Doping bei der Tour Die Ära Epo
Jan Ullrich (l.) und Erik Zabel sollen bei der Tour de France 1998 mit Epo gedopt. Das geht aus einem Bericht der Anti-Doping-Kommission des französischen Senats hervor.
Ullrich, hier im Gelben Trikot des Gesamtführenden und Zabel galten jahrelang als das Aushängeschild des deutschen Radsports. Nun bringen die Ergebnisse beide in Bedrängnis.
Jan Ullrich hatte vor einem Monat erstmals Doping gestanden. Dabei gab er allerdings nur Eigenblutdoping zu.
Erik Zabel hatte am 24. Mai 2007 in Bonn sein Doping-Geständnis abgelegt. Er gab zu, nur einmal bei der Tour 1996 Epo genommen zu haben. Zabel hatte 1998 sein drittes von insgesamt sechs Grünen Trikots gewonnen.
Der Italiener Marco Pantani steht ebenfalls auf der Liste der französischen Anti-Doping-Kommission. Dem 2004 verstorbenen Pantani soll sein Titel aber nicht aberkannt werden.
Jan Ullrich und Marco Pantani während der 21. und letzten Etappe von Melun nach Paris bei der Tour der France 1998.
Auch der französische Radprofi Laurent Jalabert soll als einer von mehreren Fahrern als Dopingsünder aufgeflogen sein.
Jalabert gewann 1992 und 1995 das Grüne Trikot bei der Tour de France. Der Franzose gilt als einer der erfolgreichsten Radprofis der neunziger Jahre und muss sich nun wie Ullrich und Zabel den Doping-Enthüllungen stellen.
Abraham Elano (l., neben Jan Ullrich) steht ebenfalls auf der Epo-Liste des französischen Senats. Der Spanier war 1995 Straßen- und 1998 Zeitfahr-Weltmeister.
Auch der Italiener Mario Cipollini steht im Fokus. Er galt in den 90er Jahren als einer der besten Sprinter. Insgesamt feierte er zwölf Etappensiege bei der Tour und sogar 42 Tagessiege beim Giro.
Jacky Durand (l., mit Laurent Jalabert) schaffte bei der Tour insgesamt drei Etappensiege. Auch er wurde als Epo-Sünder enttarnt.
Der Franzose Laurent Desbiens vom Team Cofidis gewann bei der Tour de France eine Etappe.
Auch Manuel Beltran gehört zu den vom französischen Senat genannten Epo-Dopern. Der Spanier gewann 1999 die Katalonien-Rundfahrt.