Doliio - das verspricht die App - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Fake-App Das verspricht Doliio

Automatische Antworten für Facebook, Snapchat und WhatsApp: Die App Doliio verspricht, einen digitalen Klon ihres Besitzers zu erschaffen. Doch was gruselig klingt, ist vor allem Hochstapelei.
1 / 9

Die Macher von Doliio preisen auf ihrer Website einen "Autonomous Self-Agent" an. Damit ist ein digitaler Klon gemeint, der die Social-Media-Aktivitäten seines Nutzers übernimmt. Einen ausdrücklichen Hinweis auf Satire gibt es auf der Website nicht.

Foto: doliio
2 / 9

Der digitale Klon soll den Nutzer mittels künstlicher Intellgienz kennenlernen und sein Verhalten genau nachahmen. Dem Promo-Video zufolge kann er zehn soziale Netzwerke bespielen - von Facebook bis Snapchat.

Foto: YouTube/ doliio
3 / 9

In dieser Szene aus dem Promo-Video wird die versteckte Ironie sichtbar. "Ich bin zu 66 Prozent du", schreibt die Software ihrer Nutzerin. Die genaue Prozentzahl zeigt, wie absurd Doliios Versprechungen eigentilch sind: Ein Bot behauptet, er könnte eine Persönlichkeit kopieren.

Foto: YouTube/ doliio
4 / 9

All das soll die fiktive App für den Nutzer erledigen können: Twittern, Geburtstagswünsche übermitteln, Tinder-Machtes sammeln, Termine managen. Schön wärs.

Foto: YouTube/ doliio
5 / 9

Noch eine ironische Kostprobe: Mit einem knalligen Comic versprechen die Macher den künftigen App-Nutzern Superkräfte. Dank ihres digitalen Klons könnten sie sich nämlich verdoppeln – das sei "übermenschlich".

Foto: doliio
6 / 9

Diese Screenshots sollen weitere Funktionen der App vorführen. Hier informiert der digitale Klon sein Herrrchen am Ende des Tages über die verrichtete Arbeit.

Foto: doliio
7 / 9

Noch ein absurdes Feature der App: Doliio soll die Intensität von Freundschaften in Form eines Kurvendiagramms darstellen. Zu verstehen ist das wohl als eine Parodie auf die Auswertung von Nutzerdaten zu Marketing-Zwecken. Auch diese Szene aus einem Promo-Video ist nicht als Satire gekennzeichnet.

Foto: YouTube/ doliio
8 / 9

In diesem Promo-Video gesteht ein vermeintlicher Doliio-Nutzer: Seine Freundin mag den digitalen Klon lieber als ihn selbst.

Foto: YouTube/ doliio
9 / 9

Auf der eigenen Website wirbt Doliio noch immer um Beta-Tester. Was die Macher mit den Freiwilligen wirklich vorhaben, ist nicht bekannt.

Foto: doliio
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?