Die Vielfalt der Raubsaurier - DER SPIEGEL
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Raubsaurier Es muss nicht immer Fleisch sein

Die als "Raubsaurier" bekannten Theropoden waren weit vielfältiger, als gemeinhin wahrgenommen wird. In der Familie von von T-rex und Velociraptor gab es bizarre Körperdesigns - und Exoten bis hin zu Vegetariern mit Vogelschnäbeln.
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Chilesaurus diegosuarez: Der eher kleine, nur bis zu drei Meter lange Theropode wird seiner Einordnung unter die "Räuber" kaum gerecht - er "jagte" nur Pflanzen.

Foto: Gabriel Lío
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Und da fangen die Seltsamkeiten erst an. Völlig untypisch für Raubsaurier ist nicht nur der lange Hals. Auch zahlreiche Details im Knochenbau ...

Foto: Gabriel Lío
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... erinnern eher an Saurier aus völlig anderen Gruppen. Ein Fall konvergenter Evolution, sagen die Forscher: Der kleine, vegetarische eben-nicht-Raubsaurier prägte Merkmale aus, die für Saurier ganz anderer Gruppen typisch sind.

Foto: Gabriel Lío
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Das Modell eines Raubsauriers: Tyrannosaurus rex ist ein Theropode, wie man ihn sich vorstellt - das Musterbeispiel eines blutigen Fleischfressers. Neben diesen mörderischen Riesen ...

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... hat man in den letzten Jahrzehnten auch die flinken kleinen Raubsaurier, für die hier Utahraptor steht, als fürchterliche Jäger akzeptieren gelernt: Man sieht sie als "Wölfe der Urzeit", als hochintelligente Rudeljäger - und möglicherweise als weit gefährlicher als T-rex und Co.

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Aber die Gruppe der Theropoda hat weit mehr Vielfalt hervorgebracht als das. Wofür Concavenator sein "Segel" brauchte, ist den Wissenschaftlern schleierhaft.

Foto: Raul Martin/ dpa
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Aus den Theropoda gingen auch die Vögel hervor - und jeder Schritt auf diesem Weg brachte andere, filigranere Formen hervor, die zum Teil auch mit Umstellungen der Ernährungsweisen einhergingen.

Foto: Davide Bonnadonna
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Federn waren unter Theropoden schon früh verbreitete Körpermerkmale. Trotz seines Schnabels, seines vergleichsweise kleinen Kopfes und seines langen Halses gehörte auch Falcarius Utahensis zu den Raubsauriern. Er gehörte zur Gruppe der Therizinosauroidea, die sich vor allem durch zwei Eigenschaften auszeichneten: Ihre oft bizarr großen, messerscharfen Klauen - und ihre vegetarische Lebensweise.

Foto: A9999 DB Nature/ dpa/dpaweb
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Zu den Therizinosauroidea gehörte auch Erlikosaurus andrewsi, von dem man den bisher besterhaltenen Kopf fand. Der half, den Nachweis zu führen, wie diese Theropoden ihr Futter schnitten - mit einem breiten, zahnlosen Keratin-Schnabel. Zerkleinert wurde die Nahrung dann mit vielen kleinen Zähnen.

Foto: UC of Bristol/ Stephan Lautenschlager
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Völlig zahnlos war Gigantoraptor, und wahrscheinlich ein Pflanzen- oder Allesfresser. Wovon sich die Vertreter der kleineren, flinken Ornithomimidae (Vordergrund) ernährten, ist umstritten. Zähne besaßen auch diese "Raubsaurier" nicht.

Foto: DPA/ Nature/ Zhao Chuang/ Xing Lida/ IVPP
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Linhenykus monodactylus: Viele dieser kleineren Theropoden ähnelten eben großen Laufvögeln, die ja auch ihre Nachfahren darstellen. Linhenykus gehört ins Kuriositätenkabinett der Theropoden, weil er statt Vorderklauen nur noch einen einzigen Finger besaß. Er gehörte zu einer Gruppe innerhalb der Theropoden, die sich wahrscheinlich von in Bauten lebenden Insekten ernährten - Termiten oder Ameisen.

Foto: Julius Csotonyi/dpa
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Hier schlägt ein Microraptor gui einen frühen Vogel - und beide sind natürlich späte Vertreter der Gruppe der Theropoden. Deren Nachfahren, die Vögel, sind heute mit rund 10.000 Arten präsent: Theropoda sind damit die einzige Entwicklungslinie der Dinosaurier, die mit der Kreidezeit nicht endete.

Foto: DPA / PNAS
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