Confed-Cup Von Weltmeistern und Underdogs
Brasilien: Der Gastgeber hatte zuletzt mit Problemen zu kämpfen, die Seleção steht derzeit auf Weltranglistenplatz 22, tiefer als je zuvor. Mit dem Confed-Cup und der WM im kommenden Jahr soll sich das ändern, das fußballverrückte Land hofft auf einen Aufschwung. Auch mit Hilfe des Superstars Neymar (rechts). Der 21-Jährige ist vor kurzem beim FC Barcelona vorgestellt worden. Brasilien eröffnet das Turnier gegen Japan.
Spanien: In Barcelona trifft Neymar auf einen Großteil des spanischen Nationalteams. Der aktuelle Welt- und Europameister besteht zu großen Teilen aus dem katalanischen Club und Real Madrid, aber auch Bayern-Spieler Javier Martínez ist dabei. Für "La Roja" ist der Confed-Cup ein wichtiger Test für die eigene Leistungsfähigkeit, die zuletzt vor allem auf europäischer Ebene in Frage gestellt wurde.
Japan: Die Frauen haben es vorgemacht, vor drei Jahren wurde die japanische Nationalmannschaft Weltmeister. Auch die Auswahl der Männer ist auf dem aufsteigenden Ast, spielen doch immer mehr japanische Profis in renommierten europäischen Ligen. So auch Shinji Kagawa, der von Borussia Dortmund zu Manchester United gewechselt ist. Mit seinen Bundesliga-Teamkollegen Hiroki Sakai, Hiroshi Kiyotake, Hajime Hosogai, Makoto Hasebe und Shinji Okazaki darf er gleich zum Auftakt in der Hauptstadt Brasília ran.
Mexiko: Die mexikanische Elf gewann 2011 den Concacaf-Cup und erspielte sich somit die Teilnahme-Berechtigung für die WM-Generalprobe. Derzeit steht das Team im Fifa-Ranking auf Platz 17, einer der Stars im Team ist Javier Hernández und ein Bekannter von Kagawa - er spielt ebenfalls beim englischen Rekordmeister Manchester United.
Uruguay: Copa-América-Gewinner Uruguay ist die zweite Mannschaft von einem amerikanischen Kontinent. Noch im vergangenen Jahr wurde das Team von Óscar Tabárez auf Ranglistenplatz zwei geführt, mittlerweile ist es aber wieder auf Rang 19 abgerutscht. Einmal hat Uruguay bereits beim Confed-Cup mitgespielt, damals reichte es zum vierten Platz. Einer der prominentesten Spieler ist Luis Suarez, der in der englischen Premier League nicht nur auf dem Platz für Furore sorgt.
Italien: Fußballgötter unter sich: Italiens Stephan El-Shaarawy (links) und Mario Balotelli prägen das "neue" italienische Nationalteam, dort begegnen sie Altstars wie Gianluigi Buffon oder Andrea Pirlo. Als EM-Zweiter des vergangenen Jahres qualifizierte sich die Auswahl von Cesare Prandelli für den Confed-Cup, sie trifft in Gruppe A als erstes auf Mexiko.
Nigeria: Der frisch gebackene Afrika-Cup-Sieger ist auch schon zum zweiten Mal bei dem Turnier dabei. Aber wie 1995 werden der Mannschaft von Trainer Stephen Keshi nur Außenseiterchancen zugerechnet. Zum Auftakt geht es für Chelseas John Obi Mike und seine Teamkollegen allerdings eher sanft los: Underdog Tahiti wartet in Gruppe B.
Tahiti: Tahiti tritt zum ersten Mal beim Confed-Cup an, beim Ozeanien-Cup bezwang das Team im Finale Neukaledonien. Fast alle Spieler sind auf der kleinen Insel aktiv, einziger Profi ist Alvin Tehau, der in Griechenland unter Vertrag steht.