Dumm gelaufen Flieg Spieler, Flieg.
Flieg Spieler, flieg: Als LaDainian Tomlinson, von Beruf Running Back der San Diego Chargers, ansetzte, um über die Verteidigungslinie der Atlanta Falcons zu springen, dachte er wohl nicht daran, rücklings und kopfüber wieder herunter zu kommen. Aller Widrigkeiten zum Trotz landete er in dennoch in der gegnerischen Zone und erzielte sechs Punkte. Die aber leider in der Endabrechnung nichts brachten: Seine Chargers verloren das Spiel 20:21.
Bitte, lass ihn reinfallen: Vijay Singh von den Fidschi-Inseln scheint das Vertrauen in seine Putting-Künste zu fehlen und deshalb Hilfe von oben zu ersuchen. Doch im Viertelfinale der Matchplay-WM im englischen Wentworth half auch alles Beten nichts: Die Nummer eins der Welt verlor gegen den Deutschen Bernhard Langer - der hatte wahrscheinlich nicht einfach nur auf himmlischen Beistand gehofft.
Zwangspause: Es gibt schönere Momente und Gründe, massiert zu werden. Tommy Haas freute sich beim ATP-Turnier in Wien letzte Woche jedenfalls nicht über wohltuende Handgriffe - auch wenn sie nötig waren. Denn im Viertelfinale gegen Robby Ginepri aus den USA behinderte den Deutschen ein heraugesprungener Rückenwirbel. Vollgepumpt mit Schmerzmitteln erreichte er dennoch das Halbfinale. Dort verloren sie dann aber ihre Wirkung: Er schied aus, klar in zwei Sätzen.
Rollenspiele: Es ist nicht überliefert, ob sich Reiter und Ross hier dachten, einmal die Positionen tauschen zu müssen. Es ist auch nicht überliefert, ob der Reiter und sein Pferd dabei unverletzt blieben. Wir hoffen aber natürlich, dass ihnen nichts passiert ist, beim Großen Preis von Maierhofen in der Schweiz - dem Tschechen Pavel Slozil und seinem Pferd Nisun. Bei den Namen sind wir uns nämlich sicher. Genauso sicher wie darüber, dass das Ganze keinen Erfolg hatte.
Schach-Matt: Vor der entscheidenden Runde im Weltmeisterschaftsduell hatte er noch 7:6 vorne gelegen. Im letzten Spiel jedoch verließ den Ungar Peter Leko gegen den amtierenden Weltmeister Wladimir Kramnik aus Russland das Glück. Sein Gegner hatte das Matt mit seinen weißen Steinen so gut vorbereitet, dass dem ungarischen Herausforderer nur eines blieb: die Aufgabe. So stand es 7:7. Nach Reglement hieß damit der alte auch der neue Weltmeister Wladimir Kramnik. Peter Leko blieben 500.000 Schweizer Franken.
Mann über Bord: Das Ende eines Wellenritts stellt sich ein Weltklassesurfer anders vor - erst recht wenn er Kelly Slater heißt. Szenen wie diese füllen vielleicht die unzähligen DVDs über den amerikanischen Ausnahmesurfer, Wettbewerbe gewinnt er damit allerdings schwerlich - erst recht nicht das Billabong Pro Surfing Championship in Mundaka, Spanien.