Relegationsspiel Hertha-Düsseldorf Skandal auf dem Platz
Bengalo-Dauerfeuer, Hunderte Zuschauer auf dem Feld: Das Relegations-Rückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC Berlin geriet zur Farce. Beim Stand von 2:2 musste der Schiedsrichter die Partie unterbrechen. Schließlich feierte doch die Fortuna.
Einige Zuschauer hatten in der zweiten Halbzeit etliche bengalische Feuer gezündet und die Brandkörper aufs Spielfeld geworfen.
In der Ecke der Hertha-Fans kroch dichter, roter Nebel die Ränge hoch. Auf dem Feld versuchten Spieler, die Zuschauer zur Raison zu bringen.
Doch immer mehr Feuerwerkskörper zischten aufs Feld.
In der Fankurve liefen Polizeikräfte auf, doch tatsächlich konnten sie das Chaos kaum stoppen.
Nach dem ersten Bengalo-Zwischenfall in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zunächst wieder fortgesetzt.
Hertha-Spieler beim Versuch, die Fans zu beruhigen.
Herthas Torhüter Thomas Kraft sprang über die Bande, versuchte, die Feuerwerfer zu stoppen.
Etliche Polizisten waren im Einsatz, doch sie konnten nicht verhindern, dass die Zuschauer das Spielfeld stürmten, obwohl die Partie noch nicht vorbei war.
Noch vor dem Schlusspfiff stürmten plötzlich Hunderte Menschen auf den Platz, brannten im Mittelkreis Bengalos ab.
Binnen weniger Sekunden füllte sich der Platz, mitten drinnen die Spieler, die unverletzt in Sicherheit gebracht werden konnten.
Die Polizei ging mit Hunden gegen die aufgebrachten Zuschauer vor, die versuchten, noch vor dem Spielende auf dem Platz den Aufstieg zu feiern.
Nach Spielende fand sich Düsseldorfs Trainer Norbert Meier mitten im Trubel wieder: Zwischen Angst und Triumph.
Als das Spiel dann tatsächlich abgepfiffen war, stürmten Hunderte Fans den Rasen - und rissen das Grün heraus.
Fortuna-Profi Andreas Lambertz zeigte sich in der Euphorie des Sieges selbst mit Bengalo...
...während Fortuna-Anhänger das Tor im Düsseldorfer Stadion zerlegten.
Auch Düsseldorfs Torhüter Michael Ratajczak zeigte sich enthemmt, halbnackt brüllte er seine Erleichterung über den Aufstieg heraus.