Ducati Panigale V4 S im Test - DER SPIEGEL
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Ducati Panigale V4 S MotoGP für jedermann

214 PS bei 195 Kilo Gesamtgewicht - an der Panigale V4 S entwickelten die Fahrer der Motorrad-Weltmeisterschaft mit. Selbst durchschnittliche Biker schaffen es, die brachiale Ducati zu beherrschen - mit etwas Hilfe.
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Fahrbar auch ohne Rennerfahrung: Die V4 S - besonders mit offenem Rennauspuff, 226 PS und Slicks - ist ein brutales Muskelpaket, aber durch die elektronischen Helfer wie z.B. Traktionskontrolle, Kurven-ABS und Slide Control überraschend nachsichtig bei Fahrfehlern.

Foto: Ducati
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Das neue V4-Aggregat ist erstaunlich gutmütig und vertrauenserweckend bei der brachialen Abgabe von 214 PS - aber im Paket mit Spitzenfahrwerk und Elektronik so potent, dass die wenigsten Fahrer jemals die Grenzbereiche ausloten werden.

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Alessandro Valia ist seit 2007 "Official Ducati Test Rider". Er hat die Panigale V4 entscheidend mitentwickelt. Das Cockpit der Bodenrakete ist sein alltäglicher Arbeitsplatz.

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Was wie ein Wheelie kurz vor dem Abflug aussieht, ist bei Ducati Testfahrer Alessandro Valia kühle Berechnung beim Beschleunigungsvorgang. Die justierbare elektronische Wheelie-Kontrolle lässt Steigflug nach Wunsch zu.

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Wenn Testfahrer Valia die Panigale V4 S um den 4005 Meter langen Kurs nahe Valencia prügelt, verliert er auf einer Runde gegen den 1.31-min-Rundenrekord aus der MotoGP nur knapp 5 Sekunden.

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Eckdaten für die Panigale V4 S und eine neue Superbike-Generation: Ducati Desmosedici Stradale V4-Motor mit Desmodromik, 214 PS bei 195 Kilo vollgetankt, Leistungsgewicht von 1,10 PS je Kilo, Höchstgeschwindigkeit über 300 Stundenkilometer.

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Die Panigale V4 (21.990 Euro) und die auf der MotoGP-Strecke in Valencia eingesetzte V4 S mit Öhlins-Komponenten und Leichtmetallschmiederädern (27.990 Euro) werden nur in "Ducati Red" ausgeliefert.

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Die auf 1500 Exemplare limitierte Panigale V4 Speciale-Edition hat eine Titan-Auspuffanlage, 226 PS und Tricolore-Lackierung. Ducati lässt sich das Fahrzeug mit 39.990 Euro vergolden.

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Das Herz der Panigale, der 90°-V4-Desmosedici-Stradale-Motor, schöpft seine Kraft von 214 PS bei 13.000 U/min aus 1103 Kubik Hubraum. Der Motor ist zugleich zentrales tragendes Teil des Rahmens.

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Beim 5 Zoll-TFT-Farbdisplay sind zwei Layouts "Track" und "Road" wähl- und konfigurierbar. Durch die tiefen, aber logisch leicht erschließbaren Menüs führt ein Dreiwegschalter am linken Lenkergriff.

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Der brachiale Vierzylindermotor der Panigale V4 wiegt nur 64,9 Kilo - und trotz zusätzlicher zwei Zylinder lediglich 2,2 Kilo mehr als der Ducati-Twin aus dem Vorläufermodell Panigale 1299.

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Unter dem "Tank" der Panigale V4 verbirgt sich ihre Airbox mit den vier in der Höhe variablen Luftansaugtrichtern. Je nach Motordrehzahl und Gas wird der Motor elektronisch gesteuert und entweder über den kurzen oder den längeren Ansaugweg bzw. über die oberen oder unteren Einspritzdüsen versorgt.

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Pirelli hat speziell für die Panigale V4 den Diablo Supercorsa SP in der extremen Dimension 200/60 ZR 17 entwickelt. Der Reifen hat in den Flanken das gleiche Gemisch wie Racing Slicks aus der Superbike WM. Die Schwinge, die Felge und Reifen führt, wiegt lediglich 5,1 Kilo.

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Während die Panigale V4 und die V4 S mit einem Sozius-Fußrasten-Set als Zweisitzer ausgeliefert werden, ist die limitierte V4 Speciale mit dem Alcantara-Sitz und der auffälligen Dreifarbenlackierung als Solo-Fahrzeug konzipiert.

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Die Gabelbrücke der V4 Speciale ist aus einem Stück Aluminium gefräst. Sie hält die semi-aktiven und elektronisch angesteuerten Gabelbeine, einem zentralen Bauteil des reaktiven Smart EC 2.0 Elektronikpakets des Herstellers Öhlins.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?