Duft-Einsatz: Die kaum riechbare Manipulation - DER SPIEGEL
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Duft-Einsatz Die kaum riechbare Manipulation

Tiefgaragen ohne Schrecken, nimmermüde Angestellte und kauflustige Kunden: Mit subtilen Duftstoffen will die Geruchs-Industrie unser Verhalten steuern - auch im öffentlichen Raum. Entfliehen kann man kaum, Forscher und Verbraucherschützer warnen vor Manipulation.
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Geruchsherstellung an der Duftorgel: Zehn Moleküle müssen gleichzeitig auf einen Riechrezeptor in einer Sinneszelle treffen, damit diese einen Nervenimpuls auslöst. Wenn 40 Zellen zugleich stimuliert werden, kann ein Mensch einen Geruch wahrnehmen. Zuordnen kann er ihn erst ab der zehnfachen Menge an Molekülen

Foto: DPA
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Reisebüro: Der kaum spürbare Duft von Sonnencreme löst bei den Kunden ein Verlangen nach Sonne und Strand aus. Erste Reisebüros setzen bereits Düfte zur Verkaufsförderung ein. Auch in Kaufhäusern und Boutiquen werden subtile Düfte eingesetzt - entweder um das Wohlbefinden zu erhöhen, oder um unerwünschte Gerüche zu überdecken

Foto: DDP
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"Das Parfum" (Filmszene mit Dustin Hoffman): "Der Duft war der Bruder des Atems. Mit ihm ging er in den Menschen ein, sie konnten sich nicht erwehren", schreibt Patrick Süßkind. Wissenschaftler bestätigten diese Beobachtungen - Menschen können sich Gerüchen nicht verweigern

Foto: Constantin Film
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Fluhafen Frankfurt: Die Klimaanlage im Verbindungstunnel zwischen den Abflugbereichen A und B wirbelt Pfefferminz- und Rosmarinduft in die Atemluft. Das soll Menschen die Angst vor kalten Betonlandschaften nehmen. Auch in Parkhäusern und -garagen werden Düfte so eingesetzt. In der Münchner U-Bahn enthält das Reinigungsmittel einen beruhigenden Duftstoff

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Geruchsforscher Hans Hatt: "Optisch und akustisch sind wir schon mit Reizen überflutet. Jetzt hat die Industrie erkannt, dass sie Menschen über die Nase unterbewusst beeinflussen kann."

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Zahnarztbehandlung: Im Experiment wurde nachgewiesen, dass subtile Düfte die Angst der Patienten lindern können. Erste Zahnärzte setzen bereits Gerüche zur Entspannung ein. Verbraucherschützer hingegen warnen vor einer "Zwangsmedikation" in Praxen, Geschäften und an öffentlichen Orten

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Verführung in der Werbung: Schöne Düfte werden fast immer mit schönen Menschen beworben. Hier wirbt Charlize Theron für J'adore Dior

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