"Drei Gesichter" Große Kunst im kleinen Rahmen
In seinem neuen Film "Drei Gesichter" spielen Regisseur Jafar Panahi und die Schauspielerin Behnaz Jafari sich selbst.
Sie gehen auf die Suche nach dem Mädchen Marziyeh, das angeblich Suizid begangen hat, weil es nicht Schauspielerin werden darf.
Panahi und Jafari verfahren sich im unwegsamen Gebirge. Schnell wird klar, dass Marziyeh lebt und sich nur versteckt.
In den Dörfern der Region gehen die Uhren langsamer. Ein alter Mann bewundert noch Filmstars aus den Zeiten vor der Revolution.
Und der bittet Jafari, die in Salz eingelegte Vorhaut seines Sohnes in Teheran zu vergraben.
Hier lebt die Bevölkerung noch nach althergebrachten Traditionen. Panahi drehte in den Heimatdörfern seiner eigenen Eltern und Großeltern.
Eine alte Frau probiert schon einmal ihr Grab aus.
"Drei Gesichter" ist bereits der vierte Film, den Jafar Panahi fertigstellte, nachdem das Regime ein 20-jähriges Berufsverbot gegen ihn verhängt hat.