Dinosaurier Riesenechsen blieben cool
Nachbildung von Tyrannosaurus Rex (oben), Ceratosaurus (l.) und Albertosaurus (r.): Waren Dinosaurier warm- oder kaltblütig? Um diese Frage zu klären, haben Paläontologen den Zahnschmelz von Urzeitechsen zweiter Gattungen untersucht. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Dinosaurier Warmblüter waren.
Grabung in Wyoming: Die Forscher untersuchten die Zähne verschiedener Dinosaurier: eines bis zu 20 Meter langen Camarasaurus, dessen Überreste in den den USA gefunden wurden, sowie eines bis zu 23 Meter langen Brachiosaurus aus Tansania. Die Giganten lebten vor rund 150 Millionen Jahren in der Jurazeit.
Dinosaurierzahn: Der Hauptbestandteil des Zahnschmelzes, das mineralische Bioapatit, übersteht Jahrmillionen unverändert. In sehr geringen Mengen kommen darin das Kohlenstoffisotop C-13 und das Sauerstoffisotop O-18 vor. Beide sind im Bioapatit in umso größerer Menge enthalten, je tiefer die Temperatur war, bei der sich das Mineral bildete. Daher...
...lassen sich durch Isotopenanalyse von Zähnen die mittleren Körpertemperaturen von heutigen und ausgestorbenen Säugetieren und Reptilien mit einer Genauigkeit von ein bis zwei Grad ermitteln.
Wohlfühl-Temperatur: Die errechneten Temperaturwerte von 36 bis 38 Grad Celsius liegen deutlich höher als bei kaltblütigen Krokodilen und etwas tiefer als bei Vögeln. Weiterhin ungeklärt bleibt aber, ob die Riesenechsen ihre Körpertemperatur wie Säugetiere einer hohen Stoffwechselaktivität verdankten und wie sie eine Überhitzung verhindern konnten, berichten die Wissenschaftler.
Zeichnung eines Sauropoden: Riesensaurier könnten ihre Körperwärme auch bei geringer Stoffwechselleistung erzielt haben, da ihre Körpermasse einen Wärmeverlust erschwert. "Ein Tier mit der Fleischmasse von der Größe eines Zimmers wird erst dann kalt, wenn es tot ist", sagt John Eiler am California Institute of Technology in Pasadena.