Dotter-Schocker - DER SPIEGEL
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Rekordeier Das Größte, das Kleinste, das Schlauste

Die neue Ei-Zeit beginnt jetzt! Pünktlich zu Ostern hat einestages die Gelege der Welt durchkämmt und ist auf jede Menge Wahnsinns-Eier gestoßen. Darunter das kleinste, das älteste, das ekligste und das eckigste Ei - und eins in dem man wohnen kann.
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Das größte Ei: Der Madagaskar-Strauß oder Elefantenvogel legte die größten der Wissenschaft bekannten Eier. Der bis zu dreieinhalb Meter große und eine halbe Tonne schwere Riesenvogel ließ, was die Dimensionen seines Geleges anging, selbst Dinosaurier alt aussehen - bis er etwa Mitte des 17. Jahrhunderts ausstarb. Das Ei gehört zur Sammlung der Familie Breitkreutz.

Foto: Edith Breitkreutz
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Der Ostereierbaum: Dieses österliche Gewächs feierte in Ausgabe 229 der legendären Yps-Hefte sein Debüt. Wem es gelang die Samen, die dem Heft beilagen zu einer Pflanze wachsen zu lassen, konnte Monate später Eier ernten. Na ja, nicht ganz. Der Ostereierbaum heißt in Wirklichkeit Solanum melonga und gehört zur Gattung der Nachtschatten. Und die vermeidlichen Eier sind weiße, eiförmige Auberginen. Mehr Infos zu den Yps-Heften finden Sie hier. 

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Das elektronische Ei: Das Tamagotchi macht seinen Besitzer zur Henne. Der Name ist eine Wortschöpfung aus "Tamago", japanisch für Ei, und "Wotchi", zu deutsch "Uhr". Das "virtuelle Haustier" kommt aus Japan und ist ein kleines Küken, das gefüttert, gepflegt, geputzt und geliebt werden will. Vernachlässigt das Herrchen oder Frauchen das virtuelle Tier, meldet es sich zunächst durch Piepsen. Schenkt man ihm auch dann nicht die nötige Aufmerksamkeit, stirbt es. Man kann jedoch jederzeit ein Neues schlüpfen lassen. Ende der Neunziger war das Tamagotchi ein weltweiter Verkaufsschlager. In Deutschland kam das E-Küken für 29 Mark auf den Markt - und verkaufte sich millionenfach.

Foto: AP
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Das größte Osterei: Um der Gemeinde etwas besonderes zu bieten, wurde 2004 für den großen Ostermarkt der Kulturwerkstadt Schnopfhagen in der österreichischen 3.000-Seelen-Gemeinde Oberneukirchen ein riesiges bemaltes Osterei gebaut. Ein Jahr später war es offiziell das "größte bemalte Osterei der Welt" und stand im Guinness-Buch - heute ist es ein Hotel mit zwölf Betten  und steht in Bad Großpertholz/Abschlag. Besuchen Sie die Website der Kulturwerkstatt Schnopfhagen .

Foto: Kulturwerkstadt Schnopfhagen
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Das teuerste Ei: Am 28. November 2007 kam dieses Fabergé-Ei im Auktionshaus Christie unter den Hammer. Ein anonymer russischer Bieter erstand das edle Ei für die stolze Summe von 12,5 Millionen Euro. Das Schmuckstück von 1902 stammt ursprünglich aus dem Besitz der Bankiersfamilie Rothschild und ist das einzige bekannte Ei, das Carl Fabergé nicht für die russische Zarenfamilie angefertigt hat.

Foto: dpa
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Das eckigste Ei: Wow! Eckige Eier! Wenn das mal nicht eines der beeindruckendsten Yps-Gimmicks überhaupt war. Wie würde wohl das Gimmick, das seine Premiere in Yps-Ausgabe 172 feierte, wohl aussehen, fragte man sich damals? Würde es ein Nahrungsmittel-Zusatz für Hühner sein? Oder ein geheimes Kochrezept? Oder vielleicht sogar das Ei selbst? Am Ende war es "nur" eine Art Form in die man das fertig gekochte Ei hineinpresste und abkühlen ließ. Eckig wurde es dennoch. Cool! Mehr Infos zu den Yps-Heften finden Sie hier. 

Foto: ypsfanpage.de
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Das ekligste Ei: Was aussieht, als hätte man es soeben aus einem WG-Kühlschrank geborgen, ist tatsächlich eine chinesische Delikatesse. Die sogenannten "Tausendjährigen Eier" - auch "Hundertjährige Eier", "Pidan" oder "Leder-Eier" genannt - werden aus rohen Enteneiern hergestellt. Die Eier werden für etwa drei Monate in einer Masse aus Kiefernadelasche, gebranntem Kalk, Salz und Wasser eingelegt. In dieser Zeit verfärbt sich das Eiklar dunkel und nimmt die Konsistenz von Gelee an, während der Dotter grün wird und eine quarkige Konsistenz annimmt. Geschmack und Geruch der Eier erinnern an würzigen Käse.

Foto: Casual Chin
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Der erste Eierkopf: ... war vermutlich Adlai E. Stevenson. Er trat 1952 und 1956 gegen Dwight D. Eisenhower an - und verlor. Eisenhowers Vize-Präsident Richard Nixon benutzte damals im Wahlkampf erstmals den Begriff "egg-head", um die Kandidaten der Demokraten als abgehobene Intellektuelle zu diffamieren.

Foto: AP
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Das größte Schoko-Ei: Dieses Jumbo-Ei stand 2005 in Sint-Niklaas, Belgien. 26 Meister-Chocolatiers fertigten es aus fast zweitausend Kilo Schokolade an. Mit einer Höhe von 8,32 und einer Breite von 6,39 ist es zwar das größte Osterei, nicht aber das schwerste. Das wurde 1992 in Australien von der Firma Cadburry hergestellt und wog 4,76 Tonnen bei 7,1 Metern Höhe.

