Digital Detox im Selbstversuch: App Forest - DER SPIEGEL
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Forest Digital Detox per App

Das Smartphone Smartphone sein lassen und konzentriert arbeiten: Die App Forest verspricht, dabei zu helfen. Dabei setzt sie auf eine überkommene Symbolik.
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Die digitale Technik gehört zu unserem Alltag. Aber ständig plingt oder vibriert das Smartphone und man ist schnell abgelenkt: Die App Forest verspricht Abhilfe.

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Das Versprechen: Produktiver sein und das Smartphone auch mal in Ruhe lassen - dank App. Auf den ersten Blick passt das nicht zusammen.

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Und so funktioniert Forest: Der Nutzer startet ein Zeitintervall, in welchem in der App ein Baum wächst. Das passiert aber nur solange, wie das Smartphone unangetastet bleibt.

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Wer sich nicht kontrollieren kann, macht seine Fortschritte zunichte. Zusätzlich zur App kann man sich auch ein Add-on für den Browser am PC installieren - und selbst festlegen, welche Internetangebote nicht besucht werden dürfen und welche schon. Schließlich benötigt man das Netz häufig, um überhaupt seine Arbeit erledigen zu können.

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Wer sein selbst gesetztes Intervall stört, bekommt nach wenigen Sekunden eine Warnung: Dann muss der Baum wieder von neuem wachsen.

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Die App gibt diverse Statistiken aus und versucht durch die positiv besetzte Baum-Symbolik, den Nutzer zum Smartphone-Verzicht zu animieren. Die Bedienung der App erfordert aber natürlich auch, dass man sein Smartphone zur Hand nimmt.

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Sinnvoll könnte die App für Nutzer sein, die ihr Handy extrem oft in der Hand haben und fast schon automatisch diverse Apps wie Facebook, Snapchat oder Instagram checken.

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Die Natur als Freund, die digitale Technik als Feind: Forest bedient einfache Denkmuster, die so in der heutigen Zeit nicht mehr gelten können.

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Fang noch mal von vorne an: Wer sich trotzdem mit Forest beschäftigen möchte, wird erste Misserfolge hinnehmen müssen - etwa wenn man sich allzu ehrgeizige Ziele gesetzt hat.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?