Dioxin-Skandal Gift im Futtertrog
Der Dioxin-Skandal weitet sich aus: In einem Betrieb im Landkreis Verden in Niedersachsen wiesen Prüfer bei der Probeschlachtung von zwei Schweinen eine erhöhte Dioxin-Belastung nach. Laut Bundesamt für Risikobewertung lag der Wert 50 Prozent über dem zulässigen Grenzwert. 140 Tiere auf dem Betrieb müssen nun getötet und die Kadaver entsorgt werden.
Das Gift war bisher in Eiern und im Gewebe von Legehennen nachgewiesen worden. Das Bild zeigt einen Test an Eiern in einem Labor in Sachsen-Anhalt.
Zu einer folgenschweren Panne kam es in Niedersachsen: In der Region Hannover sind in mehreren Supermärkten Eier eines wegen des Dioxin-Skandals vorsorglich gesperrten Hofs in den Handel gelangt. Das Landwirtschaftsministerium geht von einem Versehen aus.
Stand 11. Januar waren in Niedersachsen noch 330 Betriebe gesperrt. Darunter waren auch 50 Betriebe mit Legehennen. Betroffen waren zudem 100 Schweinemäster sowie Geflügelmäster.
Ein Veterinär in Niedersachsen wollte nicht ausschließen, dass dioxinbelastetes Schweinefleisch bereits auf den Markt gekommen ist. Das Landwirtschaftsministerium will weitere Funde von dioxinbelastetem Fleisch nicht ausschließen. "Da könnten noch weitere dazukommen", sagte ein Sprecher.