Dresdner Bank - DER SPIEGEL
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Dresdner Bank Drumbo macht den Abflug

Sie war ein Ungetüm, immerhin ein sympathisches: 136 Jahre lang firmierte die Dresdner Bank als der Kumpel-Typ unter den deutschen Geldinstituten. Nicht einmal ihre Nazi-Vergangenheit konnte daran etwas ändern. Jetzt wird sie geschluckt. Lorenz Goslich verrät, warum sie uns trotzdem nicht fehlen wird.
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Sparelefant: Als Werbegeschenk entwickelte die Dresdner Bank in den Siebzigern diesen Elefanten für ihre kleinen Kunden. Das Drumbo genannte Rüsseltier entwickelte sich bald zu einem beliebten Sammlerstück. Bis heute befindet sich die Fangemeinde allerdings in einem Streit, ob der Sparelefant von dem Stardesigner Luigi Colani entworfen wurde, oder nicht.

Foto: Historisches Archiv Dresdner Bank
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Wunschvorstellung: Eine Werbepostkarte aus den dreißiger Jahren sollte Kunden zur Dresdner Bank locken. Das Versprechen: Auch große Wünsche können sich durch Sparen erfüllen.

Foto: Historisches Archiv Dresdner Bank
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Eröffnungsanzeige:Am 4. Dezember 1872 erschien in der Leipziger Zeitung diese Ankündigung - die Dresdner Bank war gegründet.

Foto: Historisches Archiv Dresdner Bank
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Sparen für die SS: In den dreißiger Jahren machte die Dresdner Bank Werbung mit dieser Heimspardose. In den folgenden Jahren beschäftigte sich die Bank allerdings weniger mit ihren kleinen Sparern, sondern entwickelte sich zum Hauptkreditgeber der SS.

Foto: Historisches Archiv Dresdner Bank
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Das Ersparte:Ein Sparbuch der Dresdner Bank von 1913.

Foto: Historisches Archiv Dresdner Bank
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Wie im Märchen:Auf wundersame Weise sollte sich das Geld vermehren, wenn man es in diesen Märchen-Spardosen der Dresdner Bank sammelte - das ungefähr war die Botschaft an die Kinder von 1968.

Foto: Historisches Archiv Dresdner Bank
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Vorstandssprecher der Dresdner Bank: Jürgen Ponto während einer Pressekonferenz im Dezember 1974. Einige Jahre später, am 30. Juli 1977 wurde Ponto in seinem Haus in Oberursel (Taunus) von RAF-Terroristen erschossen. Zugang zu seinem Haus verschafften sie sich durch die Tochter einer befreundeten Familie, Susanne Albrecht, die ebenfalls der RAF angehörte.

Foto: dpa
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Ertüchtigung der Mitarbeiter: Mitglieder des "Ruderklubs Dresdner Bank, Forsthaus Fahlenberg am Gosener Graben" ziehen 1930 mit ihrem Vierer an einer Biergartengesellschaft in Berlin vorbei.

Foto: Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz/Friedrich Seidenstücker
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Angeklagte Brauchitsch und Friderichs: Der Ex-Manager des Flick-Konzerns Eberhard von Brauchitsch (l.) verlässt gemeinsam mit dem ehemaligen Wirtschaftsminister und Vorstandsvorsitzenden der Dresdner Bank, Hans Friderichs, am Abend des 29. August 1985 das Gebäude des Bonner Landgerichts. Hier fand damals der Prozess gegen die Beiden und Ex-Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung statt. Die Flick-Affäre war die bislang wohl schmutzigste Politaffäre der Nachkriegszeit.

Foto: KARL-HEINZ KREIFELTS/ AP
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Dr. Karl Rasche: Der ehemalige Dresdner-Bank-Vorsitzende wurde in einem der Nürnberger Prozesse wegen Gewährung finanzieller Hilfen durch die Dresdner Bank und Beschaffung von Geldern für Agenturen des Reiches, die sich mit planmäßigem Raub beschäftigten, zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. Die Dresdner Bank hatte so enge Beziehungen zur SS wie kaum ein anderes privatwirtschaftliches Unternehmen im "Dritten Reich".

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Verbotene Demonstration: Schutzpolizisten verhaften am 21.02.1931 Demonstranten vor dem Gebäude der Dresdner Bank in Berlin.

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Hans Friderichs: Der ehemalige Vorstandssprecher der Dresdner Bank im September 1989. In den Achtzigern war er im Zuge der Flick-Affäre erst wegen Bestechlichkeit und später auch wegen Steuerhinterziehung angeklagt worden. 1987 wurde er vom Bonner Landgericht zwar vom Vorwurf der Bestechlichkeit freigesprochen, wegen Steuerhinterziehung musste er jedoch eine Geldstrafe in Höhe von 61.500 Mark zahlen.

Foto: AP
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Jürgen Ponto: Der Dresdner-Bank-Manager kommentiert bei einer Pressekonferenz am 2. Dezember 1974 den Verkauf von Daimler-Benz-Aktien durch die Dresdner Bank.

Foto: AP
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Jubiläumspostkarte: 1897 feierte die Dresdner Bank bereits ihr 25-jähriges Jubiläum. Über 100 Jahre sollte die Bank anschließend noch existieren.

Foto: Historisches Archiv Dresdner Bank
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?