Drogenkrieg auf den Philippinen Staatlich verordnetes Töten
Drogenkrieg auf den Philippinen. Präsident Rodrigo Duterte hat im Juni sein Amt übernommen, mehr als 2400 Menschen wurden zwischen dem 1. Juli und dem 31. August nach Polizeiangaben getötet.
Der Präsident als Spielfigur: Duterte hat seinen Wählern versprochen, die Kriminalität im Land auszurotten.
Ermittler an einem Tatort: Nach seiner Amtsübernahme erklärte der Präsident Drogendealer für vogelfrei und rief zu Morden an Drogenabhängigen auf.
An einem der Tatorte wurde eine Waffe gefunden. Bei mehr als der Hälfte der Tötungen seien die Täter nicht bekannt, sagt der Polizeichef Manilas.
Ermittler an einem Tatort in Manila
Neben der Leiche lag ein Schild: "Ich bin ein Drogendealer." Killer hinterlassen solche Botschaften oft als Abschreckung neben den Toten.
Die Philippinen haben mit Suchtproblemen und organisierter Kriminalität zu kämpfen. Vor allem in den Slums ist die Droge Crystal Meth weit verbreitet.
Totenwache für einen Ermordeten in einem Armenviertel in Manila: Die Familien haben praktisch keine Handhabe, um die Morde aufklären zu lassen.
Beerdigung eines mutmaßlichen Drogenhändlers in Manila: Menschenrechtler und betroffene Familien sind entsetzt angesichts der Gewaltwelle, doch Präsident Duterte erntet in Teilen der Bevölkerung auch Zustimmung für seinen Kurs.
Protestaktion gegen die Tötungen vor dem Polizeihauptquartier in Manila: Die Frau, die mit dem SPIEGEL und SPIEGEL TV über die Mordwelle gesprochen hat, sagt, ihr Auftraggeber sei ein Polizist.