Die spektakulärsten Kunstraube der Gegenwart - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Gestohlene Kunst Als die Mona Lisa verschwand

Ein Italiener versteckte die Mona Lisa unter seinem Kittel, ein Van-Gogh-Gemälde wurde 14 Jahre nach seinem Verschwinden bei einem Mafioso gefunden: Die spektakulärsten Kunstdiebstähle der Gegenwart in Bildern.
1 / 10

Vincenzo Perugia war Dekorationsmaler - und stahl das wohl bekannteste Gemälde der Welt aus dem Louvre. Er schlich sich am 21. August 1911 in das Pariser Museum, löste das Bild aus dem Rahmen und steckte es unter seinen Kittel. Zwei Jahre lang behielt er es. Dann führte der Hinweis eines Antiquitätenhändlers die Polizei von Florenz in die norditalienische Provinz Como. Dort bot der Dekorateur Perugia das Gemälde zum Kauf an. Er wurde festgenommen und erhielt eine milde Strafe: ein Jahr Gefängnis. Angeblich hatte er das Bild gestohlen, weil es einer Frau glich, die er leidenschaftlich liebte.

2 / 10

Der Einbruch in das Gardner Museum in Boston gilt als größter Kunstraub der US-Geschichte. Die Täter kommen am frühen Morgen des 18. März 1990 als Polizisten verkleidet. Zwei Wachmänner lassen sie rein - die Diebe nehmen 13 Gemälde mit, unter anderem von Degas, Rembrandt und Manet. Wert der Beute: Geschätzt 500 Millionen Dollar. Obwohl das Museum eine Belohnung von zehn Millionen Dollar auslobt, sind die Bilder bis heute verschwunden. Noch immer erinnern leere Rahmen an sie.

Foto: Steven Senne/ AP
3 / 10

Es sollte 14 Jahre dauern, bis die Gemälde wieder auftauchten: Am 7. Dezember 2002 werden aus dem Van Gogh Museum in Amsterdam zwei Gemälde des niederländischen Künstlers gestohlen. Die Täter werden bald gefasst, verraten aber nicht, wo sich die wertvollen Kunstwerke befinden. Erst im September 2016 finden italienische Ermittler die Bilder bei einer Drogenrazzia im Haus eines Mafioso bei Neapel.

Foto: Ciro Fusco/ ANSA/ AP
4 / 10

Am 22. August 2004 werden zwei Gemälde des Malers Edvard Munch aus dem Munch Museum in Oslo entwendet: "Der Schrei" und das Bild "Die Madonna". Sie sind rund 80 Millionen Euro wert. Beide Kunstwerke werden 2006 beschädigt wiederentdeckt, seit 2008 sind sie wieder in dem Museum zu sehen.

Foto: Cornelius Poppe/ Scanpix/ AP
5 / 10

Der bisher wohl größte Kunstraub Europas geschah in Zürich: Am 10. Februar 2008 werden vier Gemälde von Monet, Van Gogh, Degas und Cézanne aus der Sammlung E.G. Bührle in Zürich gestohlen. Ihr Wert liegt bei insgesamt 112 Millionen Euro, nur der Monet und der Van Gogh tauchen wieder auf. Das Bild zeigt Lukas Gloor, Leiter der Stiftung Sammlung E.G. Bührle.

Foto: Walter Bieri/ DPA
6 / 10

20. Mai 2010: Aus dem Museum für Moderne Kunst in Paris werden fünf Werke von Matisse, Picasso, Modigliani, Georges Braque und Fernand Léger gestohlen. Im September 2011 werden drei Verdächtige festgenommen, doch die Kunstwerke mit einem Gesamtwert von mehr als 100 Millionen Euro bleiben verschwunden.

Foto: Jacques Brinon/ AP
7 / 10

Er brauchte nur ein Teppichmesser: Ein Unbekannter stahl aus dem Museum Mahmud Chalil in Kairo Van Goghs Gemälde "Mohnblumen". Am 21. August 2010 schnitt er das Gemälde aus dem Rahmen und nahm es mit. Es ist geschätzt 55 Millionen US-Dollar wert - und fehlt bis heute. Im Foto: Chefermittler Abdel Meguid am Tag nach der Tat.

Foto: Khaled Desouki/ AFP
8 / 10

16. Oktober 2012: In der Kunsthalle von Rotterdam werden sieben Meisterwerke gestohlen, darunter Gemälde von Pablo Picasso, Henri Matisse, Claude Monet und Paul Gauguin. 2014 werden vier Rumänen verurteilt, 2018 taucht ein gestohlener Picasso in Rumänien wieder auf.

Foto: Peter Dejong/ AP
9 / 10

Einer der spektakulärsten deutschen Fälle von Kunstdiebstahl der jüngeren Vergangenheit fand in Berlin statt: Die Goldmünze "Big Maple Leaf" wurde aus dem Bode-Museum entwendet. Seit Januar stehen vier Angeklagte vor dem Berliner Landgericht. Sie sollen in den Diebstahl am 27. März 2017 verwickelt gewesen sein. Mehrere dunkel gekleidete Männer gelangten mittels einer Leiter von den S-Bahn-Trassen in das Gebäude. Sie stahlen die Münze - und transportierten sie mit einer Schubkarre ab.

Foto: Marcel Mettelsiefen/ DPA
10 / 10

Der Berliner Coup könnte durch den Diebstahl im Dresdner Residenzschloss übertroffen worden sein: Mehrere Täter drangen laut der Polizei über ein Fenster in das Gebäude ein, zertrümmerten eine Vitrine mit einer Axt und stahlen mehrere Juwelen. Zuvor hatten sie offenbar die Stromzufuhr lahmgelegt.

Foto: Bodo Schackow/ Getty Images
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?