Dirk Müller Mr. Dax und die Medien
Experte Müller: "Dirk, werde bitte unser nächster Bundeskanzler!"
Müller ist ein Produkt der Medien. Bis vor wenigen Jahren war Müller ein normaler Makler an der Frankfurter Börse.
Zuerst entdeckten ihn die Fotografen: Als Börsenmakler saß Müller jahrelang vor der Dax-Tafel am Frankfurter Parkett. Wenn die Kurse stiegen, strahlte er in die Kameras, wenn die Dax-Kurve nach unten zeigte, schaute er ängstlich.
Lange bevor die Öffentlichkeit seinen Namen kannte, wurde Müller so zu Mr. Dax.
Müller ist foto- und telegen, zudem kann er so einfach über Wirtschaft reden, dass fast alle ihn verstehen.
Müllers Lösungsvorschlag für die Krise klingt gewagt: Er will staatlich garantierte europäische Infrastrukturfonds schaffen, die die Energiewende finanzieren sollen.
Das Geld soll von reichen Privatleuten und Versicherungskonzernen kommen. Die Investitionen lösten einen Boom an Steuereinnahmen aus, mit dem die Staaten ihre Schulden dann leicht zurückzahlen könnten.
Müller: Das Konzept habe er "hochrangigen Vertretern" in Wirtschaft und Politik vorgetragen, sagt der Ex-Börsenmann. "Jedes Mal war die Reaktion: Wieso haben wir das noch nicht? Das ist die Lösung!"