Documenta-Highlights Parthenon und Panzer
Der "Parthenon der Bücher" von Marta Minujin auf dem Friedrichsplatz: 50.000 vakuumierte Bücher hängt die argentinische Künstlerin an ein Metallgerüst in der Form eines griechischen Tempels. Erstmalig findet die Documenta nicht nur in Kassel, sondern auch in Athen statt.
Gesichtslose Gastarbeiter: Der griechische Künstler Vlassis Caniaris befasste sich in den Siebzigerjahren mit dem Leben im Exil.
Die Documenta 14 ist eine hochpolitische Schau. Kendall Geers bedrückende Sammlung von Stacheldraht ist im Fridericianum zu sehen.
Gemälde von Mariam Cahn aus dem Werkkomplex "Koennteichsein": Wer "von Athen lernen" will - so der Documenta-Titel - muss Empathie beweisen.
Hart und weich zugleich: Dieser Panzer aus Sitzpolstern ist ein Werk von Andreas Angelidakis.
Acryl, Seil und Jute: Gemälde "Der Ertrunkene" des senegalesischen Künstlers El Hadji Sy.
Vorhang aus Rentierschädeln von Máret Ánne Sara: "Pile o Sápmi" sowie weitere Schriftstücke und Skulpturen setzen sich für den Schutz der Rentiere und damit des nordskandinavischen Sami-Volkes ein.
Künstler Beau Dick ist Häuptling der Kwakwaka'wakw, ein indigenes Volk in Kanada, das auf den Inseln vor der Westküste lebt. Er zeigt auf der Documenta Masken von Fabelwesen.
Otobong Nkanga ließ für die Documenta schwarze Seifenblöcke herstellen, um über Herstellung und Vertrieb von Konsumgütern aufzuklären. Die Seifen werden von Performern in der Kasseler Innenstadt verkauft.
Auch der Bildhauer Dan Petermann befasst sich mit Nachhaltigkeit: Er zeigt in der Neuen Neuen Galerie recycelte Eisenbarren.
Neue Video-Installation "Atlas Fractured" von Theo Eshetu: Als Leinwand dient ein Transparent, das einst die Fassade des Ethnologischen Museums in Berlin-Dahlem verkleidete.