Dumm gelaufen: Bälle des Zorns - DER SPIEGEL
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Dumm gelaufen Bälle des Zorns

Ein entthronter Weltmeister, ein Sandplatzwühler am Boden, ein wütender Baseball-Profi: Nicht für jeden Sportler lief die vergangene Woche so, wie gewünscht.
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Für mich soll's kleine Bälle regnen: Milton Bradley von den Los Angeles Dodgers war sauer. Im sechsten Inning des Spiels gegen die Milwaukee Brewers hatte der Centerfielder eine Schiedsrichterentscheidung kritisiert und war deshalb des Feldes verwiesen worden. Wütend kippte Bradley daraufhin eine Tasche voller Bälle neben dem Feld aus. Die Dodgers verloren neben ihrem Spieler auch das Spiel: 1:4 hieß es am Ende gegen Milwaukee.

Foto: AP
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Zerstörter Traum: Als Guillermo Coria im Finale der French Open mit 2:0-Sätzen führte, schien der Argentinier auf dem besten Weg, sich seinen Traum vom ersten Grand-Slam-Titel zu erfüllen. Doch auf einmal litt Coria unter Krämpfen, und sein Finalgegner Gaston Gaudio gewann noch mit 0:6, 3:6, 6:4, 6:1 und 8:6. Weil Coria seinen Gegner nicht schlagen konnte, musste eben das Spielgerät dran glauben.

Foto: REUTERS
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Nur schieben ist schöner: Es ist seine wahrscheinlich letzte Saison in der 125-ccm-Klasse, aber so hatte sich Youichi Ui, 31, das wohl nicht vorgestellt. Beim Grand Prix in Mugello musste der älteste Fahrer im Feld, der mit seiner Aprilia eigentlich endlich Weltmeister werden wollte, sein Motorrad wegen eines Defektes ins Ziel schieben. Am Ende hatte der Japaner anderthalb Minuten Rückstand auf den Sieger Roberto Locatelli. Und keine Kraft mehr.

Foto: AP
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Ausgemustert: Michael Stich (hi.), gealterte, aber immer noch fitte deutsche Tennislegende, ließ Thomas Muster bei der Grand-Slam-Champions-Trophy am Rande der Gerry-Weber-Open in Halle keine Chance. Stichs früherer Davis-Cup-Rivale aus Österreich verlor klar in zwei Sätzen. Vielleicht lag's auch am Untergrund. Stich gewann auf Rasen u.a. in Wimbledon, Muster galt immer als Sandplatz-Spezialist.

Foto: DDP
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Denk ich an Deutschland... - ob Ruud van Nistelrooy nach seiner vergebenen Chance im Testspiel gegen Irland (0:1)an das erste EM-Spiel der Niederlande gegen das deutsche Nationalteam gedacht hat, ist nicht belegt. Klar ist aber, dass sich die "Elftal" vor der EM nicht weniger harmlos präsentiert als der Erzrivale. Vor kurzem hatte Holland gegen Belgien mit 0:1 verloren und den Fußballzwerg Färöer nur mühsam mit 3:0 besiegt.

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Hinten jubelt der Sieger: Die 4000 Zuschauer in der Chemnitz-Arena waren genauso fassungslos wie Markus Beyer (vo.). Der Weltmeister im Super-Mittelgewicht verlor seinen Titel überraschend an den Italiener Cristian Sanavia. Der Herausforderer gewann den Kampf mit 2:1 nach Punkten und ließ sich danach auf Schultern tragen.

Foto: DDP
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