Douglas Tompkins Unternehmer und Natur-Mäzen
Douglas Tompkins 2000 in Chile: 1963 hatte Tompkins sein Hobby zum Beruf gemacht und eine Kletterschule gegründet, zu der drei Jahre später eine Ausrüstungsfirma hinzukam - der Vorgänger der Outdoor-Firma The North Face. Schon 1970 verkaufte er die Marke wieder.
Mit seiner Frau Susie hatte Douglas Tompkins schon 1968 Esprit gegründet. Anfang der Achtzigerjahre wurde die Marke in rund 60 Ländern vertrieben und erzielte mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz. Nach der Scheidung von seiner Frau verkaufte er 1990 seine Anteile: Erlös 200 Millionen Dollar - "genug, um Gutes zu tun", wie er sagte.
Nachdem Tompkins seine Anteile an Esprit verkauft hatte, wandte er sich von der Modebranche ab, zog nach Chile und gründete von dem Erlös die Umweltstiftung Foundation for Deep Ecology. In Chile kaufte er ganze Landstriche auf, um sie der unberührten Natur zu überlassen. Dafür rief er eine weitere Stiftung ins Leben, The Conservation Land Trust. Kritiker warfen ihm vor, die gekauften Regionen wirtschaftlich klein halten zu wollen.
Pumalin Park in Chile 1996: Der Pumalin Park ging aus dem größten Teil von Tompkins' Landeigentum hervor und wurde 2005 von der chilenischen Regierung zum Naturschutzgebiet erklärt.
Südchile: Douglas Tompkins' zweite Heimat. 1960 war er für ein internationales Skirennen das erste Mal nach Chile gekommen. Nachdem er als 17-jähriger die Schule abgebrochen hatte, widmete er sich ganz seinen Hobbys: Klettern, Ski- und Kajakfahren.
Einen großen Teil seines Lebens hat Tompkins in Chile verbracht. Jetzt ist er nach einem Kajak-Unfall in Patagonien ums Leben gekommen.