Fake-App Das verspricht Doliio
Die Macher von Doliio preisen auf ihrer Website einen "Autonomous Self-Agent" an. Damit ist ein digitaler Klon gemeint, der die Social-Media-Aktivitäten seines Nutzers übernimmt. Einen ausdrücklichen Hinweis auf Satire gibt es auf der Website nicht.
Der digitale Klon soll den Nutzer mittels künstlicher Intellgienz kennenlernen und sein Verhalten genau nachahmen. Dem Promo-Video zufolge kann er zehn soziale Netzwerke bespielen - von Facebook bis Snapchat.
In dieser Szene aus dem Promo-Video wird die versteckte Ironie sichtbar. "Ich bin zu 66 Prozent du", schreibt die Software ihrer Nutzerin. Die genaue Prozentzahl zeigt, wie absurd Doliios Versprechungen eigentilch sind: Ein Bot behauptet, er könnte eine Persönlichkeit kopieren.
All das soll die fiktive App für den Nutzer erledigen können: Twittern, Geburtstagswünsche übermitteln, Tinder-Machtes sammeln, Termine managen. Schön wärs.
Noch eine ironische Kostprobe: Mit einem knalligen Comic versprechen die Macher den künftigen App-Nutzern Superkräfte. Dank ihres digitalen Klons könnten sie sich nämlich verdoppeln das sei "übermenschlich".
Diese Screenshots sollen weitere Funktionen der App vorführen. Hier informiert der digitale Klon sein Herrrchen am Ende des Tages über die verrichtete Arbeit.
Noch ein absurdes Feature der App: Doliio soll die Intensität von Freundschaften in Form eines Kurvendiagramms darstellen. Zu verstehen ist das wohl als eine Parodie auf die Auswertung von Nutzerdaten zu Marketing-Zwecken. Auch diese Szene aus einem Promo-Video ist nicht als Satire gekennzeichnet.
In diesem Promo-Video gesteht ein vermeintlicher Doliio-Nutzer: Seine Freundin mag den digitalen Klon lieber als ihn selbst.
Auf der eigenen Website wirbt Doliio noch immer um Beta-Tester. Was die Macher mit den Freiwilligen wirklich vorhaben, ist nicht bekannt.