Foto: Getty Images
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Das Ei des Kolumbus: Der Sage nach soll Christoph Kolumbus bei einem Essen bei Kardinal Mendoza vorgeworfen worden sein, es sei ein Leichtes gewesen Amerika zu entdecken. Daraufhin verlangt Kolumbus von den Anwesenden, sie sollen ein Ei auf seine Spitze stellen. Nachdem es keinem gelingt, nimmt der Entdecker das Ei und schlägt es mit der Spitze so auf den Tisch, dass sie eingedrückt wird: Das Ei steht. Als die Anwesenden protestieren, das hätten sie auch gekonnt, antwortet Kolumbus: "Der Unterschied ist, meine Herren, dass Sie es hätten tun können, ich hingegen habe es getan."

Das hier gezeigte Ei des Kolumbus ist ein drei Meter großer Helium-Ballon, der am 28. März 2005 von einer Gruppe von Kletterern an der Kolumbus-Statue im Hafen von Barcelona angebracht wurde.

Foto: dpa
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Das erste "Easter Egg": Ein "Easter Egg" ist eine Überraschung, die Programmierer von Videospielen manchmal in ihren Games verstecken. Das allererste stammt von Warren Robinett aus dem Jahr 1978. Weil der Spielehersteller Atari verboten hatte, dass die Namen der Erfinder auf ihren Spielen erscheinen, hat Robinett seine Signatur in dem Spiel "Adventure" versteckt. Um allerdings als Spieler das hier gezeigte Bild sehen zu können, brauchte man eine Menge Atem. Denn der Schlüssel zu der geheimen Tür hinter der sich der Name verbarg, war nur einen Pixel groß und die Tür unsichtbar. Man musste also gleich zweimal das ganze Spiel durchsuchen - erst nach dem Schlüssel, dann nach dem Schloss.

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Das kleinste Ei: Winziger als ein Cent-Stück ist das Ei der Bienenelfe. Die Kolibri-Art gilt mit knapp sieben Zentimeter Größe - Schwanz und Schnabel inklusive - und weniger als zwei Gramm Gewicht als kleinste Vogelart der Welt.

Foto: Zoologische Sammlung der Universität Halle
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Das Architektur-Ei: Mit einem Hubschrauber wurde im Mai 1995 in Lünen das sogenannte Colani-Ei enthüllt. Der Schweizer Designer Luigi Colani entwarf die Konstruktion für das neue Technologie-Zentrum der Stadt Lünen. Das ungewöhnliche Objekt steht in 37 Metern Höhe auf dem Förderturm der ehemaligen Schachtanlage Minister Achenbach und hat einen Durchmesser von 20 Metern.

Foto: dpa
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Die weihnachtlichsten Eier: Weihnachtliche Motive auf Eiern werden, laut Edith Breitkreutz immer beliebter auf dem internationalen Eier-Markt. Das Ei gehört zur Sammlung der Familie Breitkreutz.

Foto: Edith Breitkreutz
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Die ältesten Eier: Diese versteinerten Dinosaurier-Eier sind rund 80 Millionen Jahre alt - und trotzdem haben sie es noch in sich. Eine Röntgen-Untersuchung ergab 1997, das ein kleiner Dino-Embryo in einem der Findlinge aus der Kreidezeit steckt. Gefunden wurden die Eier 1994 in der chinesischen Provinz Henan.

Foto: AP
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Das Uhr-Ei: Holzstich eines sogenannten "Nürnberger Eis". Diese ovalen Taschenuhren wurden in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts hergestellt. Nicht zu verwechseln mit dem anderen "Nürnberger Ei" - dem Fernsehturm von Nürnberg.

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Das entspannendste Ei: Sieht aus wie ein Osterei mit Motorhaube, ist aber ein sogenannter "Floating Tank". Die schall- und lichtisolierten Kapseln wurden 1954 für die Nasa entwickelt. Astronauten probten in den mit Salzwasser gefüllten Tanks die Schwerelosigkeit. In den Sechzigern wurde der Plastik-Uterus vor allem wegen seiner bewusstseinserweiternden Wirkung geschätzt. John Lennon war einer der prominentesten Fans des Eso-Eis. Heute dienen Floating Tanks einfach nur der Entspannung.

Foto: www.jueta.ch
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Osterei-Totenkopf: Eine alternative Version eines Osterei-Motivs. Zu sehen ist ein Totenkopf, der in der bildlichen Darstellung in der Punk-Rock-Szene immer wieder gerne verwendet wird.

Foto: Helge Schreiber
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Mutter-Ei: Eine alternative Version eines Osterei-Motivs. In Anlehnung an alte Tätowier-Vorlagen kommt die Würdigung der "Mutter" nun auch endlich wieder zum Tragen. Wer hat denn früher immer die Ostereier versteckt? Der Vater bestimmt nicht, der faule Sack!

Foto: Helge Schreiber
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Perforiertes Osterei: Perforierte Ostereier: Mit einem feinen Bohrer und stundenlanger Konzentration perforiert H. Opiola filigrane Motive in Gänseeier. www.opiola.de 

Foto: Wolfram Schindler/Wolfram Schindler, www.opiola.de
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Laune der Natur: Nicht alle Eier sehen gleich aus, wenn man die Möglichkeit hat, seine Eier direkt von seinen "Erzeugern" abzuholen, bekommt man mitunter eigenartige Exemplare zu sehen.

Foto: Gabriele von der Ohe/Gabriele v.d.Ohe
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