Diego Maradona Argentiniens Legende wird 50
Dribbelkünstler und späterer Weltstar: 1969 begann die Karriere von Diego Armando Maradona. Der Argentinier spielte für eine Jugendmannschaft der Argentinos Juniors. 1982 gab er in Spanien sein WM-Debüt (Foto). Dort...
...flog er in der Zwischenrunde gegen Brasilien wegen einer Tätlichkeit vom Platz. Argentinien verlor in Barcelona gegen den südamerikanischen Erzrivalen 1:3 und schied aus dem Turnier aus. Besser lief...
...es für den kleingewachsenen Maradona (1,65 Meter) 1986 in Mexiko. Der damals 26-Jährige war der beste Spieler der WM und schoss im Viertelfinale gegen England das "Tor des Jahrhunderts", als er den Ball aus der eigenen Hälfte zum 2:0 ins gegnerische Tor trug und dabei mehrere Gegner ausspielte. Berühmt wurde er aber auch...
...durch sein legendäres Handspiel-Tor in derselben Partie. Mit der Faust boxte er den Ball über Englands Keeper Peter Shilton ins Tor zum 1:0. Er selbst sprach später von der "Hand Gottes". Im Finale...
...gegen Deutschland zeigte Maradona zwar keine solch überragende Leistung wie gegen England, bereitete aber fünf Minuten vor dem Abpfiff den entscheidenden Treffer zum 3:2-Endstand vor. Anschließend...
...durfte er den WM-Pokal entgegennehmen. Argentinien wurde zum zweiten Mal nach 1978 (im eigenen Land) Weltmeister. Maradona streckte den begehrten Cup in Mexiko-Stadt in die Höhe. Vier Jahre später...
...kam es zum erneuten Aufeinandertreffen mit der deutschen Nationalmannschaft in Rom. Diesmal setzte sich jedoch die DFB-Elf 1:0 durch und wurde Weltmeister. Bei der WM 1994 in den USA wurde Maradona positiv auf das Aufputschmittel Ephedrin getestet und wegen Dopings disqualifiziert. Im Jahr 2001...
...bekam Maradona ein Abschiedsspiel vor mehr als 50.000 Zuschauern im Stadion der Boca Juniors in Buenos Aires - ein Ereignis, das ihn zu Tränen rührte. "Das ist ein Ehrenspiel und kein Abschiedsspiel. Ich werde mich nie vom Fußball verabschieden", sagte Maradona bei der Gelegenheit. Doch auch nach seiner aktiven Karriere...
...produzierte Maradona jede Menge Schlagzeilen, etwa durch sein enges Verhältnis zu Kubas damaligem Staatspräsidenten Fidel Castro (hier im Oktober 2001). Oder wegen...
...seines klaren politischen Statements gegen den US-Präsidenten George W. Bush. Doch trotz aller Kapriolen...
...brach Maradonas Begeisterung für Argentiniens Fußball nie ab. Bei großen Partien wie dem WM-Gruppenspiel 2006 gegen Serbien-Montenegro in Gelsenkirchen (Foto) war er mit Leidenschaft dabei. Ab Oktober 2008...
...war Maradona Trainer der argentinischen Nationalmannschaft. Und auch als Coach verstand er es, sich perfekt in Szene zu setzen. Doch bei aller Popularität - die Ergebnisse in der Qualifikation zur WM 2010 waren nicht gerade überragend. Nur durch einen knappen...
...1:0-Sieg gegen Uruguay löste sein Team als Vierter der Südamerika-Gruppe direkt das Ticket für Südafrika. Nicht nur deswegen...
...stand Maradona in Argentinien in der Kritik. Strittige Nominierungen und ein fehlendes taktisches Konzept waren die häufigsten Vorwürfe an den einstigen Dribbelkünstler. Doch all die Kritik...
...ließ Maradona stets an sich abperlen. Seine extrovertierte Art hat er im Laufe der Jahre nicht geändert. Durch exzessiven Alkohol- und Drogenkonsum kämpft er seit Jahren mit gesundheitlichen Problemen. Bei der...
...Weltmeisterschaft in Südafrika trat Maradona mit schwarz-grauem Rauschebart und einem...
...klaren Ziel an: Der einstige Weltklasse-Fußballer wollte mit Argentinien den Titel. Stattdessen...
...setzte es gegen Deutschland eine herbe Pleite im Viertelfinale. 0:4 ging die hoch eingeschätzte Elf um Mittelfeldmann Lionel Messi damals unter. Bei der Rückkehr in die Heimat...
...bereiteten die Fans ihrem Team trotzdem einen triumphalen Empfang. Die Ära Maradona als Nationalcoach...
...endete nach gescheiterten Verhandlungen mit dem argentinischen Verband am 27. Juli 2010. Ohne Drama lief jedoch auch diese Trennung nicht ab. Auf einer Pressekonferenz erklärte Maradona, der Verbandspräsident habe ihn "belogen und betrogen." Trotz dieser herben Enttäuschung...
...hat das Geburtstagskind den Spaß am Fußball nicht verloren. Hier präsentierte er sich bei einem Freundschaftsspiel in Buenos Aires bester Laune.