Doping Auch der Westen machte mit
Argentiniens Maradona: Weltmeister 1986, Dopingsünder
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Der Fußball ist erneut in den Fokus der Doping-Debatte gerückt: Bei drei Spielern der deutschen WM-Elf von 1966 wurden Spuren eines verbotenen Schnupfenmittels gefunden. Der DFB weist den Dopingverdacht bis heute zurück.
Der Fall der Siebenkämpferin Birgit Dressel hat 1987 viele Menschen schockiert. Die Sportlerin, die vollgepumpt mit Medikamenten im Alter von 26 Jahren starb, gilt als Dopingopfer. Aber zu einem radikalen Umdenken hat ihr Tod nicht geführt.
Dressel war Klientin des Freiburger Sportmediziners Armin Klümper. Klümper galt als Institution der westdeutschen Sportmedizin. Gegen Dopingvorwürfe hat er sich immer gewehrt. Auch eine Mitverantwortung am Tod Dressels hat er abgelehnt.
Klümper zählte zur Freiburger Schule um den Arzt Joseph Keul. Keul, im Jahr 2000 verstorben, war Chefmediziner der westdeutschen Olympiamannschaften. Zudem betreute er die deutsche Davis-Cup-Equipe. Seine Rolle im Dopingfall um das Radsport-Team Telekom ist umstritten.
Doping im westdeutschen Spitzensport - diskutiert wurde das bereits in den siebziger Jahren. Zum Beispiel als der Ruderstar Peter-Michael Kolbe bei den Sommerspielen 1976 als hoher Favorit an den Start ging und das Einer-Rennen verlor. Er gab einer Spritze die Schuld - die er vor dem Rennen erhalten hatte und die auf den Kölner Sportarzt Alois Mader zurückging. Mader hatte sein Handwerk in der DDR gelernt.
Er war im Gegensatz zu Kolbe tatsächlich Olympiasieger: Gewichtheber Karl-Heinz Radschinsky gewann Gold 1984 in Los Angeles. 1986 wurde er wegen illegalen Anabolika-Handels verurteilt.
Hochspringer Carlo Thränhardt, der in den achtziger Jahren mehrfach den Europarekord verbesserte, wies die Funktionäre damals auf seine Dopingbeobachtungen hin - doch die wollten angeblich nichts davon wissen.