"Divinity Original Sin 2" Teamplay in Rivellon
Schon den Vorgänger finanzierte Larian per Kickstarter. Für "Divinity: Original Sin 2" konnte das Studio mehr als zwei Millionen Dollar vorab einsammeln. Entsprechend opulent ist das Rollenspiel geworden.
Zu Spielbeginn kann man sich zwischen sechs Charakteren entscheiden, die alle eine andere Hintergrundgeschichte haben. Welche Fertigkeiten sie besitzen, lässt sich frei wählen. Im Bild: Elfe Sebille.
Bis zu vier Charaktere können eine Gruppe bilden - und von maximal vier Spielern gesteuert werden, die sich online oder über LAN verbinden.
Die Kämpfe werden mit Taktik gewonnen. Eine Vielzahl verschiedener Fertigkeiten ermöglicht es, Flächen oder Gegner anzuzünden, zu löschen, einzufrieren, zu vergiften, umzuwerfen und so weiter.
Es muss nicht immer Kampf sein - ebenso lassen sich Situationen mit den richtigen Argumenten lösen.
Die Charakterentwicklung ist klassisch: Bei jedem Stufenaufstieg gibt es Punkte, die auf Attribute (Stärke, Intelligenz usw.), Fertigkeiten (von Luftzauberei bis Zweihandwaffen) und spezielle Talente (etwa mit Tieren zu sprechen) verteilt werden.
Wer sich fragt, warum die Leute abgetrennte Gliedmaßen im Gepäck haben: Elfen essen die und erhalten so Erinnerungen und manchmal Fertigkeiten der Toten. Ja, da sieht man Elfen gleich in einen anderen Licht.
Wie im Vorgänger ist Handwerk eine Option: Man kann sich zum Beispiel aus Fisch ein heilendes Essen zubereiten oder mit Metallplatten, Hammer und Amboss eine Rüstung schmieden.
"Original Sin 2" spielt zwar zeitlich deutlich später als der erste Teil, knüpft aber inhaltlich an diesen an. Und wie das in Rollenspielen eben oft ist: Es geht um etwas ganz Großes, Weltentscheidendes.
Was wohl der Söldner auf Rachefeldzug tut, wenn er das Schicksal der Welt in den Händen hält?
Oder überlassen wir es lieber der besessenen Gauklerin? Dass man nur vier der sechs durchweg interessanten Charaktere mitnehmen kann, weckt schon in den ersten Spielstunden die Lust auf einen zweiten Durchgang.
"Original Sin 2" stellt einige Fertigkeiten zur Auswahl, die es im Vorgänger nicht gab. So kann sich etwa der Metamorph Flügel wachsen lassen, um über Abgründe oder auf Türme zu fliegen.
Sich schnell fortzubewegen ist gerade im Kampf oft der Schlüssel zum Erfolg. Genauso wie das Ausnutzen der Umgebung, etwa das Anzünden von Ölfässern.
Ebenfalls neu: Als Beschwörer kann man verschiedene Elementarwesen zur Hilfe rufen.
Wer keinen der sechs Charaktere, wie etwa den roten Prinzen, spielen will, kann sich übrigens auch einen eigenen erstellen. Dem fehlt dann natürlich die entsprechende Hintergrundstory.
Ist ein wandelndes Skelett nicht etwas auffällig? Nicht ohne Grund sucht der Untote nach einer Möglichkeit, als Lebender zu erscheinen.
Egal für welchen Charakter man sich entscheidet - zu Beginn des Spiels ist man erst einmal gefangen. Das ist zwar etwas abgeschmackt, trübt aber die Stimmung nicht wirklich.