Drehort Sperrzone: Nicht anlehnen, nichts anfassen - DER SPIEGEL
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Drehort Sperrzone Nicht anlehnen, nichts anfassen

Nicht anlehnen, nichts anfassen, nichts abstellen: Der deutsche Regisseur Marcus Schwenzel hat Anfang März in der Sperrzone um Tschernobyl Aufnahmen für seinen Kurzfilm "Seven Years of Winter" gemacht. Für SPIEGEL ONLINE berichtet er über seine Gefühle im verstrahlten Niemandsland.
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Marcus Schwenzel hat mit seinem Team für den Kurzfilm "Seven Days of Winter" einen Tag lang in der Sperrzone um Tschernobyl gedreht: Die verstrahlte Zone hat sich in einen Naturschutzpark verwandelt.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Der Film erzählt die Geschichte des zehnjährigen Andrej, der 1992 in die Sperrzone um Tschernobyl geschickt wird, um zu plündern.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Man kann in der Zone geführte Bustouren unternehmen, es kostet ein paar Euro pro Person. Viele Teilnehmer sind junge Leute, die Fans des Computerspiels "Stalker" sind. Sie suchen den Kick, sich wie die letzten Menschen auf Erden zu fühlen.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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In den Straßen von Pripjat, eine menschenleere Stadt nahe dem Reaktor, deren Gebäude verfallen sind und in der vor der Katastrophe 40.000 Menschen lebten

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Die Stadt erinnert an einen Friedhof.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Nach der Katastrophe wurde sie in kürzester Zeit ausgeplündert.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Kühlschränke, Fernseher, Automotoren - alles, was Wert hatte, wurde herausgeschafft.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Niemand weiß, wo die Gegenstände heute stehen und ihre neuen Besitzer verstrahlen.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Tiere streunen herum, wollen gestreichelt werden: Tu das bloß nicht, warte, bis sie gehen!

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Die Zone ist ein umgekehrter Schöpfungsort. Alles, was dort lebt, trägt den Tod in sich.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Bäume, Blätter, Gras werden zu Feinden; Gefahren lauern auf Schritt und Tritt.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Was keiner mitgenommen hat: Puppen, Kuscheltiere, Schulhefte und Bücher

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Sie erinnern schmerzhaft an eine Zeit vor der Katastrophe.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Andrej weiß vieles, doch er begreift nicht, dass es dieser Ort nicht gut mit ihm meint.

Foto: Marcus Schwenzel Filmproduktion
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Regisseur Marcus Schwenzel: "Ich bilde mir ein, dass man die Radioaktivität spüren kann. Der Kopf fühlt sich leer und wattig an. Es herrscht eine Art emotionales Vakuum."

Foto: Marcus Schwenzel
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Mitglieder des Teams von "Seven Years of Winter": Crewmitglieder spendeten Samen vor der Abreise in die kontaminierte Zone.

Foto: Marcus Schwenzel
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?