Digitale Helden Monster, Mumien, Animationen
Mit "The Matrix" (1999) wiesen die Wachowski-Geschwister visuell und inhaltlich in die Zukunft - beim zweiten Teil "Matrix Reloaded" (2002) fühlte sich das schon viel schaler an.
"Speed Racer" (2007) beschehrte den Wachowski-Geschwistern schließlich einen digitalen Riesenflop - von ihren Visionen waren nur Farbspritzer übrig geblieben.
Die Unwesen der "Monster AG" (2001) überzeugten mit gekonnter Charakter- und Fellzeichnung.
Hironobu Sakaguchis "Final Fantasy" (2001): Das erste voll computeranimierte Sci-Fi-Spektakel war ein wichtiger Schritt für die Eroberung des virtuellen Raumes - doch noch fehlte den digitalen Protagonisten emotionale Tiefe.
So niendlich können grüne Monster sein: 2010 folgt mit "Shrek Forever After" schon der vierte Teil des Trick-Märchens.
Bei Gollum aus Peter Jacksons "Herr der Ringe"-Trilogie (2001 - 2003) war die Beseelung der animierten Geschöpfe schon deutlich besser gelungen: Sollte man sich vor der Kreatur ekeln - oder mit ihr weinen?
Ducken oder streicheln? Bei "King Kong" (2005) gelang Peter Jackson das Kunststück der gefühlvollen Digitalbestie erneut.
Es muss nicht immer Tier sein: In Alex Proyas' "I, Robot" (2004) hat es Will Smith mit einer Heerschar an Robotern zu tun.
Sam Raimi bietet mit seinen Spider-Man-Filmen (ab 2001) nicht nur grandios gepixelte Helden, sondern ließ sie auch gekonnt durch ein digitalisiertes New York schwingen und fliegen.
Mit Hurrikanen über Los Angeles und einem vereisten New York schuf Roland Emmerich in "The Day After Tomorrow" (2004) unvergessliche Bilder der Zerstörung.
Wie schon in "Der Polarexpress" versuchte sich Robert Zemeckis in "Die Legende von Beowulf" (2007) an der Motion-Capture-Technik, mit der die Mimik von Schauspielern digitalisiert wird.
So sieht die Gegenwart und die Zukunft aus: James Camerons stilprägender Epos "Avatar" (2009)