Dominik in Ägypten Wo sich Fuchs und Student gute Nacht sagen
Nach drei Monaten in Ägypten nutzt Dominik Peters die vorlesungsfreie Zeit während des Eid-al-Adha-Festes, tauscht den Hörsaal mit Wüsten und Oasen. Zehn Tage lang ist er unterwegs, um sein Gastland und seine Menschen kennenzulernen. mehr...
Acht Autostunden von der Megametropole Kairo entfernt ist nichts. Kilometerweit nichts. Stattdessen nur Wüste, aus weißem Stein,...
...schwarzem Stein...
...oder auch aus Sand, die sich selbst im November noch tagsüber in einen Glutofen verwandelt.
Nachts entspannt Dominik Peters bei Linsensuppe am Lagerfeuer, betrachtet den Sternenhimmel oder die Wüstenfüchse, die direkt an seinen Schlafsack heranschleichen. Am nächsten Morgen begrüßt ihn sein Reisebegleiter mit den Worten: "Willkommen in Alaska, mein Freund."
Inmitten der libyschen Wüste tauchen immer wieder unerwartet Oasen auf...
...und am Ende des Roadtrips auch ein Brunnen, der mechanisch betrieben wird und aus dem 54 Grad heißes Wasser an die Oberfläche befördert wird. Damit hat für Dominik Peters die Katzenwäsche ein Ende.
Die Reise aber noch lange nicht, stattdessen reist der Student weiter Richtung sudanesischer Grenze,...
...immer am Nil, dem größten Fluss der Erde, entlang. Mal auf Motorbooten,...
...mal auf Segelbooten.
Die Art zu reisen entschleunigt - und steht im krassen Kontrast zum Autoverkehr.
Wenn der Wind aber nicht mitspielt und kein Motor an Bord ist, dann wird es anstrengend: Während Dominik Peters das Steuer von Käpt'n Mahmud übernimmt, rudert der samt Matrosen Mohammed Richtung Luxor.
Dort warten fliegende Souvenirhändler bereits am Schiffskai auf Touristen mit Postkarten und "Lay Ban"-Sonnenbrillen. Wahlweise locken auch skurrile Steinstatuen mit Riesen-Penissen die Touristen in die Buden.
Ein ähnliches Gedränge herrscht in Assuan am Zugkartenschalter der Männer. Dort und in Luxor versucht Dominik Peters tagelang, ein Rückfahrtticket in die Hauptstadt zu bekommen, und erlebt Faustkämpfe mit. Am Schluss springt er einfach auf den Zug auf -und fährt 13,5 Stunden stehend durch die Nacht nach Kairo.