Docma, Kleid aus Milch - DER SPIEGEL
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Effektfotografie So wird das Kleid aus Milch gemacht

Kleidung aus Flüssigkeiten? Wie soll das gehen? Docma-Chefredakteur Christoph Künne hat es sich vom Fotografen Alexander Heinrichs erklären lassen und ihm bei einem solchen Projekt über die Schulter geschaut.
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Joy muss diese Pose etwa eine Stunde lang halten können, bis alle relevanten Körperteile mit der Flüssigkeit benetzt sind. Die Arm- und Beinhaltung sollte also "gut stehbar" sein. Zudem dürfen vor allem die Arme nicht zu nah am Körper anliegen, da es den Effekt eines hautengen Kleides nachhaltig stört, wenn Gliedmaßen in der Flüssigkeit zu verschwinden drohen.

Foto: DOCMA
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Der Lichtaufbau ist - abgesehen von einer kleinen Besonderheit zur Hintergrundausleuchtung - relativ einfach: Hinter dem Model steht rechts und links jeweils ein Blitzkopf mit Normalreflektor (1) und eingesetztem Wabenfilter. Die Waben sollen das harte Licht zum einen bündeln und zum anderen vermeiden, dass es bei diesem künstlichen Gegenlicht unerwünschte Reflexionen im Objektiv gibt. Als Hauptlicht fungiert ein Blitzkopf mit 150 Zentimeter großem Parabolschirm (2). Der schwarze Hintergrund wird mit einem vierten Blitzkopf (3) aufgehellt, vor den - dem Effekt zuliebe - blaue Folie gespannt ist.

Foto: DOCMA
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Beim Verspritzen gibt es mehrere Aspekte zu berücksichtigen: Zunächst müssen alle Körperteile, die später mit dem Milchkeid verhüllt werden sollen, wenigstens einmal angespritzt werden.

Foto: DOCMA
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Vier Teile H-Milch, drei Teile Fingerfarbe, 13 Teile Wasser und dann alles gut mit der Bohrmaschine im großen Eimer verrühren - das ist Alexander Heinrichs Spezialrezept für fotogene "Milch".

Foto: DOCMA
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Nach vielen Stunden Arbeit sieht das Ergebnis so aus und lässt den unbedarften Betrachter rätseln, wie es wohl gelungen ist, dem Model ein Kleid aus Milch überzustreifen.

Foto: DOCMA
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