerbund das als "Meilenstein der deutschen Haushaltspolitik". Voll wirksam werden die Regeln aber erst ab 2016.