Dumm gelaufen Blinder mit Durchblick
Schwierig: Mit Eddy Curry (l.) sollte man kein Mitleid haben, auch wenn der Knicks-Center arg gehandicapt zu Werke gehen muss. Wie die Blinden spielte vielmehr Utah Jazz. Lediglich 22 von 75 Versuchen landeten bei der 62:73-Heimniederlage im Korb der New Yorker Gäste. Für das Team aus der Mormonen-Hochburg Salt Lake City waren 29,3 Prozent die schlechteste Wurfquote in der Geschichte der NBA. Mit John Stockton und Karl "The Mailman" Malone wäre das nicht passiert, aber die beiden geben im Jazz-Team ja schon lange nicht mehr den Takt vor.
Hitzig: Ausnahmsweise ging Daniel Carlsson zu Fuß. Der Schwede ist Rallyefahrer, da hat man es eher mit dem Auto als Fortbewegungsmittel. Beim letzten WM-Lauf dieses Jahres in Australien konnte sich der Peugeot-Pilot aber nicht auf sein Fahrzeug verlassen. Das gute Stück löste sich quasi in Rauch auf. Kleiner Trost: Carlsson und seinem Beifahrer passierte nichts bei der feurigen Affäre. Pech hatte ein weiterer Skandinavier: Der Norweger Petter Solberg machte unliebsam Bekanntschaft mit einem Känguru. Sieger wurde der Belgier Francois Duval.
Eisig: Für die Veranstaltung in Calgary hatte sich Mark Tuitert einiges vorgenommen. Erster Eisschnelllauf-Weltcup des olympischen Winters logisch, dass man da glänzen will. Doch leider blieb die Performance ohne krönenden Abschluss. Das Rennen über 1500 Meter endete für Tuitert in der Bande. Mehr Erfolg hatte der US-Amerikaner Shani Davis: Der WM-Titelträger von 2004 gewann in 1:43,52 Minuten und verfehlte seinen eigenen Weltrekord vom 9. Januar dieses Jahres nur um 0,19 Sekunden.
Stickig: Schlecht sieht es für Federico Todeschini aus. Überall Beine und Arme, dennoch ist das Spielgerät außer Reichweite des Argentiniers. Im Großen und Ganzen gesehen, war es für die argentinische Rugby-Nationalmannschaft allerdings ein lohnender Ausflug nach Schottland. Die Südamerikaner gewannen in Murrayfield 23:19, nachdem sie zur Halbzeit noch 6:13 zurückgelegen hatten. Da konnte auch Todeschini wieder lachen, der mit einem verwandelten Penalty kurz vor Schluss den Erfolg sicher gestellt hatte.
Giftig: Mexikos Francisco Mendez mühte sich vergeblich, der Ball war weg. Panamas Baseballspieler hatten auch sonst leichtes Spiel bei der Amerika-Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008, sie gewannen 17:4. Noch schlimmer als Mexiko erging es Guatemala, das Team aus Mittelamerika leistete sich gegen die USA eine 0:23-Pleite. Die Partie wurde auf sieben Innings verkürzt, da die Gnadenregel aufgrund des gewaltigen Vorsprungs Anwendung gefunden hatte. Insgesamt können zwei Teams aus der Amerika-Gruppe bei den Sommerspielen in Peking starten.
Flüchtig: Auf der Bank der Vancouver Canucks gehen sie schon einmal in Deckung aus gutem Grund, schließlich kommt Ed Jovanovski (l.) mit hohem Tempo angeflogen. Einen auf unbeteiligt macht Colorados Marek Svatos. Dabei hatte der Avalanche-Profi erst durch sein Eingreifen dafür gesorgt, dass Jovanovski abgehoben war. Zu allem Unglück verlor Vancouver auch noch die Partie: 3:5 hieß es am Ende trotz der Hollywood-reifen Stunteinlage.