Karlsruhe und Düsseldorf Die wilden Pyro-Exzesse
Schockierende Szenen in Düsseldorf: Das Relegationsrückspiel zwischen Fortuna und Hertha BSC Berlin geriet zur Farce, die Hauptrolle übernahmen die Fans.
Die Fans zündeten immer wieder Bengalo-Feuer.
Hunderte Zuschauer auf dem Feld: Beim Stand von 2:2 musste der Schiedsrichter die Partie unterbrechen.
Einige Zuschauer hatten in der zweiten Halbzeit etliche bengalische Feuer gezündet und die Brandkörper aufs Spielfeld geworfen.
In der Ecke der Hertha-Fans kroch dichter, roter Nebel die Ränge hoch. Auf dem Feld versuchten Spieler, die Zuschauer zur Räson zu bringen.
Doch immer mehr Feuerwerkskörper zischten aufs Feld.
In der Fankurve liefen Polizeikräfte auf, doch das Chaos konnten sie kaum stoppen.
Nach dem ersten Bengalo-Zwischenfall in der zweiten Halbzeit wurde das Spiel zunächst wieder fortgesetzt.
Hertha-Spieler beim Versuch, die Fans zu beruhigen.
Herthas Torhüter Thomas Kraft sprang über die Bande, versuchte, die Feuerwerfer zu stoppen.
Auch die Spieler zeigten sich schockiert.
Etliche Polizisten waren im Einsatz, doch sie konnten nicht verhindern, dass die Zuschauer das Spielfeld stürmten, obwohl die Partie noch nicht vorbei war.
Noch vor dem Schlusspfiff stürmten plötzlich Hunderte Menschen auf den Platz, brannten im Mittelkreis Bengalos ab.
Binnen weniger Sekunden füllte sich der Platz, mittendrin die Spieler, die unverletzt in Sicherheit gebracht werden konnten.
Die Polizei ging mit Hunden gegen die aufgebrachten Zuschauer vor, die versuchten, noch vor dem Spielende auf dem Platz den Aufstieg zu feiern.
Erst nach einer langen Pause konnte das Spiel fortgesetzt werden.
Schon am Vortag war es in Karlsruhe, wo der KSC nach dem Remis gegen Regensburg abgestiegen war, zu Ausschreitungen gekommen.
Frustrierte Anhänger gingen auf die Polizisten los, die KSC-Spieler versuchten zu schlichten, doch...
...die selbsternannten Fans belagerten stundenlang die Geschäftsstelle des Wildparkstadions.
Bereits unmittelbar nach Abpfiff hatten die Ultras den Rasen gestürmt. 76 Menschen wurden bei den Ausschreitungen insgesamt verletzt.