Digitaler Hype - DER SPIEGEL
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Digitaler Hype Als die große Blase platzte

Es gibt Glücksmomente, an die man später nicht gern zurückdenkt. Weil sie ungenutzt verflogen sind, weil man nicht zufrieden war mit diesem Glück, immer mehr wollte und am Ende mit nichts da stand. Die Geschichte des Dotcom-Booms ist eine moderne Version dieses Märchens: der Aufstieg vieler Menschen zu reichen Spekulanten - und ihr tiefer Fall.
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10 Jahre T-Aktie: Der damalige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Ron Sommer, zeigt vor der Deutschen Börse in Frankfurt am Main auf die Anzeigentafel, auf der der Erstausgabepreis von 28,50 DM für die Telekom-Aktie zu lesen ist. Mit dem Börsengang schlug die Deutschen Telekom im Jahr 1996 ein neues Kapital in der Firmengeschichte auf. Knapp zwei Jahre vorher war aus dem Unternehmen, das aus der alten Post entstanden war, eine Aktiengesellschaft geworden.

Foto: Stephanie Pilick / dpa
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Telekom-Aktie: Das Bild vom 16. September 1996 zeigt ein Muster der Aktie, mit der die Telekom AG im November an die Börse gehen will. Die Aktie soll zwischen 25 und 30 Mark kosten, wie der Vorstandsvorsitzende Ron Sommer am Montag, 21. Oktober 1996, auf einer Pressekonferenz in Bonn ankündigt. Zu diesem Zeitpunkt haben mehr als drei Millionen Menschen Interesse an der T-Aktie angemeldet, die am 18. November in Frankfurt/M. und NewYork erstmals an der Börse notiert werden soll.

Foto: dpa
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WIRED: The Bot.Com Future: Das Cover der Dotcom-Bibel Wired im März 2000.

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Firma SinnerSchrader AG Hamburg: Der Geschäftsführer der Internet Firma SinnerSchrader AG, Matthias Schrader (3.v.l.), steht am 15.10.2002 zusammen mit einigen Mitarbeitern in einem Büro der Firma vor einem Monitor. Angesichts der Branchenkrise ist den knapp 200 Überlebenden der 'New Economy' aber nicht zum Feiern zumute. Bei den Internet-Unternehmen hat mittelständische Nüchternheit die wilde Euphorie der Gründerjahre verdrängt. Allein 2001 gingen in Deutschland 450 Firmen Pleite.

Foto: dpa
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Matthias Schrader und Oliver Sinner: Matthias Schrader (r.) und Oliver Sinner, Vorstandsvorsitzende der SinnerSchrader Aktiengesellschaft, im November 2000 in Frankfurt. SinnerSchrader ist das führende Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen für eCommerce-Anwendungen in Deutschland. Im Mittelpunkt steht die Konzeption und Entwicklung transaktionaler Internetanwendungen und deren Etablierung am Markt. Der E-Commerce-Entwickler ist seit November 2000 am Neuen Markt notiert.

Foto: dpa
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Google-Kursrekord: Börsenwert jetzt 174,8 Milliarden Dollar: Der Stand von Google auf der Buchmesse in Frankfurt am Main am 21. Oktober 2005. Die Google-Aktien haben zum Wochenschluss mit einem Kurs von 560,10 Dollar einen neuen Höchststand erreicht. Ihr Preis hat sich damit seit dem Gang an die NASDAQ-Börse zum Preis von 85 Dollar innerhalb von drei Jahren mehr als versechsfacht. Seit dem Zwölfmonatstief vor knapp einem Jahr sind die Google-Aktien um 41 Prozent in die Höhe geschossen.

Foto: dpa
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Dauereinsatz an der Tastatur: Ein erschöpfter Programmierer der Firma Red Hat zwischen Computer und Essensresten an seinem Arbeitsplatz. Die starke Nachfrage großer Computerfirmen nach einer Alternative zu Windows NT forderte 1999 die Linux-Software-Schmiede Red Hat rund um die Uhr.

Foto: AP
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Unternehmen Größenwahn: Anlass der SPIEGEL-Titelgeschichte (11/2000) war der Größenwahn kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase: Mega-Konzerne entstanden, die Börse kletterte auf immer neue Rekordstände, und Anleger kauften Aktien, als ob es am nächsten Tag keine mehr gäbe.

Foto: DER SPIEGEL
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Y2K: Der Jahrtausendwechsel schien unkalkulierbare Risiken zu bergen, Untergangsszenarien hatten Hochkonjunktur, komplexe Computerabstürze drohten das öffentliche Leben lahm zu legen. John Koskinen leitete in den USA den Rat des Präsidenten für die notwendigen Maßnahmen zur Vorbereitung eines reibungslosen Jahrtausendwechsels.

Foto: AP
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Paniktaste auf der Tastatur: Ein symbolisches Bild für die hochkochenden Gerüchte und die Panikmache vor der Jahrtausendumstellung, bekannt unter dem Kürzel Y2K.

Foto: Ben Margot / AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?