Computerspiel-Festival Dreamhack 55.000 Menschen, 40.000 Meter Kabel
Es ist ein Highlight im E-Sports-Terminkalender, ein Ort der Begegnung für viele, die sich nur aus dem Internet kennen und hier endlich persönlich ihre Rechner vernetzen können: das größte digitale Festival der Welt, die Winter Dreamhack 2017.
Ein abgedunkeltes Kongresszentrum wird zum Reich der Gamer, eine temporäre Stadt, errichtet aus 40.000 Metern Glasfaser-Kabellage. 750 freiwillige Helfer sorgen dafür, dass diese Stadt bereit ist, wenn 55.000 Besucher kommen.
Ein Ort der digitalen Ekstase mit eigenem Pizzaservice, 3000 Kilogramm Kebab, zwei Mexikanern, vier Burgerläden, drei Donut-Bistros.
24 Stunden am Tag können die Spieler hier zocken.
Von überall bringen die Spieler Schlafsäcke, Isomatten, Pringles und palettenweise Pepsi.
696 Millionen Dollar spielt E-Sport mittlerweile weltweit ein, 2020 sollen es 1,5 Milliarden werden. Mediengiganten wie ESPN und das Turner-Netzwerk übertragen E-Sport weltweit, allein für die Dreamhack 2017 werden mehr als 300 Millionen Zuschauer erwartet.
Auf den Fluren trifft man hin und wieder auf Fantasy-Charaktere im Stringtanga oder bekannte Spieler, die man daran erkennt, dass sie von Menschenmassen verfolgt werden. Ab 18 Uhr gibt es eine Kostümshow und ab Mitternacht eine Party mit Liveacts, die hier jeder kennt. Natürlich ohne Alkohol.
In Ländern wie China, Russland, Finnland oder Südkorea gilt E-Sports bereits jetzt als offizielle Sportart und wird an schwedischen Schulen sogar als Unterrichtsfach angeboten. Die Gaming-Community hat sich vorbei an staubigen Institutionen eine Welt aufgebaut, die bereits jetzt da ist, wo andere noch hinwollen.
Auch Stars der Szene tummeln sich auf der Dreamhack: Syed Sumail "SumaiL" Hassan ist ein 18 Jahre alter Multimillionär aus Pakistan, der als der beste "Dota 2 - Midplayer" der Welt gilt.