Diepholzer Mumie ist aus Plastik - DER SPIEGEL
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Diepholzer Mumie Der Plastikschwindel

Ein ominöser Dachbodenfund hielt die Staatsanwaltschaft von Verden wochenlang auf Trab. Jetzt kam heraus: Die angebliche Mumie besteht aus einem Plastikskelett - und einem echten Schädel.
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"Diepholzer Mumie": Dieses Gebinde fanden Lutz-Wolfgang Kettler und sein zehnjähriger Sohn auf dem Dachboden in Diepholz.

Foto: Lutz-Wolfgang Kettler
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Eine Untersuchung in der Hamburger Rechtsmedizin sollte die Herkunft der Knochen abklären. Nun ergab sich: Nur der Schädel ist echt - der Rest ist ein Plastikskelett.

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Experten hielten das Gebilde von Anfang an für eine Fälschung: So sollen die benutzten Bandagen aus maschineller Fertigung stammen.

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Eine radiologische Untersuchung ergab zunächst, dass die Bandagen tatsächlich die Überreste eines Menschen enthalten.

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Röntgenbild der Mumie: Alle Knochen bis auf den Schädel sind mit einer metallhaltigen Substanz umhüllt.

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Bei der angeblichen Pfeilspitze in der Augenhöhle handelt es sich um Kinderspielzeug, wie der Verdener Staatsanwalt Lutz Gaebel jetzt erklärte.

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Ganzkörperaufnahme aus der Radiologie: Die Beckenknochen seien stark beschädigt, so lautete die erste Diagnose.

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Allein der Schädel der Mumie ist nicht aus Plastik: Der Unterkiefer ist um 90 Grad nach unten geklappt, die Zähne völlig makellos - keine Plomben, keine Kronen, keine Implantate. „Es handelt sich vermutlich um einen Präparationsschädel, der zu medizinischen Ausbildungszwecken genutzt wird“, so Staatsanwalt Gaebel.

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Brust und Becken der Mumie sind - wie man jetzt weiß - aus Plastik.

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